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(Bild: The G-tastic 7 / flickr / by-sa 2.0)

In Berlin-Kreuzberg wurde ein junges homosexuelles Paar von einem Unbekannten beleidigt und angegriffen.

Wie die Berliner Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall gegen 1:30 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Das schwule Paar - ein 25- und ein 26-Jähriger - betraten um diese Zeit eine Pizzeria in der Oranienstraße. Hier wurden sie von dem Unbekannten wegen ihrer Homosexualität zunächst verbal beleidigt.

Als das Paar die Pizzeria wieder verließ, schlug der Pöbler dem Jüngeren mit der Faust gegen den Kopf und flüchtete anschließend zu Fuß. Der Angegriffene klagte über Schmerzen an der Schläfe, lehnte jedoch eine ärztliche Behandlung ab. Die alarmierten Polizisten leiteten Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein.

In Berlin gibt es immer wieder Berichte über gewaltsame Übergriffe auf Männer wegen deren Homosexualität. Immer wieder gibt es auch Angriffe auf Cruiser in öffentlichen Parks der Hauptstadt (queer.de berichtete). Diese Übergriffe sind auch Thema des Wahlkampfs geworden: Die CDU, die seit einem Jahrzehnt in Berlin in der Opposition sitzt, verspricht in ihrem Wahlprogramm "Null Toleranz" für homophobe Täter sowie für zielgerichtetere Prävention in Problemvierteln (queer.de berichtete). (pm/dk)



#1 anonymusAnonym
  • 16.05.2011, 12:35h
  • "Die CDU, die seit einem Jahrzehnt in Berlin in der Opposition sitzt, verspricht in ihrem Wahlprogramm "Null Toleranz" für homophobe Täter sowie für zielgerichtetere Prävention in Problemvierteln (queer.de berichtete). (pm/dk)"

    Unglaublich!!!
    Was ich von dieser Partyschnarchnase namens Wowereith immer erwartet habe und bitterst enttäuscht wurde soll nun also die CDU richten?!?!?!
    Verkehrte Welt!!!
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#2 BenniAnonym
  • 16.05.2011, 12:54h
  • Das Pärchen war zu zweit, die hätten sich locker gegen den Typ behaupten können und müssen.
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#3 alexander
  • 16.05.2011, 12:55h
  • solange unsere politik keine fakten schafft und weiterhin allen idioten in diesem land, egal welcher coleur, allein dadurch den boden entzieht, wird sich so schnell nichts ändern !!! wieso auch !
    selbst der absolut blödeste politiker ist sich bewusst, dass man mit selbstveständnis und "normalität" vorbeugen kann !
    sämtlich "lippenbekenntnisse" sind für die katz, solange wir (im moment ist es so), als alibi missbraucht werden, um von der fabelhaften politik in diesem land abzulenken !

    mir kann nicht mal mehr unsere griesgrämige bundesmutti erzählen, dass sie "ernsthaft" was gegen die gleichstellung hat ! (so dämlich kann nicht mal die sein !)

    wir werden, wie so oft, eigentlich immer,
    als politischer spielball missbraucht !
    und vor allem, bei sozial schlechter gestellten, kranken, älteren ect. regelrecht verheizt !

    dazu kommen noch die religionsfanatiker und schon ist der ball rund und wir sind wieder bei dem thema "minderheiten" auf deren kosten " man sein mütchen kühlen kann "!!!!!!!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 16.05.2011, 13:46h
  • Erstens würde mich interessieren, ob es es sich äußerlich erkennbar um einen Menschen mit Migrationshintergrund (Naher Osten/Nordafrika) handelt.

    Zweitens würde mich interessieren, ob das Paar Fotos machen konnte. In der Regel haben wir doch heutzutage, wenn wir in ein Restaurant/Pizzeria gehen, ein Foto-Handy dabei.

    Ich würde jeden, der mich anpöbelt, als erstes Fotografieren, wenn es "irgendwie" geht, damit das Bild dann im Notfall der Polizei vorgelegt werden kann, wenn der Täter "abhaut".
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#5 seb1983
  • 16.05.2011, 13:54h
  • Antwort auf #2 von Benni
  • Würde ich zwar auch sagen, und von mir hätte er wohl schneller als er gucken kann nen saftigen Kinnhaken zurück bekommen, aber selbst wenn er alleine gewesen wäre gilt nicht das Recht des Stärkeren!
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 16.05.2011, 14:02h
  • Man kann außerdem gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass Aggression, Gewalt und Diskriminierung auch rund um die Uhr durch einen immer aggressiveren, massenmedial inszenierten Heterosexismus wesentlich befördert werden.

    Genau dort, wo immer wieder nur Heterosexualität als angebliche Norm propagiert, heterosexistische Symbole und Rituale verknüpft werden mit kommerziellem Leistungsdruck,

    wo immer wieder nur Heterosein als unwiderstehlich sexy und die Hetero-Romanze und traditionelle heterosexuelle Familie als einzig wahrer Gipfel menschlicher Erfüllung propagiert,

    wo männliche und weibliche Köperlichkeit und Rollenverteilungen absurd ungleich und heterosexistisch dargestellt werden - also fast ausnahmslos auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das wir zu wesentlichen Teilen mitfinanzieren -

    findet ohne Unterbrechung symbolische und psychische Gewalt gegen alle statt, die da nicht hineinpassen. Neben Schwulen und Lesben z. B. auch Alleinerziehende, Alleinstehende, Patchwork-Familien unterschiedlichster Prägung usw.... Die allesamt genauso glücklich sein könnten wie die selbsternannten heterosexuellen Normmenschen, wenn sie nur endlich effektiv gleiche Rechte und Lebensbedingungen in dieser Gesellschaft genießen würden!

    Unsere Gesellschaft ist voll von kommerziell produzierten, aggressiv heterosexistischen Symbolen und Posen, die vorgestrige Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit in noch nie dagewesener Penetranz schon Kindern einhämmern.
    Das Ganze in einer pseudofortschrittlichen und -liberalen Verpackung, durch die sich auch nicht wenige Schwule über den reaktionären Inhalt täuschen lassen.

    So genannte Journalisten, die sich sonst für keine "Enthüllung" zu schade sind, aber beispielsweise weiterhin konsequent über ihnen längst bekannte schwule Fußball-"Stars" schweigen, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf, sind da nur eine Spitze des Eisberges.

    Die Folge: Inzwischen werden schon achtjährige Jungs als "schwul" angefeindet, wenn sie sich nur freundschaftlich ein wenig "zu nahe" kommen. Und wehe, sie haben in diesem Alter nicht schon immer "ihre Freundin" an der Hand oder mindestens griffbereit!

    Und die schwule "Community" steht weiterhin daneben und will lieber um jeden Preis beim heterosexistischen Zirkus "dabei sein", als diesem Wahnsinn endlich aktiv etwas entgegenzusetzen. Zentrale Handlungsfelder und auch Lösungsansätze werden sogar in diesem Forum immer wieder benannt - aber die Bereitschaft, dafür gemeinsam konkrete Schritte zu unternehmen, geht offensichtlich gegen Null.

    Was muss eigentlich noch passieren, bis wir endlich mit ganzer Kraft dafür kämpfen, dass die allgegenwärtige und -mächtige heterosexistische Indoktrination, die jede Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung immer brutaler von kleinauf im Keim erstickt, ein Ende findet???
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#7 nixdaAnonym
  • 16.05.2011, 14:20h
  • war sicher einer der nazis die bereits seit mitte letzter woche kreuzberg terrorisieren.
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#8 SebiAnonym
  • 16.05.2011, 16:49h
  • Solange Politik und Kirchen uns weiter diskriminieren und als minderwertig darstellen und damit ein Klima des Hasses erzeugen, wird sich das auch nicht ändern.

    Um wirklich was zu ändern und solche Sachen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren muss man den entsprechenden Parteien und Kirchen die Macht entziehen. Z.B. solche Parteien nicht wählen und aus solchen Kirchen austreten. Das ist das einzige, was hilft.

    Wenn wir das nicht machen, darf sich niemand wundern, wenn er selbst dann auch mal Opfer von sowas wird...
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#9 JoonasAnonym
  • 16.05.2011, 17:02h
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • Volle Zustimmung!!

    Wer noch solche Parteien wählt, die uns nicht vollständig gleichstellen wollen (z.B. CDU/CSU und FDP) trägt mit zu einer solchen Stimmung und solchen Vorfällen bei!

    Viele sind sich gar nicht unserer Macht bewusst! Würden wir nur mal 2-3 mal alle an einem Strang ziehen und solche Parteien nicht mehr wählen, würden sie sich auch sehr schnell ändern, weil sie merken, dass sie sonst nie mehr regieren werden.
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#10 KlausRAnonym
  • 16.05.2011, 18:12h
  • Irre Welt: Da sind seit Jahrzehnten unzählige Schwule aus der Provinz nach Berlin gezogen, um freier leben zu können, und im Jahre 2011 dürfen sie sich gerade in den ach so freien Bezirken wie Kreuzberg und Mitte kaum noch offen zeigen aus Angst vor in Rudeln auftretenden Kriminellen, die man in Berlin aber nicht Kriminelle nennen darf, sondern zu denen man "Jugendliche" sagen muss. (Sie hatten ja eine so schwere Kindheit und wurde selbst diskriminiert!)
    Weil die schwulen Gutmenschen aber nicht wahrhaben wollen, dass Berlin als Schwulenparadies dem Ende entgegen geht, wählen sie weiterhin die Grünen und die Linke.
    Ich kenne inzwischen eine ganze Reihe schwuler Paare, die von Berlin in die tiefste Provinz gezogen sind, um ihre Ruhe zu haben.
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