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In der Regel bemerkt man eine Phimose bereits in der Pubertät - doch manche Jungs trauen sich nicht, die verengte Vorhaut gegenüber Mutti oder einem Arzt anzusprechen

Manche Männer können bei ihrem Ständer die Vorhaut nicht über die Eichel schieben - ein Arztbesuch ist dann angebracht.

Von Dennis Klein

Auch wenn Du vielleicht eher auf unbeschnittene Schwänze stehen solltest - manchmal ist die Entfernung der Vorhaut aus medizinischen Gründen notwendig. Bei einer so genannten Phimose kannst du die Vorhaut nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückschieben - ein Ständer ist mit Schmerzen verbunden. Wird die Vorhaut zu fest zurückgezogen oder womöglich beim Sex überdehnt, bilden sich Risse auf der Innenseite, durch deren Vernarbung sich das Gewebe weiter zusammenzieht. Das hat zur Folge, dass die Vorhaut noch enger wird. In der Regel merkt man eine Phimose bereits in der Pubertät - wenn man anfängt, sich einen runterzuholen...

Mit dem Begriff "spanischer Kragen" oder auch Paraphimose bezeichnet man eine verengte Vorhaut, die die Eichel regelrecht einklemmt. Weil das Blut nicht mehr richtig abfließen kann und sich auch viel Gewebsflüssigkeit in der Eichel anstaut (Ödem), kommt es zu einer zum Teil sehr starken und vor allem schmerzhaften Schwellung der Eichel. Die Durchblutungsstörungen können zum Absterben von Gewebe in der Eichel führen (Nekrose). Zudem kann man sich schwere bakterielle Infektionen einfangen.

Zunächst wird ein Arzt versuchen, die Schwellung per Hand wieder auszudrücken und die eingeklemmte Vorhaut dadurch wieder in ihre richtige Position zu bringen. Wenn dies keinen Erfolg bringt, wird die Vorhaut an einer Stelle operativ eingeschnitten, um die Verengung zu lösen. Später muss dann zusätzlich noch eine Beschneidung durchgeführt werden.

Vollständige oder teilweise Entfernung der Vorhaut?

Bei der Beschneidung kann die Vorhaut vollständig oder nur teilweise entfernt werden. In der Regel wird die Vorhaut jedoch komplett abgetragen. Dabei handelt es sich um einen relativ kleinen operativen Eingriff, der bei Erwachsenen unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt wird. Das Operationsrisiko ist gering, in seltenen Fällen kann es zu Nachblutungen kommen. In der Regel werden gute kosmetische Ergebnisse erzielt, dass heißt der Schwanz sieht auch nachher noch attraktiv und appetitlich aus. Bei der vollständigen Beschneidung wird die Vorhaut von der Eichel gelöst und schichtweise umschnitten. Dann fügt man die entstandenen Wundränder zusammen und vernäht sie mit einem selbstauflösenden Faden.

Bei der Teilbeschneidung (partielle Zirkumzision) wird die Vorhaut teilweise eingeschnitten und eine Glocke aus Plastik über die Eichel geschoben (Plastic-bell-Methode). Anschließend wird die Vorhaut am Glockenrand abgebunden, so dass die Blutversorgung des Gewebes unterbunden ist. Nach ein paar Tagen fällt die schwarz gewordene Vorhaut ab. Diese Methode wird allerdings meist bei kleinen Kindern angewendet.

Liegt nur eine geringfügige Vorhautverengung vor, wird mitunter nur ein kleines Stück der Vorhaut entfernt. Bei dieser Methode wird die narbig verengte Vorhaut abgetragen, die Wundränder werden so zusammengefügt, dass die Vorhaut insgesamt geweitet ist.

Nach der OP: Sexverbot für etwa zwei Wochen

Die Wunde heilt gewöhnlich innerhalb von zehn bis 14 Tagen ab. Um Schwellungen zu vermeiden, werden die Wundränder mit Salben behandelt. Der Schwanz kann mit weichen Mullbinden umwickelt werden, damit er vor unangenehmer Reibung in der Hose geschützt ist. Auch Schmerzmittel in Tabletten- oder Tropfenform können verschrieben werden. Mit Hilfe von desinfizierenden Sitzbädern lässt sich der Heilungsverlauf zusätzlich unterstützen. Nach zwei bis drei Monaten sollten eigentlich keinerlei Beschwerden mehr bestehen.

Nach Abheilen der Wunde ist es natürlich auch wieder möglich, sexuell aktiv zu werden. Am Anfang sollte man sachte ausprobieren, inwieweit die komplette Heilung abgeschlossen ist. Die Verwendung von Gleitcremes oder -gels ist hier umso empfehlenswerter.

Die Krankenkasse zahlt den Eingriff

Die Krankenkasse kommt bei einem medizinisch notwendigen Eingriff natürlich für die Kosten auf. Sollte es nicht zwingend nötig sein, liegen die Kosten zwischen 100 und 500 Euro. Darum solltest du vor einer Operation gut vergleichen und vor allen Dingen nicht am falschen Ende sparen. Schließlich willst du ja schnell wieder "zum Schuss" kommen - und einen optischen Hochgenuss behalten. Daher sollte man auf jeden Fall einen Mediziner wählen, dem man vertraut und der einem genau erklärt, wie die Operation und die Nachbehandlung von statten geht.

Die einzige Alternative, wenn die Panik vor einer Beschneidung doch zu groß sein sollte, ist eine Kortisoncreme. Sechs Wochen lang wird dreimal täglich die Spitze des Penis eingecremt. Die Vorhaut sollte dabei so weit wie möglich - ohne Kraftanwendung - zurückgezogen werden. Danach wird die Creme aufgetragen. Bleibt diese Behandlung ohne Erfolg, sollte eine Operation erfolgen.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.05.2011, 16:33h
  • Ich hatte mal als kleiner Junge einen Phimose und es war höllisch! Am schlimmsten waren natürlich die Schmerzen nach dem Eingriff, aber ich lebe ja Gott sei Dank noch!
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#2 jemandAnonym
  • 20.05.2011, 23:01h
  • Cortisoncreme ist nicht die einzige Alternative zur Beschneidung. Es gibt auch andere Salben, die ähnlich wirken und selbst eine "sanfte" Dehntherapie kann schon bei leichten Verengungen wirksam sein.

    Zudem gibt es auch so genannte "vorhauterhaltende Operationen". Der Dreifach-Schnitt ist eine davon. Dabei werden drei kleine Schnitte längs gemacht und quer vernäht. Neben dem kompletten Erhalt der Vorhaut hat man auch oft den Vorteil kürzerer Heilungsdauer.

    Natürlich braucht man für beides einen fähigen Arzt, der die Amputation nicht als einzig wirksames Mittel ansieht.

    PS: 90% aller Phimosen lassen sich in Dänemark mit Salbenbehandlung reparieren. Sollte wohl auch in Deutschland so sein.
    PPS: Mal nach phimose-info . de googlen...
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