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Cyndi Lauper gilt seit Jahrzehnten als Stilikone

Kaum eine Künstlerin setzt sich mehr für die Rechte von Schwulen und Lesben ein als Cyndi Lauper. Mit ihrem jüngsten Blues-Album geht sie nun auf Tournee - und schaut auch in Deutschland vorbei.

Von Dennis Klein

Als Cyndi Lauper 1983 mit "Girls Just Want to Have Fun" die Hitparaden, Schwulendiscos und den neuen Fernsehsender MTV beglückte, galt Boy George noch als exzentrischer Heterosexueller, Madonna als wenig begabte Anfängerin und Lady Gaga war noch nicht einmal gezeugt. Lauper wurde mit ihren bunten Outfits zur Fashion-Ikone und das Lied überzeugte mit seiner jugendlichen Trotzhaltung nicht nur kleine Mädchen. Anders als andere junge Künstlerinnen ihrer Zeit konnte Lauper wirklich singen - und kämpfte mit ihren Produzenten stets darum, eigene Lieder und Inhalte in ihren Platten zu veröffentlichen.

Mit "Time After Time" und "True Colors" folgten in den nächsten Jahren weitere Hymnen. Nach mehreren Dance- und Popalben sowie einer Weihnachts-CD veröffentlichte die inzwischen 57-jährige Lauper im Herbst 2010 das Album "Memphis Blues", mit dem sie jetzt auf Tour geht. Im Juli tritt sie damit auch in Zürich, Basel, Wien, Luxemburg, Hamburg und Berlin auf.

Youtube | Lauper hat ihre Tour bereits in den USA begonnen

Erneute Grammy-Nominierung


Kaum eine Künstlerin war in den 80er Jahren bunter

Für ihr jüngstes Blues-Album arbeitete Lauper mit Musikergrößen wie B.B. King und Jonny Lang zusammen. Damit landete sie nicht nur einen Nummer-eins-Hit in den amerikanischen Blues-Chart, sondern wurde auch für einen Grammy nominiert. Das Album fand auch den Segen der Kritiker, die Lauper dazu beglückwünschten, dass sie sich in praktisch jeder Musikrichtung heimisch fühle. Die FAZ verglich "Memphis Blues" etwa mit Nina Hagens Gospel-Album "Personal Jesus" - hier wie dort habe eine "alternde Diva" versucht, auf "archaische Formen der Unterhaltungsmusik" zurückzugreifen. Anders als Hagen war Lauper in ihrem "Versuch" aber erfolgreich.

Dabei hat die in New York geborene Sängerin mit ihrer Musik nicht nur Alben an die schwule Zielgruppe verkauft, sondern setzt sich bereits seit Jahrzehnten für Homo-Rechte ein. So beklagt sie nicht nur Homophobie in ihren Liedern, sondern hat auch die Homo-Gruppen Gay Man's Health Crisis, die Matthew-Shepard-Foundation, sowie PFLAG finanziell gefördert. Sie selbst hat die Wohltätigkeitsorganisation True Colors Fund ins Leben gerufen. Damit will sie insbesondere unter Heterosexuellen für die Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transpersonen werben. Ihr Hauptanliegen ist aber die Obdachlosigkeit von homosexuellen Jugendlichen, die nach dem Coming-out aus ihrem Elternhaus geworfen wurden. Für diese Menschen will Lauper im New Yorker Stadtteil Harlem bis Ende des Jahres ein Asyl eröffnen (queer.de berichtete).

Auch wenn sie mit ihren Songs nicht mehr so stark in der Öffentlichkeit steht, mit ihrem Engagement für Homo-Rechte hält sie nicht hinter dem Berg. So nahm Lauper etwa 2010 bei der Reality-Spielshow "The Celebrity Apprentice" teil. Bei der Fernsehshow des Multimilliardärs Donald Trump müssen Kandidaten gute Geschäftsleute sein, etwa für einen Tag ein Restaurant leiten. (Die kurzlebige deutsche Version mit Rainer Calmund wurde 2004 unter dem Namen "Big Boss" auf RTL II ausgestrahlt.) Alle Promi-Kandidaten treten dabei für eine Wohltätigkeitsorganisation an, die in der Show beworben wird - Lauper für "True Colors". Zwar konnte sie sich am Ende nicht gegen Konkurrenten wie Bret Michaels oder Sharon Osbourne durchsetzen, sicherte aber 45.000 Dollar an Preisgeldern für "True Colors".

Youtube | Lauper kritisiert in der US-Realityshow "The Celebrity Apprentice" ihren Big Boss Donald Trump

Reality-Show um Cindy Lauper geplant


Cyndi Lauper beim CSD San Francisco

Künftig wird mehr im Fernsehen über Cindy Lauper zu sehen sein: Im Sommer unterschrieb sie einen Vertrag mit Starproduzent Mark Burnett für eine Reality-TV-Serie. Darin soll ihr Privatleben mit ihrem zwölfjährigen Sohn Declyn und ihrem Ehemann David Thornton gezeigt werden, mit dem sie seit rund 20 Jahren verheiratet ist.

Auch wenn Lauper bereits seit drei Jahrzehnten im Geschäft und längst kein "Girl" mehr ist - Lieder wie "Girls Just Want to Have Fun" singt sie auch heute noch immer gerne, so auch bei ihrer Welttournee. Das zeigt sie aber auch außerhalb der Konzertsäle: Als sie im März auf dem Flughafen von Buenos Aires mit anderen Passagieren auf ihren verspäteten Abflug warten musste, stimmte sie das Lied über das Lautsprechersystem der Wartehalle an - und die Passagiere vergaßen daraufhin ihre Wut auf die Fluglinie.

Auftritte im deutschsprachigen Raum:

05.07.2011 Zürich, Kaufleuten
06.07.2011 Basel, Grand Casino
09.07.2011 Esch/Alzette (Luxemburg), Rockhal
15.07.2011 Wien, Vienna Jazz Festival
18.07.2011 Hamburg, Laeiszhalle
19.07.2011 Berlin, Admiralspalast

Youtube | Cyndi Lauper gibt am Flughafen Buenos Aires ein Ständchen


#1 SebiAnonym
#2 TillAnonym
  • 19.05.2011, 07:57h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Und das schon seit Jahrzehnten!

    Auch schon, als es noch für die Karriere hinderlich war, sich für Homorechte einzusetzen...

    Das macht sie nicht nur, weil das gerade hip ist oder so, sondern aus tiefster Überzeugung!
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