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Scott Norton hat mal wieder ein Turnier gewonnen...

Inspiriert vom Coming-out des NBA-Clubpräsidenten Rick Welts hat sich nun auch ein Nachwuchs-Profibowler als schwul geoutet.

Der frühere Juniorenweltmeister Scott Norton hat auf der Website des nationalen Bowling-Verbandes zu seiner Sexualität Stellung genommen. Der 29-Jährige erklärte, dass er so beeindruckt von Rick Welts' Coming-out war, dass er sich nun nicht mehr verstecken will: "Während viele Sportler sich erst nach dem Ende ihrer Karriere offiziell outen, hat Herr Welts das gewagt, als er noch in der NBA aktiv war. Das hat mich ermutigt, selbst zuzugeben, dass ich ein schwuler Athlet bin", so Norton. "Ich will unbedingt anderen schwulen Athleten zeigen, dass ein Coming-out wichtig ist. So können wir demonstrieren, dass wir nicht anders als die anderen sind."

Norton sagte weiter, es habe "spezifische Hürden aufgrund meiner Sexualität" in seinem Sport gegeben, ging aber nicht auf Details ein. Er möchte nun nach der Offenbarung weiterhin unbekümmert seinem Sport nachgehen: "Ich hoffe, dass jeder mich weiterhin als die Person ansieht, die ich bin – nicht mehr und auch nicht weniger."

In amerikanischen Homo-Medien wird das neuerliche Coming-out gefeiert. Das Magazin "Outsports" erklärte etwa, dass der Mai nun der "schwulste Monat in der Sportgeschichte" gewesen sei. In letzter Zeit haben bereits eine ganze Reihe von Sportlern in den USA ihre Homosexualität nicht mehr verleugnet. Das prominenteste Sportler, der sich dieses Jahr outete, ist der Eiskunstläufer Johnny Weir (queer.de berichtete). Allerdings hat dieses Coming-out nur wenige Beobachter überrascht.

Derzeit gibt es in Deutschland eine Diskussion über Coming-outs im Profifußball. Zuletzt empfahl der Bayern-Kapitän Philipp Lahm schwulen Mitspielern, sich bedeckt zu halten, weil sie sonst Schmährufe der Fans ertragen müssten (queer.de berichtete). Andere Spieler, wie der Nationaltorhüter Manuel Neuer, empfehlen dagegen Offenheit (queer.de berichtete). Bislang hat sich im deutschen Profifußball der Herren aber noch kein einziger Spieler geoutet. (dk)



#1 FennekAnonym
  • 20.05.2011, 20:53h
  • Offenbar hat ein Bowler (den viele Fußballer vielleicht lächerlich finden) mehr Rückgrat und mehr Eier in der Hose als alle Fußballer zusammen.

    An dem können sich die angeblich so toughen Fußballer mal ein Beispiel nehmen!

    Wahre Sportler sind Vorbilder und keine Feiglinge, die sich ständig verstecken!

    Also Jungs:
    outet Euch! Alle zusammen, dann ist das kein Problem! Und erst dann merkt ihr, wie unfrei ihr vorher wart.

    Und dann seid ihr echte Vorbilder! Nicht nur für Schwule, sondern auch für Heteros! Dann wärt ihr Sportler im besten Sinne des Wortes.
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#2 seb1983
  • 20.05.2011, 21:55h
  • Antwort auf #1 von Fennek
  • Was ich mich bei dem Vorschlag Gruppenouting immer frage: Wie soll das praktisch klappen dass die sich finden? Alle beim DFB Vorstand melden, nen verschwiegenen Rechtsanwalt beauftragen?

    Es würde die Sache tatsächlich erleichtern, nur praktisch umsetzbar ist es wohl nicht.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.05.2011, 09:55h
  • Ein mutiger Schritt eines mit einem wunderbaren Lächeln ausgestatteten Mannes! Schade, daß man in Deutschland nicht so couragiert ist!
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#4 MalteAnonym
  • 21.05.2011, 13:02h
  • Antwort auf #2 von seb1983
  • Damals bei der "Wir haben abgetrieben"-Kampagne haben die 100 Frauen sich ja auch gefunden. Auch mitthilfe seriöser Journalisten, die abwarten können.

    Im Übrigen bin ich fest davon überzeugt, dass viele schwule Fußballer voneinander wissen oder vielleicht sogar welche zusammen sind, weil es innerhalb leichter zu verbergen ist.

    Ich glaube, wenn eine Handvoll schwuler Spieler das gemeinsam organisieren will, dass die anderen auch irgendwie davon erfahren und sich an die wenden können.

    Es muss ja auch nicht jeder dabei sein, aber je mehr, desto besser.
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#5 XDAAnonym
  • 22.05.2011, 00:15h
  • Die schwulen Fussballer könnten Kontakt zu Frau Dr. Eggeling aufnehmen. Sie betreut doch eh schon schwule Fußballer aus D und CH. Aber ein Gruppenouting ist eher unrealistisch. Früher oder später wird es dazu kommen.
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 22.05.2011, 07:25h
  • Also das Outing des Bowlingprofis Scott Norton ist zwar eine schöne Nachricht, logo.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Portal:Homo-_und_Bisexualit%C3%A4t/The
    menliste/Sport#Geoutete_M.C3.A4nner


    Aber so besonders ist das auch nicht. Es gibt mittlerweile viele geoutete schwule und lesbische Profisportler in Einzelsportarten und auch in Mannschaftsporarten mit "softeren", friedlichen Publikum. Da ist doch "fast" Alltag, auch wenn ein Artikel immer noch durchaus gerechtfertigt ist.

    Besonders positiv hervorzuheben sind eher schwule geoutete Profisporler in Mannschaftsportarten, die in Stadien mit Hooligans/agressiveren Publikum stattfinden und/oder sehr körpernahen Kampfsport aufweisen:

    Outings bei Profisportlern in den Sportarten Rugby (Gareth Thomas), Boxen, Eishockey, American Football und vor allem Fussball sind eher noch Mangelware und da dann als Nachricht schon hervorzuheben. Gareth Thomas ist da für mich die News schlechtin im Bereich Homosexualität und Sport in letzter Zeit.

    Bowling finde ich da eher schon eine Nachricht aus dem Sporsektor, die zwar schön ist, aber andereseits doch keine sensationelle Nachricht darstellt.
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