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In Minnesota hat das Repräsententenhaus am Wochenende darüber abgestimmt, ob sie ein Verbot der Homo-Ehe in der Regionalverfassung beantragt. Der Republikaner John Kriesel, ein Irakkriegs-Veteran, setzte sich unter Tränen für die Gleichbehandlung von Homosexuellen ein. Die Erkenntnis, dass Schwule und Lesben nicht diskriminiert werden sollten, machte er im Krieg:

Vor fünf, sechs Jahren hätte ich wahrscheinlich mit "Ja" gestimmt. Ich dachte nur an meine eigene Familie, nur was meine Frau und meine Kinder betrifft und nichts anderes. Alles veränderte sich, als ich nach Irak ging und dort fast getötet wurde. Ich erinnere mich, wie ich da lag, an mir herunter schaute und meine verstümmelten Beine sah. Ich dachte, das war's, hier endet mein Leben. Und dann hab ich an meine Frau gedacht und an meine Kinder. Die Liebe, die ich für sie empfinde, hat mir in diesem Augenblick den Mut gegeben, weiter zu kämpfen.

Ich bin aufgewacht. Das hat mich verändert. So beschissen dieser Tag auch war, ich habe damals viel gelernt. Ich bin ein besserer Mensch geworden. Denn ich habe darüber nachgedacht, was ich ohne meine Frau tun würde. Sie macht mich glücklich in einem harten Leben, in schwierigen Zeiten. Es ist nicht leicht für Menschen, dieses Glück zu finden. Und wenn manche es trotzdem finden, dann versuchen wir, es ihnen wegzunehmen. Wir sagen: "Ihr könnt zusammen sein, ihr könnt euch lieben, aber heiraten dürft ihr nicht."

Das ist falsch. Für so etwas habe ich nicht gekämpft. Das bin nicht ich. Hört ihr mich, da draußen? (Jubel) Das ist das Amerika, für das ich gekämpft habe, und darauf bin ich stolz.

Danach zeigte Kriesel das Foto des Unteroffiziers Andrew Wilfahrt, der Anfang des Jahres in Afghanistan gefallen ist (siehe Bild rechts). "Ich kann so jemandem nicht sagen: Du warst gut genug, dein Leben für unser Land zu geben, aber nicht gut genug, um die Person zu heiraten, die du liebst."

Der Appell hat nichts genützt: Am Ende votierten die Abgeordneten mit 70 gegen 62 Stimmen für das Verbot der Homo-Ehe in Minnesota (Kriesel konnte nur drei der 72 Republikaner überzeugen, mit ihm zu stimmen). In einem Volksentscheid wird nun im kommenden Jahr endgültig darüber entschieden, ob das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in die Regionalverfassung von Minnesota aufgenommen wird. (dk)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 23.05.2011, 15:53h
  • Super Sache, dann birgt der Afghanistan-Krieg ja doch voll viel Gutes in sich - toll!
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#2 marley
  • 23.05.2011, 16:29h
  • Wen so eine Rede kalt lässt,muss echt gefühlskalt sein,in dem Fall trifft das mal wieder auf "christliche" Konservative zu
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 TimonAnonym
  • 23.05.2011, 21:26h
  • Tja, wenige Aufrechte machen aus einer Hass-Partei keine neue Partei.

    "Man hat mir eine Medaille verliehen, weil ich einen Mann tötete und mich ausgemustert, weil ich einen liebte."
    (Sergeant Leonard Matlovich)
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#5 eMANcipationEhemaliges Profil
#6 simonaAnonym