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Im sächsischen Landtag hat ein NPD-Abgeordneter die Grünen angegriffen, weil sie sich für Homosexuelle einsetzten, obwohl sie "biologisch nichts zum Fortbestand der Volksgemeinschaft beitragen".

Jürgen Gansel, der als einer der wenigen Theoretiker in seiner Partei gilt, brachte in seiner sechsminütigen Rede eine ganze Reihe von Beleidigungen gegen Schwule und Lesben unter: So sei gleichgeschlechtlicher Sex "unappetitlich" und Homo-Paare nichts weiter als "eine beliebige Spaßgemeinschaft". Ferner seien Homosexuelle generell "Ausreißer aus der Natur" und eine "Panne der Humanevolution". Schwulen empfahl der 36-jährige, sich im Straight-Acting zu üben: "In der Öffentlichkeit haben sie aber das Anstandsgefühl der übergroßen heterosexuellen Bevölkerungsmehrheit zu akzeptieren und eine Zurschaustellung ihrer Sexualneigungen zu unterlassen, wie sie etwa auf Schwulenparaden zelebriert wird."

In Rage gebracht hatte den Parlamentarier eine Große Anfrage der Grünen zum Thema "Situation der Nicht-Heterosexuellen in Sachsen". Darin fordert die Ökopartei die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Landesrecht. Sachsen ist das letzte Bundesland, das weiter auf der Ungleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnern beharrt. Homo-Gruppen haben deshalb bereits zu Protesten aufgerufen (queer.de berichtete). Neben der NPD lehnt auch die schwarz-gelbe Regierungskoalition von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ab.

Gansel macht sich in seiner Rede über die Anfrage lustig – etwa auf die Frage, welche sächsische Kommunen eine gemeinsame Bestattung von eingetragenen Lebenspartnern verbieten. Der NPD-Politiker witzelte darauf, die Grünen könnten auch fragen, "in welchen Kommunen sich Schwule und Lesben in Doppelsärgen zum Händchenhalten oder in Doppelstocksärgen beerdigen lassen können?". Seine Rede beendete er mit den Worten: "Hören Sie auf mit der Verschwuchtelung des sächsischen Parlamentarismus".

Mit der NPD sitzt Gansel bereits seit 2004 im sächsischen Parlament. Er war vorher bei der CDU und dem Bund freier Bürger aktiv gewesen. Im Landtag sorgte er gleich für mehrere Eklats: Mal prügelte er sich im Hohen Haus mit seinem parlamentarischen Berater, mal setzte er die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten mit Angriffen auf deutsche Städte im zweiten Weltkrieg gleich. In redaktionellen Beiträgen erklärte er außerdem, das "jüdische Sonderverhältnis zum Geld" sei für die Wirtschaftskrise verantwortlich. (dk)



#1 SchrottboykottAnonym
  • 27.05.2011, 11:10h
  • Grüne werfen NPD "Verblödung" vor ^^

    Weil die NPD nichts zum Fortschritt der Gesellschaft beiträgt...

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#2 J. R.Anonym
  • 27.05.2011, 11:16h
  • Frage: hat J. Gansel seinen Vater geliebt?

    Hatte er in der Schulzeit oder später einen Freund
    gehabt?

    Wenn diese 2 Fragen von ihm mit ja beantwortet
    wird, so hat er auch eine homogene Veranlagung!
    Obwohl dieses mit Sex nichts zu tun hat, so hat
    er eine homogene Neigung in sich. (wie fast alle
    Menschen dieser Welt)
    Also sollte Hr. Gansel entweder sich auf den Mond schießen lassen oder sein schmutzigen Mund einfach nur ZU lassen !!!! Antworten » | Direktlink »
#3 goddamn. liberalAnonym
  • 27.05.2011, 11:28h
  • Auf Volksverhetzung prüfen (was angesichts der sächsischen Justiz sicher nicht erfolgreich sein dürfte, zumindest, wenn sie so rechtslastig ist wie alle anderen Instutionen dortselbst).

    Ansonsten: Genau prüfen, ob der hochgeschätzte Staatsgast, der uns im September dräut, aber auch hochwürdige evangelische Altbischöfe in offenen Briefen und andere Stützen der Gesellschaft nicht ebenso hetzen wie der rechte Rand... Die Antwort ist wäre wohl eindeutig. Was z. B. angesichts der NAPOLA-Prägung des evangelischen Ex-Landesbischof Leich (Thüringen) auch nicht wirklich erstaunen kann...
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#4 SchrottboykottAnonym
  • 27.05.2011, 11:34h
  • "Neben der NPD lehnt auch die schwarz-gelbe Regierungskoalition von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ab."

    Zeigt sehr deutlich die geistige Nähe dieser Parteien. hat wohl mit der Strategie zu tun, dass es nichts re4chtes neben der Unionsparteien geben soll. Den Speichellecker FDP mal ganz aussen vor gelassen ...

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#5 Lapushka
#6 MinkAnonym
  • 27.05.2011, 11:40h

  • Leider kein Kabarett. NPD gehört verboten!

    Toll, dass DIE GRÜNEN mit ihrer Anfrage die geistigen Fähigkeiten der NPDlerInnen mal wieder offenlegten.

    Da saß aber doch sicher der ein oder andere CDUler im Landtag, der im Prinzip dem NPDler zustimmt, das aber anders sagen würde: "Schutz der Ehe, Gott schuf Mann u. Frau, ...usw.".
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#7 AlexAnonym
  • 27.05.2011, 11:43h
  • Was soll man auch schon von jemandem erwarten, der vermutlich nichts dagegen hätte "die Endlösung" tatsächlich zu vollenden und sicher liebend gern auf den Geburtsstationen umherrennen würde, um Mütterkreuze zu verleihen?

    Mich wundert nur, dass es keinen Ordnungsruf durch das Lantagspräsidum gab. Zumindest steht hierzu nichts im obigen Artikel.

    Und: Gut, dass es queer.de gibt. Die Mainstream-Medien berichten natürlich wieder mal nicht über solch empörendes Verhalten.
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 27.05.2011, 11:56h
  • Antwort auf #4 von Schrottboykott
  • Dieser Mann sollte gefälligst sofort aus dem Landtag in Sachsen entfernt werden und die NPD gehört verboten !!!

    ---
    @Schrottboykott
    Sorry deine Hetze gegen die FDP trage ich natürlich nicht mit. Die FDP hatte bis vor kurzem den ersten offen homosexuellen Bundesvorsitzenden und hat in vielen Landtagen die Gleichstellung im Landesrecht jeweils mitgetragen. Das es in Sachsen nicht passiert, liegt an der sächsischen CDU und nicht an der FDP.

    Also so sehr unsere Linken auch immer gegen die FDP stänkern, bitte bei der Wahrheit bleiben.

    Ansonsten die Grünen haben das sehr gut mit Ihrer Grossen Anfrage gemacht und wie immer mit Abstand die beste Partei im Parteienspektrum, was die Rechte homosexueller Menschen angeht.
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#9 TweedyAnonym
  • 27.05.2011, 12:11h
  • Man kann Herrn Gansel auch einmal fragen, was er zum "Fortbestand der Volksgemeinschaft" beigetragen hat.

    Jahrgang 1974, Familienstand ledig

    Die vielfältigen Konstellationen, in denen auch Nicht-heterosexuelle Menschen Kinder bekommen und großziehen kann er sich sicherlich gar nicht vorstellen. Für diese Eltern ist der Weg zum Kind oft steinig und wohl überlegt, diese Kinder sind gewollt und geliebt.

    Sehr zu bedauern ist die Einstellung der Tigerentenkoalition. Sachsen will immer Vorreiter sein, sich alsattraktiv für hochqualifizierte Menschen anpreisen usw. Hier ist der Freistaat Schlusslicht und CDU und FDP unterstützen mit ihrer Haltung den unerträglichen Populismus der Braunen noch.
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#10 stromboliProfil
  • 27.05.2011, 12:17hberlin
  • ein stadtbekannter ex-neonazi lässt sich in szenelokalen fisten und findet dicke schwänze besonders attraktiv!
    Gleichzeitig befindet er sich in bester gesellschaft mit m. kühnen (rip) oder althans, a.schlesinger...
    wer will aber schon wissen, auf welcher wippe liegend, dem herrn gansel diese beiträge zufliegen...
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