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Prag hat bislang als einzige europäische Hauptstadt keinen CSD erlebt - im August wird sich das ändern.

Von Carsten Weidemann

Tschechien ist der homofreundlichste frühere Ostblockstaat: Seit 2001 werden Schwule und Lesben in einem umfassenden Antidiskriminierungsgesetz geschützt - fünf Jahre, bevor der Deutsche Bundestag nach großem Streit das Gleichbehandlungsgesetz verabschiedete. 2006 führte die Prager Regierung zudem eingetragene Partnerschaften ein, als erstes osteuropäisches Land. Der schwul-lesbische Verband "Gay Iniciativa" löste sich daraufhin auf - angeblich, weil schon alles erreicht worden sei (queer.de berichtete). Dabei gab es in der tschechischen Hauptstadt noch nicht einmal einen CSD: Während hierzulande in "Provinznestern" wie Lüneburg und Darmstadt gefeiert wird, war in Prag das schwul-lesbische Filmfestival das Höchste der Gefühle.

Zur ersten Parade werden 1.500 Teilnehmer erwartet

Nun ist die Szene in Prag aufgewacht: Zwischen dem 10. und 14. August wollen Schwule und Lesben dieses Jahr für gleiche Rechte demonstrieren. Dabei versprechen die Veranstalter ein umfangreiches Programm im Zusammenarbeit mit Prager Firmen und Vereine. So soll Sportveranstaltungen, Theateraufführungen, Ausstellungen, Stadtführungen, Partys und sogar ein "Kinder-Event" geben. Das Programm wird in Kürze bekannt gegeben.

Als Höhepunkt des Festivals versprechen die Veranstalter eine Parade am Samstag (13. August). Sie soll durch die Innenstadt führen und mit einem Konzert auf der Střelecký-Insel enden, bei dem nach Angaben der Veranstalter "viele lokale und internationale Stars auftreten werden". Das Konzert soll viele Unentschlossene anziehen: "Die Parade ist neu für Prag und wir erwarten etwa 1.500 Teilnehmer. Auf dem Konzert- und Festivalgelände hoffen wir auf eine größere Teilnehmerzahl, da das Konzert wohl mehr Menschen mobilisiert", so die Organisatoren.



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#1 Iceman
  • 30.05.2011, 13:30h
  • Erstens mal freut es mich, dass es in Prag zum ersten mal einen CSD geben soll. Das ist für andere osteuropäische Staaten ein positives Signal.

    Zum Anderen verbitte ich es mir, Darmstadt als Provinznest zu bezeichnen. Darmstadt hat als Regierungspräsidium Städte wie Frankfurt oder Wiesbaden unter seiner Verwaltung. Außerdem gibt es in Darmstadt die weltweit angesehene Technische Universität.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.05.2011, 17:03h
  • Da haben sich unsere Nachbarn aber ja ganz schön lange Zeit gelassen. Aber es ist sehr löblich und ich hoffe, daß alles gut über die Bühne geht und nicht irgendwelche christlichen Fundamentalisten (vor allem die Katholische Kirche sei da zu nennen) die Veranstaltung nicht torpedieren.
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#3 tetickaProfil
  • 31.05.2011, 18:47hja auch
  • Erstens sollte der Autor seine Geografiekenntnisse doch mal überprüfen. Sicher gehörte Tschechien damals noch als Tschechoslovakei zu den sogenannten Ostblockstaaten. Aber 21 Jahre nach dem Zerfall des "Ostblocks" Tschechien als osteuropäisches Land zu bezeichnen, grenzt für mich einfach nur an Ignoranz. Tschechien liegt in Mitteleuropa. Prag wurde mal als das Herz Europas bezeichnet.

    Zweitens erweckt der Artikel den Eindruck, in Tschechien hätte es noch nie sowas wie einen CSD gegeben. Sicherlich in Prag noch nicht, aber in Brno und anderen Städten.
    Einfach mal nach "duhova parada" (Regenbogenparade) googeln oder hier schauen:

    cs.wikipedia.org/wiki/Gay_Pride
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