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Auch in Deutschland sind Homo-Heiler aktiv

Der in mehreren deutschen Städten aktive Bund katholischer Ärzte will Schwule und Lesben via Naturheilkunde zu Heterosexuellen machen.

Der Verband, der aus den Katholischen Ärzten in München hervorgegangen ist, schreibt auf seiner Website: "Es gibt religiöse, psychotherapeutische und medizinisch-homöopathische Möglichkeiten der Behandlung bei Homosexualität und homosexuellen Neigungen". Homosexualität sei zwar "keine Erkrankung", könne aber trotzdem geheilt werden, etwa mit der Einnahme von Platin in homöopathischen Dosen. Auf der Seite ist auch der Brief eines "Betroffenen" zu lesen, der erklärt, "unter solchen Neigungen" zu leiden.

Die katholischen Ärzte haben eigenen Angaben zufolge das Ziel, sich "einem destruktiven Zeitgeist" zu widersetzen und "christlich-katholische Werte" zu vermitteln. Geleitet wird der Verband von Dr. Gero Winkelmann, der früher in der Christliche Liga aktiv war. Die Minipartei kämpfte bis in die 1990er Jahre aggressiv gegen Abtreibung und Homo-Rechte. Er ist derzeit als in einer Privatpraxis in Unterhaching aktiv und hat sich besonders auf die umstrittene Behandlungsmethode Homöopathie spezialisiert, die nicht auf Wissenschaft sondern auf Überlieferungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert basiert.

Homosexualität als menschliche Schwäche, die es zu überwinden gilt


Die "Therapiemöglichkeiten" auf der Homepage des Bunds katholischer Ärzte

Der Bund katholischer Ärzte ist Teil der "Ex-Gay"-Bewegung, die insbesondere in den USA erfolgreich agiert. Die Verfechter glauben, dass Homosexualität nur eine menschliche Schwäche sei, die es zu überwinden gilt. Ihre Thesen werden von fast allen Wissenschaftlern abgelehnt. So stellte der US-Psychologenverband erst 2009 in einer Metastudie fest, dass gleichgeschlechtliche Gefühle nicht wegtherapiert werden kann. Vielmehr führt eine Verteufelung von Homosexualität zu psychischen Problemen bis hin zum Selbstmord.

Auch in Deutschland sind diese Thesen jedoch weiterhin beliebt, nicht nur unter Katholiken sondern auch unter evangelischen Pfarrern (queer.de berichtete). Der LSVD hat deshalb bereits im letzten Jahr Homo-Heilern den Kampf angesagt (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Lapushka
  • 31.05.2011, 15:05h
  • Yo und ich kann Penisse dauerhaft um mindestens 5 cm vergrößern durch eine spezielle buddhistische Atemtechnik die ich bei thailändischen Mönchen gelernt habe.
    Das funktioniert echt und ist total seriös. Ihr müsst mir nur 10.000 Euro im Vorraus geben.

    Aber was sind schon 10.000 Euro wenn man danach einen größeren Pimmel hat?
    Also überlegts euch

    Oh man, wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.
    Was mir nur Sorgen macht, ist, dass es vielleicht echt Leute gibt die verzweifelt genug sind, auf solche Quacksalber reinzufallen und sich das Geld aus der Tasche ziehen zu lassen oder psychisch danach noch kaputter sind als vorher, weil es nicht funktioniert und ihnen dann noch die Schuld dafür gegeben wird.

    Das tun diese Leute ja gerne um sich bereits im Vorfeld abzusichern. Gibt es keinen Behandlungserfolg, ist der Patient schuld weil er es nicht genug versicht hat.
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#2 goddam. liberalAnonym
#3 JoonasAnonym
  • 31.05.2011, 15:23h
  • Die geistig Verwirrten schlagen mal wieder zu...

    Jetzt wollen sie die Gehirnwäsche, die sie selbst durchgemacht haben auch auf andere anwenden.

    "Kirche ist das Asyl der Dummen!"
    (Spinoza)
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#4 jojoAnonym
  • 31.05.2011, 15:24h
  • ääh... "religiöse möglichkeiten der behandlung"? therapien für gesunde?

    was sagen andere ärztevereinigungen dazu, dass hier angebliche ärzte in aller öffentlichkeit auf die grundlegendsten fundamente ihrer zunft scheißen?

    (und mal nebenbei: das ist eine der grottigsten webseiten, die ich seit langem gesehen habe. das kommt davon, wenn man schwule ausgrenzt. )
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#5 Knueppel
  • 31.05.2011, 15:26h
  • Denen sollte sofort die Zulassung entzogen werden!

    Wer so in der Vergangenheit lebt (ich tippe mal auf die 1950er Jahre ...), beweist damit nur, dass er die - gerade im medizinischen Bereich - äußerst wichtige Weiterbildung, um auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse zu sein, sträflich vernachlässigt hat.

    PS Wer die sexuelle Identität/Orientierung/Ausrichtung als "Neigung" bezeichnet, sollte sich fragen, wie er mit seiner "heterosexuellen Neigung" zurechtkommt ... :-) Was für ein Schwachsinn!

    Bißchen Weiterbildung für die Weißkittel mit der schwarzen Weltsicht ...

    www.youtube.com/watch?v=a5F46vNf1rU&feature=player_embedded
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#6 Simon H.Anonym
  • 31.05.2011, 15:30h
  • Es ist erwiesen, dass solche Umpolungsversuche nicht funktionieren und schwere psychische Schäden verursachen können, die bis zum Selbstmord führen können.

    Und selbst, wer sich darauf nicht einlässt, leidet darunter, weil wieder mal das Bild erweckt wird, Liebe sein ein Defekt, den man kurieren müsse. Das fördert wieder ein gesellschaftliches Klima des Hasses.

    Wann stoppt endlich jemand diesen Hassverein?

    Ärzte sollten Gesundheit fördern, statt ruinieren! Denen gehört sofort die Approbation entzogen!
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#7 AndreasAnonym
#8 CarstenFfm
#9 MalteAnonym
  • 31.05.2011, 15:43h
  • Die katholische Kirche ist schon gefährlich genug.

    Wenn jetzt auch noch Vertrauenspersonen wie Ärzte deren Machenschaften unterstützen, wird es höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen.
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#10 Frankyboy
  • 31.05.2011, 15:44h
  • Liebe Katholiken, ich will gar nicht "geheilt" werden!
    Was soll man dazu noch sagen. Einfach ohne Worte...
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