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Ole von Beust: Mehr als Ministerpräsident ist in der CDU nicht drin

Ole von Beust beklagt neun Monate nach seinem Rücktritt als Hamburger Bürgermeister mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten von Homosexuellen in der CDU.

"Ministerpräsident ist das Äußerste", was ein Homosexueller in der CDU werden könne, sagte er dem "ZEITmagazin". "Ich selbst wäre auch nie Spitzenkandidat geworden, wenn die Leute geahnt hätten, dass ich gewinnen könnte. Ich war ja eher eine Verlegenheitslösung, der Jungspund, der immer so aussieht, als käme er vom Segeln." Er wisse, dass Helmut Kohl 1997 gegen seine Kandidatur in Hamburg gewesen sei. Damals legte die CDU bei der Bürgerschaftswahl jedoch sechs Prozent zu und sicherte die Beusts Position als Fraktionsvorsitzender.

In dem Interview kritisiert Beust auch das Verhalten der Medien nach seinem erzwungenen Outing durch den damaligen Hamburger Innensenator Ronald Schill im Jahr 2003. Zeitungen hätten anschließend "monatelang mein Privatleben durchforstet", sagte von Beust. "Die haben bei Handwerkern angerufen, ob es Vorrichtungen an der Wand gibt, an denen jemand gefesselt werden kann, ob es Spiegel überm Bett gibt. ... Dieses Gefühl, dass das eigene Umfeld abgeschöpft wurde - das hat mich wirklich belastet." Die öffentlichen Äußerungen von Schill, der ihm eine Beziehung mit dem damaligen Justizsenator Roger Kusch (CDU) vorwarf, hätten ihn hingegen "nicht in meinem Innersten berührt".

Beust will keine Klemmschwester gewesen sein

Der 56-Jährige wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe seine Homosexualität versteckt. Schon vor dem Outing habe er immer "sehr offen gelebt", wollte sich aber nicht für Dinge rechtfertigen müssen, "die keinen etwas angehen". "Und ich wollte nicht der schwule Fraktionsvorsitzende sein, sondern der Fraktionsvorsitzende, der vielleicht auch schwul ist", so Beust.

In dem Interview erklärte der CDU-Politiker auch, dass er möglicherweise in die Politik zurückkehren werde. Er sehne sich nicht nach einem Comeback, würde eine "eine interessante Aufgabe" nicht unbedingt ausschlagen. Das Amt des Bundespräsidenten hat es Beust besonders angetan: "Ach, wenn man mich gefragt hätte - ich hätte nicht Nein gesagt."

Ole von Beust war von 2001 bis 2010 Erster Bürgermeister in Hamburg, erst in einer Koalition mit Schill-Partei und FDP, dann mit absoluter Mehrheit und schließlich in einer Koalition mit den Grünen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.05.2011, 17:35h
  • Ole von Beust (von mir liebevoll "Beusti" genannt) hat den Nagel auf den Kopf getroffen! Gut, daß ich kein CDU-Mitglied bin!
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#2 Lapushka
  • 31.05.2011, 17:41h
  • "Die haben bei Handwerkern angerufen, ob es Vorrichtungen an der Wand gibt, an denen jemand gefesselt werden kann, ob es Spiegel überm Bett gibt. ... Dieses Gefühl, dass das eigene Umfeld abgeschöpft wurde - das hat mich wirklich belastet."

    KRANK!
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#3 LudmillerAnonym
#4 alexander
  • 31.05.2011, 17:54h
  • jaja, uns ole ? kann mich nicht erinnern, dass er in die cdu " gezwungen " wurde ???
    somit stellt sich die frage : was wollen schwule in der cdu ???
    und dann noch der mangel an aufstiegsmöglichkeiten : schröcklich !

    nichts desto trotz, er war als ob ok !
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#5 Lapushka
  • 31.05.2011, 18:01h
  • Und dann wird immer gesagt, man soll (seine) Sexualität nicht so raushängen lassen und dass das Privatsache sein soll.

    Und dann versuchen irgendwelche Leute bei einem im Schlafzimmer rumzuschnüffeln, um sich im Falle eines Fundes bis zum Exzess darüber auszulassen.

    Manchmal denke ich, sowas ist eine Art Triebkanalisierung für untervögelte, sexualfeindliche Pseudo-Moralisten, die anderen nichts gönnen.
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#6 LudmillerAnonym
#7 schwarzwaldbub
  • 31.05.2011, 18:08h
  • @Ludmiller: Du bist ja echt krank. Was ist denn an Beziehungen zwischen älteren und jüngeren Männern so lustig? Ein Hetero mit einer jüngeren Frau ist ein toller Hecht, ein Schwuler mit einem jungen Freund ein Sugar-Daddy, oder was? Altersfeindlichkeit garniert mit einem kräftigen Schuss Homophobie ...
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#8 LudmillerAnonym
#9 Lapushka
  • 31.05.2011, 18:19h
  • Antwort auf #7 von schwarzwaldbub
  • Ne, heteros mit junger Freundin/jungem Freund sind auch Sugar-Daddys bzw. Mommys und die Frau/der Mann ein(e) Erbe-Abzockerin.

    Alt und jung Beziehungen wo der Altersunterschied extrem groß ist werden generell oft belächelt.
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#10 schwarzwaldbub
  • 31.05.2011, 19:20h
  • @Ludmiller: Sorry, aber etwas freundlicheres als "krank" fällt mir zu dem Stuss, den Du geschrieben hast, wirklich nicht ein.

    Reicht es jetzt, dass jemand in der CDU ist, dass man ihn jeder Würde berauben darf? Was hat Dir der Mann denn getan? Schon mal etwas von lgbt Solidarität gehört?

    Ich habe seit über zehn Jahren selbst eine Beziehung zu einem sehr viel älteren Mann und kenne einen Haufen Obszönitäten, Belästigungen und Unterstellungen - die Frage, ob wir Vater und Sohn wären ist noch die freundlichste.

    Ich bekomme einen Brechreiz, wenn ich so einen Mist lese - das ist das Niveau von Bild!

    @Lapushka: Weder ist mein Freund ein Sugar-Daddy, noch bin ich ein Erbschleicher.

    Hirn einschalten, dann schreiben...
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