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Dieses Poster war zu heiß für Australien...

In Australien sind Poster für die Aids-Prävention von Bushaltestellen entfernt worden, weil sich christliche Aktivisten darüber beschwert hatten - nach einem Aufschrei aus der Öffentlichkeit hat die verantwortliche Werbefirma ihre Entscheidung kurze Zeit später revidiert.

Am Montag haben Mitarbeiter der Firma Adshel die Poster der "Rip & Roll"-Aidskampagne ausgetauscht, obwohl auf dem Poster nur zwei angezogene Männer gezeigt werden. Zuvor hatten sich 47 Mitglieder der Australian Christian Lobby gegen die Poster protestiert. Sie würden gegen die "guten Sitten" verstoßen und "jungen Kindern zwangsweise Sexualität verkaufen".

Am Dienstagnachmittag nahm Adshel seine Entscheidung jedoch zurück - man sei von den christlichen Aktivisten übers Ohr gehauen worden, erklärte Adshel-Chef Steve McCarthy: "Uns wurde klar, dass wir das Opfer einer koordinierten Kampagne der Australian Christian Lobby geworden sind". Man habe nicht gewusst, dass die gehäuft auftretenden Beschwerden in der Region Brisbane von einer Organisation koordiniert wurden, da sich die Beschwerdeführer nicht als Mitglieder zu erkennen gegeben hätten. "Daher haben wir uns die Plakate noch einmal angesehen und entschieden, die Kampagne mit sofortiger Wirkung wieder zu starten", so McCarthy. "Wir haben keine Geschäftsbeziehungen zur Australian Christian Lobby. Die Plakate wurden nur entfernt, weil eine so große Anzahl von Beschwerden bei uns eingegangen ist."

Proteste via Facebook

Ein weit größerer Proteststurm ging aber in der Firma ein, nachdem sie die Präventionsplakate entfernt hatte: So hat sich auf Facebook die Gruppe "Homophobia - NOT HERE - Adshel Caves to Homophobic Pressure" gegründet, die es innerhalb von zwei Tagen auf 45.000 Mitglieder gebracht hat. Diese Gruppe wurde von Michael James gestartet, der zusammen mit seinem Lebenspartner auf den Plakaten abgebildet ist.

Die Plakate wurden von der "Queensland Association for Healthy Communities" erstellt. Die schwul-lesbische Gruppe begrüßte die schnelle Reaktion aus der Öffentlichkeit auf den Angriff der homofeindlichen Aktivisten: "Das hat gezeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen aus Queensland erkennen, wie nötig die Aufklärung bei sexueller Gesundheit ist. Sie haben die schwul-lesbische Community unterstützt und sich gegen Stigmatisierung und Diskriminierung gewendet."

Die Australian Christian Lobby ist eine 1995 gegründete Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, biblische Vorgaben in der aktuellen Politik umzusetzen. Sie verurteilt liberale Haltungen zu Sterbehilfe und Abtreibung, wehrt sich aber insbesondere gegen die Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Dabei warnt sie etwa davor, dass Kinder homosexuell werden könnten, wenn in der Öffentlichkeit über Schwule und Lesben gesprochen wird. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 eMANcipation*Anonym
#2 NiklasAnonym
  • 01.06.2011, 12:03h
  • Es kann doch wohl nicht sein, dass diese menschenverachtenden Fundamentalisten jetzt sogar schon freie Rede und Aufklärung einschränken können. Das zeigt, dass sie viel zu mächtig sind!

    Auch wenn das dann doch wieder verworfen wurde, ist es schlimm, dass erst ein Aufschrei der Entrüstung nötig ist, um diese hasserfüllten Fundamentalisten zu stoppen.
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#3 stromboliProfil
  • 01.06.2011, 12:19hberlin
  • Antwort auf #1 von eMANcipation*
  • momentan plakatiert berlin mit dem slogan freiheit = aids
    gezeigt wird ein campingbus im grünen, mit heraushängender (jugendlicher..)unterwäsche, der dem betracher suggeriert, dass im ferien-freizeitvergnügen ausgeübter sex zu aids führen wird..
    besser hätte es die ekd oder rkk auch nicht plakatieren können.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.06.2011, 13:21h
  • Ich hätte die Plakate hängen lassen und mich nicht dieser christlichen Lobbygruppe gebeugt!
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#5 HannibalEhemaliges Profil
#6 jojoAnonym
#7 alexander
  • 01.06.2011, 19:26h
  • egal wo man hinschaut, überall legen die religionsterroristen kräftig zu und schreien jedem zu (der es nicht wissen will), wie tolerant sie doch im grunde sind !
    wie war das ? gewalt erzeugt gegengewalt ?
    spätestens seit WIR PAPST sind, werde ich regelrecht aggressiv
    , wenn ich immer auf`s neue solche horrormeldungen von solchen hirntoten lesen muss !
    wie lange muss, oder soll sich die welt noch von diesen demagogen "missionieren oder domestizieren" lassen ???

    das ekelhafteste an diesem klüngel ist mit abstand die tatsache, das einem anders denkenden und lebenden, prinzipiell das existenzrecht abgesprochen wird !

    anstatt, dass dieses gesockse froh und glücklich ist, unbehelligt seinem GLAUBEN nachgehen zu können, muss jeder, der mit diesem haufen überhaupt nichts zu tun haben will, sich die hasstiraden und verunklimpfungen gegenwehrlos gefallen lassen !!!

    wenn es nicht so absurd wäre, könnte man wirklich glauben, diese mutationen wollen einen gottesstaat errichten ???
    aber nach allen erfahrungen der letzten jahre scheint dieser verdacht überhaupt nicht abwegig zu sein !
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#8 Pinsel
  • 01.06.2011, 20:10h
  • Und könntet ihr in meiner Gegenwart bitte öfters über Farbige und Latinos reden - n bissl Bräune täte mir gut...!!!
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#9 sonnenstichAnonym
#10 MatsAnonym
  • 01.06.2011, 21:22h
  • Diese totalitären Fundamentalisten wollen der ganzen Welt ihre Privatmeinung aufzwingen.

    Und diejenigen, die sich ihr Leben nicht diktieren und fremdbestimmen lassen, sollen dann wenigstens sterben.

    So ticken diese hasserfüllten Ewiggestrigen leider. Umso schlimmer, dass die Politiker weltweit nichts unternehmen oder die sogar noch schützen und unterstützen. Das belegt die immer noch viel zu große Macht diesen profitorientierten Vereins.
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