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Flagge zeigen mit nur ein paar Klicks auf der Tastatur: Ab sofort ist es möglich, die unten dokumentierte Resolution, die am 7. April 2011 vom Berliner Bündnis "Der Papst kommt!" verabschiedet wurde, online zu unterschreiben. Also los, Leute, mitmachen! (mize)

Im September 2011 besucht Papst Benedikt XVI. Deutschland. Dabei spricht er auch vor dem Deutschen Bundestag in Berlin. Dagegen protestieren wir. Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik. Sie grenzt Menschen aus und diskriminiert.

Wir wenden uns gegen den Papst als einen der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt. Auf internationaler Ebene kämpft der Vatikanstaat Seite an Seite selbst mit brutalen Diktaturen gegen die Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgender. Die Entscheidungen demokratisch gewählter Parlamente zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare schmäht Joseph Ratzinger als "Legalisierung des Bösen" und ruft Katholiken zum Widerstand auf.

Wir kritisieren die Missachtung der Rechte von Frauen, die der Vatikan in seinem Kampf gegen Gleichberechtigung und Selbstbestimmung an den Tag legt. Gerade die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen werden, z.B. durch das Verbot von Schwangerschaftsverhütung und -abbruch, deutlich negiert.

Wir verurteilen die Sexual- und Kondom-Politik des Papstes. Sie behindert in vielen Ländern massiv wirksame HIV-Prävention, stürzt Menschen in schwere Gewissenskonflikte, verdammt sie zu Krankheit und nimmt ihren Tod damit billigend in Kauf.

Wir protestieren gegen die demokratiefeindliche Politik von Papst Benedikt XVI., der die freiheitliche Gesellschaft eine "Diktatur des Relativismus" nennt. So hat er z.B. die Pius-Brüder wieder in die Kirche aufgenommen, obwohl sich in deren Reihen Holocaust-Leugner finden, sie die freiheitliche Demokratie ablehnen und die Strafbarkeit gleichgeschlechtlicher Beziehungen fordern.

Diese Kritik wird von vielen gläubigen Katholikinnen und Katholiken geteilt, die wir einladen, unseren Protest zu unterstützen.

Den Bestrebungen des Papstes, die eigenen Dogmen zur staatlichen Norm anderer Länder zu erheben, setzen wir unseren Widerstand entgegen.

Die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik von Papst Benedikt XVI. darf nicht unwidersprochen bleiben. Wir rufen alle Menschen zum friedlichen Protest in Berlin auf.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Die brandgefährliche Rede des Papstes

Ein Gast-Kommentar des schwulen Theologen David Berger zur Rede von Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag.
Liveblog: Das war der Papst-Besuch in Deutschland

Eine umstrittene Rede im Bundestag, zwei Plädoyers für die traditionelle Ehe und Familie und viel Protest und Enttäuschung: Der Besuch von Benedikt XVI. aus LGBT-Sicht zum Nachlesen.
Parteienstreit zum Papst-Besuch geht weiter

Benedikt XVI. könnte nun doch vor einigen leeren Sitzen im Bundestag sprechen, was CDU und CSU weiter erregt. Derweil sind die Vorbereitungen für die Proteste abgeschlossen.
#1 FloAnonym
  • 04.06.2011, 09:45h
  • Das sollte man natürlich machen, aber irgend so eine "Resolution" interessiert weder die Politik, noch die Medien, noch die Bürger und am allerwenigsten die Kirche und den Papst.

    Am wichtigsten ist und bleibt eine möglichst starke, laute Demo mit möglichst vielen Mitgliedern. Das beeindruckt die Leute viel mehr als irgendwelche Online-Petitionen, die sich im Zweifelsfall auch noch fälschen lassen. Aber eine Masse vor Ort kann nicht ignoriert werden.

    Außerdem kann man so seinen Protest in die Medien tragen. Wahrscheinlich sogar in die 20 Uhr-Tagesschau.

    Also:
    die Online-Unterzeichnung sollte man auch machen. Aber sie ersetzt nicht den viel wichtigeren Protest vor Ort. Ich werde in den Tagen extra von Köln nach Berlin fahren, um vor Ort Gesicht zu zeigen und meinen Protest gegen diese fundamentalistische Religion und die Verhöhnung von Demokratie lautstark kundzutun.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 KathiGr
  • 04.06.2011, 13:45h
  • So, ich hab mich auch eingetragen. Ich glaub' zwar nicht, dass es viel bringt, aber schaden kann's auf keinen Fall.
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#4 alexander
  • 04.06.2011, 13:58h
  • ich "bete" dafür, dass die demo ein grosser erfolg wird ! ich hoffe auch, dass viele, auch katholische christen, die nicht schwul sind, die gelegenheit nutzen um ihrem unmut über diesen papst ausdruck zu verleihen !!!
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#5 RobinAnonym
  • 04.06.2011, 14:56h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Volle Zustimmung!

    Man kann und sollte sich da eintragen, aber das nicht als Feigenblatt benutzen, nicht zu demonstrieren. Zumal solche Aktionen niemals die Wirkung haben, wie eine Demo, wo tatsächlich Gesicher sind und nicht nur anonyme Namen.

    Das Wichtigste und Effektivste bleibt nach wie vor die Demo, wo wir so viele sein müssen, dass man uns nicht ignorieren kann.
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#6 hoffnungAnonym
  • 04.06.2011, 16:02h
  • jeder sollte sich klarmachen, dass es hier
    " grundsätzlich " um unsere demokratie geht, die in diesem zusammenhang mindestens so wichtig ist wie unsere homorechte !
    ich wünsche mir noch eine grössere erreichbarkeit der allgemeinheit, ich denke es fehlt immer noch an aufklärung, es wäre ein fehler eine rein schwullesbische veranstaltung daraus zu machen, denn es betrifft uns wirklich alle in diesem land !

    vor allem wäre es ein enorm wichtiges signal, dass die bürger dieses landes keinen bock mehr haben auf die ewige bevormundung, die ohnehin nur darauf abgestimmt ist, menschen in ihrer vielfalt zu unterdrücken (milde ausgedrückt) !

    jeder der laufen kann, MUSS an der demo teilnehmen, ein paar hundert leutchen bringen absolut nichts ! nehmen wir uns ein beispiel an spanien ect. ! es muss absolut klargemacht werden das wir, die schwullesbischen bürger und auch die restliche bevölkerung berlins, sich diesen affront nicht bieten lassen !!!

    der nebeneffekt wäre ohnehin nicht schlecht, unsere politmissionare (inkl. wowi) würden mal richtig aufgeschreckt !
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#7 FelixAnonym
  • 04.06.2011, 21:23h
  • Antwort auf #6 von hoffnung
  • Richtig, es geht nicht hier nicht nur um die Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen...

    Es geht um die prinzipielle Frage, ob man zulässt, dass Minderheiten (egal welche) diskriminiert werden und gegen sie gehetzt wird.

    Und um die Frage, ob man solche Leute dann auch noch einlädt, vor dem demokratisch gewählten Bundestag zu reden.

    Es ist eine Verhöhnung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, wenn man die Trennung von Staat und Kirche aufhebt und den Papst im Bundestag reden lässt. Lässt die katholische Kirche auch Politiker in Kirchen Wahlkampfreden halten.

    Wer gegen Menschen hetzt (egal ob Schwule, Ausländer, Frauen, Behinderte oder wen auch immer) hat nichts vor dem Bundestag zu suchen. Und gegen solche Leute MUSS man als Demokrat protestieren!!
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#8 marioAnonym
#9 Simon H.Anonym
  • 05.06.2011, 16:26h
  • Ja! Am wichtigsten ist ohne Zweifel die Demo vor Art. Da muss man seinen Protest kundtun.

    Das erreicht viel mehr Menschen und erzeugt auch mehr Medienecho als irgendwelche Unterschriftenlisten.

    Die sollte man auch unterschreiben, aber man sollte auch zur Demo, wenn es einem irgendmöglich ist.
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#10 GolemProfil
  • 06.06.2011, 07:29h-
  • Antwort auf #7 von Felix
  • Nachtrag zum Thema Grüne und LGBT:

    Künast stoppt grüne Papst-Kritiker

    Soll Benedikt XVI. eine Rede vor dem Bundestag halten? Einige Grüne haben das abgelehnt - der Papst sei homophob, so die Begründung. Doch nach SPIEGEL-Informationen hat Fraktionschefin Renate Künast jetzt das Nein ihrer Fraktion kassiert.

    "Der Papst ist eingeladen, das ist in Ordnung so", sagt Renate Künast zur geplanten Rede des Kirchenoberhaupts vor dem Bundestag. "Da gehen wir hin - und zwar respektvoll." Die Fraktionschefin der Grünen korrigiert damit ihren Parlamentarischen Geschäftsführer Volker Beck.

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,735434,00.html

    Erst die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, dann das Führen völkerrechtswidrige Angriffskriege, die Zustimmung zu Überwachungsgesetzen, und jetzt die Rechte für LGBT?

    "Es ist eine Verhöhnung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, wenn man die Trennung von Staat und Kirche aufhebt und den Papst im Bundestag reden lässt."

    Leider sind Staat und Kirchen noch gar nicht getrennt:
    www.ibka.org/files/6-Punkte-2_0.pdf
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