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  • 05. Juni 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Sony Classical)

Der junge Jazzpianist zählt zu den wichtigsten lateinamerikanischen Musikern in Deutschland. Sein Album "Nostalgic Vision" erscheint bei Sony Classical.

Der ungemein talentierte Pianist und Komponist Bruno Böhmer Camacho hat eine glänzende Zukunft vor sich. Auf seinem neuen Album "Nostalgic Vision" glänzt er nun auch erstmals als Sänger. Wie der Albumtitel nahelegt, liegt den meisten Kompositionen, die nicht selten von Motiven karibischer Jazzmusik inspiriert wurden, ein nostalgisches Moment zugrunde. Das Werk vereint melodische Ausstrahlung und galante Kompositionskunst - eine bestechende lateinamerikanische Variante von Jazz meets Pop. Bruno Böhmer Camacho wuchs in Barranquilla auf, einer Millionenstadt an der kolumbianischen Karibikküste. Sein Großvater mütterlicherseits war Ángel María Camacho y Cano, ein international bekannter Musiker, Komponist und Förderer der karibischen Musik. Von seiner Mutter, der Konzertpianistin Lyra Mercedes Camacho, lernte Bruno Klavier spielen.

Youtube | Video-Special zum Album

2006 Auszeichnung mit dem Folkwang-Preis als bester Jazz-Student


(Bild: Sony Classical)

Der deutsche Pianist Günther Renz unterrichtete ihn in Harmonielehre, Komposition und Arrangement, und bereits mit neun Jahren gründete er das Jazz-Ensemble Latin Sampling, das auf diversen Jazzfestivals in Südamerika zu einer jugendlichen Jazzgröße avancierte. Mit 16 gewann Bruno den ersten Preis beim Nachwuchs-Wettbewerb "Jugend jazzt" in Bonn, ein Jahr später begann er als Stipendiat an der Folkwangschule in Essen. Im Mai 2006 wurde er mit dem Folkwang-Preis als bester Jazz-Student ausgezeichnet und 2008 erhielt er mit seinem Trio den Preis für das Beste Ensemble. Im Anschluss bekam er ein Stipendium für die Berklee School of Music in Boston, wo er von dem Vibraphonisten Victor Mendoza in die Berklee All Star Band aufgenommen wurde. Bereits während seines Studiums arbeitete Bruno Böhmer mit profilierten Jazzern wie Roy Louis, Stevie Woods, Cesar Perez, Nene Vasquez, Cuba Nova und dem European Jazz Ensemble. Mit seinem Quintett Latin Sampling veröffentlichte er im Jahr 2006 über die mit dem ecuadorianischen Produzenten und Toningenieur Daniel Orejuela Flores gegründete Produktionsfirma Allà das Album "Secrets".

Bruno Böhmer Camacho spielt auch bei den Klazz Brothers & Cuba Percussion 


(Bild: Sony Classical)

Mit seinen beiden Bandkollegen Juan Camillo Villa (Bass) und Rodrigo Villalón (Schlagzeug) gründete er das Bruno Böhmer Camacho Trio, das 2008 das Debütalbum "Herencias" veröffentlichte. Darüber hinaus ist er im letzten Jahr als Pianist in die deutsch-kubanische Formation Klazz Brothers & Cuba Percussion eingestiegen, die kubanischen Jazz und Klassik verbindet. Auf "Nostalgic Vision" finden sich unter den insgesamt zwölf Stücken fünf einfühlsam gesungene Jazzballaden, deren Lyrics alle aus seiner Feder stammen, darunter der melancholische, traumwandlerisch schöne Opener "Aschewolke" und die sehnsuchtsvolle Ballade "Quiero olvidar". Zudem finden sich zwei Coverversionen auf dem Album: eine lebhafte Interpretation von Stings "Fragile", mit Vitaliy Zolotov an der Gitarre, sowie "Poinciana", ein Klassiker des US-amerikanischen Jazzpianisten Ahmad Jamal. Weitere musikalische Akzente setzen Christian Mejia (Akkordeon), Julian Wasserfuhr (Trompete, Flügelhorn) und Martin Gjakonovski am Kontrabass. Die Songs auf "Nostalgic Vision" sind von einer melodischen Kraft und romantischen Beseeltheit, die den Begriff Traumjazz nahelegen. Man muss kein Visionär sein, um Bruno Böhmer Camacho eine große Zukunft zu prophezeien. (cw/pm)