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Protest vor der Botschaft Kameruns in Südafrika 2008

In einer ihrer "Urgent Actions" ruft die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu Protestschreiben an kamerunische Behörden auf. Grund ist die Inhaftierung von Jean-Claude Roger Mbede wegen Homosexualität, die nach Abschnitt 347a des kamerunischen Strafgesetzbuchs eine Straftat darstellt.

Mbede verbüßt die dreijährige Strafe derzeit im Zentralgefängnis Kondengui im Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun. "Ihm drohen körperliche Übergriffe und andere Formen der grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung aufgrund seiner vermeintlichen oder tatsächlichen sexuellen Orientierung", befürchtet Amnesty International. Die Organisation betrachtet Jean-Claude Roger Mbede als gewaltlosen politischen Gefangenen, der sich lediglich aufgrund seiner sexuellen Orientierung in Haft befindet.

"Darüber hinaus sind die Haftbedingungen im Zentralgefängnis in Kondengui sehr schlecht und die Gefangenen leiden unter der Überbelegung der Hafteinrichtung, schlechten sanitären Verhältnissen und unzureichender Nahrung", kritisiert Amnesty. Die AnwältInnen von Jean-Claude Roger Mbede haben am 3. Mai Rechtsmittel gegen das Urteil vom 28. April eingelegt.

Am 2. März war Jean-Claude Roger Mbede bei einem Treffen mit einem männlichen Bekannten von Angehörigen eines dem Verteidigungsministeriums angegliederten Sicherheitsdienstes festgenommen worden, berichtet Amnesty. Vor diesem Treffen soll sein Bekannter der Polizei SMS-Nachrichten gezeigt haben, die er von Jean-Claude Roger Mbede erhalten hatte, und sie darüber informiert haben, dass sie sich gleich treffen würden. Jean-Claude Roger Mbede wurde unter dem Verdacht der Homosexualität in der Hafteinrichtung Gendarmerie du Lac in Yaoundé in Gewahrsam genommen. Dort hielt man ihn sieben Tage lang fest, ehe Anklage wegen Homosexualität und versuchter homosexueller Handlungen erhoben wurde.

Homosexuelle Handlungen können in Kamerun mit einer Gefängnisstrafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren oder einer Geldauflage bestraft werden. Diese Regelung "verstößt gegen internationale und regionale Menschenrechtsabkommen, darunter der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte und die Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker, die Kamerun unterzeichnet und ratifiziert hat", kritisiert Amnesty, dass dazu aufruft, an diverse Vertreter des Landes Protestschreiben zu richten. Details dazu finden sich auf der Webseite von Amnesty.



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