Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14395

Die Studie ist als PDF erhältlich

Es scheint, kein anderes Thema rund um Homosexualität scheint derzeit Öffentlichkeit und Medien mehr zu interessieren als Fußball. Nun hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine neue Studie zum Thema vorgelegt.

Die Arbeit von Nina Degele und Caroline Janz ist vor allem ein aktuelles Stimmungsbild mit Zitaten aus Diskussionsrunden, ein lesbisches Fußballteam und zwei schwule Bundesligafanclubs inklusive. Insgesamt haben rund 120 Personen an den Befragungen teilgenommen. Das Thema Homosexualität (die Studie beschäftigt sich auch mit Rassismus und Sexismus) wurde von den Teilnehmern am ehesten mit "Samtschuhen" angefasst, berichten die Autoren.

Hetero-Fußballer, das wird schnell klar, fürchten sich noch immer vor Schwulen unter der Dusche - obwohl man heutzutage keine runterfallende Seife mehr benutze sondern Duschgel. Auch sei "schwul" ein oft gehörtes Schimpfwort, das von seiner eigentlichen Bedeutung losgelöst genutzt werde oder auch Verlegenheit überdecke: "Mit dem Lachen geht die Gruppe über ihre Unsicherheit bei der Thematisierung des Tabuthemas Homosexualität hinweg, es soll die Spannung lösen", schreiben die Autorinnen.

Dabei finden Degele und Janz auch interessante Randaspekte: "Eine weitere Strategie des Ausweichens vor dem Tabuthema Homosexualität ist die Kritik von Inszenierungen auf dem Fußballplatz - wie etwa der körperbetonte Torjubel, der vor allem einer Kommerzialisierung geschuldet sei". Man hätte hier mehr Infos gewünscht, wie heterosexuelle Stars wie David Beckham oder Christiano Ronaldo die Ansichten beeinflussen.

Bierhoff ist nicht hilfreich

Die Autorinnen, die sich unter anderem auch dem Themenkomplex Sexismus widmen und Parallelen zur Homophobie finden, nehmen auch Antidiskriminierungsregelungen der Clubs unter die Lupe - die wenigsten verbieten Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Und sie entwickeln Lösungsansätze. So müsse der Begriff "schwul" wieder eine "Umdeutung" erfahren; der DFB müsse darauf achten, dass richtige Ansätze nicht durch die Äußerungen einzelner Personen (etwa Oliver Bierhoff) zerstört würden.

Die Untersuchung "Hetero, weiß und männlich? Fußball ist viel mehr" ist als PDF erhältlich. (nb)

Mit dem Thema "Homosexualität und Fußball" beschäftigt sich am Donnerstag auch die ZDF-Sendung "Volle Kanne" ab 9 Uhr.



#1 Iceman
#2 alexander
  • 08.06.2011, 21:54h
  • rasend wichtig !
    wen interessiert das im grunde noch, sollen doch die balltretenden schrankschwestern, mit ihrem einkommen, ihre geistige inkompetenz weiterhin als "entschädigung" betrachten !

    wenn sie sich ein beispiel an ihren weiblichen mittreterinnen nehmen würden, wären sie schon weiter, zumal die auch noch bessere leistungen bringen und ergebnisse !!!!!!

    wann outen sich die pferdezüchter ?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 alexander
#4 TobyboyAnonym
  • 08.06.2011, 22:27h
  • Es gibt einen aktuellen Thread im Sahnespender Forum wieviele der bisexuellen und schwulen User mit einer Frau verheiratet sind und heimlich Sex mit Männern haben. Ich finde es unglaublich das sich 2011 noch so viele Schwule in heterosexuellen Ehen verstecken. Das Argument ist meistens sie wollen ein Familieneben mit Frau und Kindern und lieben ihre Frau, aber Sex finden sie mit Männern geiler als mit Frauen.
    Bei der Bisexualität ist es ja noch extremer, ich kenne viele bisexuelle Jungs aber keiner von denen ist als bi geoutet.
    Kein Wunder also das es im homophoben Fußball erst recht keine Outings gibt, die Jungs meinen sie haben viel zu verlieren. Den Millionenjob und ihre Familie, die Fußballer ja interessanterweise mit ungewöhnlich jungem Alter gründen.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.06.2011, 23:31h
  • Wenn schon ein Tabuthema angefaßt wird, dann ist es mit Samthandschuhen und nicht "Samtschuhen"! Trotzdem lesenswert!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Iceman
#7 IchAnonym
  • 09.06.2011, 10:11h
  • Und wieder pauschal: Fußball = Homophob

    Fußball ist vielfälitg und unterscheidet sich von Region zu Region, manchmal schon von Kreis zu Kreis. Es gibt Kreise in denen ist es völlig normal, daß Schwule ganz offen in den Mannschaften mitspielen (vornehmlich in den Stadtkreisen) und es gibt Kreise, da geht das nicht. Genauso gibt es Kreise, da werden ausländische Fußballer diskriminiert und wieder andere Kreise, da spielt man friedlich nebeneinander.

    Homophobie, Rassismus, Sexismus...das kommt nicht vom Fußball, sondern wird von der Gesellschaft hineingetragen. In den meißten Kreisen rund um meinen Fußballkreis würde ich mich bestimmt auch nicht wohlfühlen im Fußball - in meinem Kreis wird aber wiederum die Vielfalt im Fußball wie sich der DfB und die Fifa das wünschen tatsächlich gelebt (ich wurde vor zwei Wochen das erste Mal in meinem Leben in einem Spiel von einem Gegenspieler als "Schwul" beschimft, zur allgemeinen Erheiterung meiner Mannschaftskollegen - okay, bei der Ecke vorher hab ich dem auch kurz über den Arsch gestrichen und "Geiler Knackarsch" ins Ohr geflüstert...war vielleicht etwas provokant)...Homophobe, sexistische oder rassistische Beleidigungen kommen bei uns praktisch nicht vor (und als Schiedsrichter habe ich schon viel erlebt) und ich bin mir sicher, daß es in Deutschland noch ettliche weitere Fußballkreise gibt, in denen es ähnlich ist. Und der profizirkus hat mit Fußball nicht viel zu tun!!!

    Fußball an sich ist nicht Homophob, Rassistisch oder Sexistisch!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FinnAnonym
  • 09.06.2011, 11:24h
  • Diese feigen Fußballer interessieren doch niemanden mehr. Statt wirkliche Vorbilder zu sein, spielen sie der Öffentlichkeit was vor und fördern damit homophobe Klischees.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 seb1983
#10 eMANcipation*Anonym
  • 09.06.2011, 13:56h
  • Antwort auf #4 von Tobyboy
  • Was sagt uns das jetzt?

    Dass die, die seit Jahren darauf hinweisen, dass Schwule es leider nahezu durchgehend versäumen, Heterosexismus und -normativität wirklich grundlegend in Frage zu stellen und ihnen effektiv etwas entgegenzusetzen, doch Recht haben?!

  • Antworten » | Direktlink »