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Erfahrungsaustausch mit Alltags- und Fachexperten (Bild: queerhandicap)

"Doppelt diskriminiert ist voll daneben" finden Menschen, die wegen ihres Handicaps und ihrer sexuellen Orientierung schräg angesehen werden.

Von Carsten Weidemann

Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Personen mit Behinderung und chronischer Erkrankung leben nach ihren eigenen Erfahrungen mit "Doppelter Diskriminierung". Und das nicht nur ab und an, sie ist Teil ihres Alltags, ob im Heim, auf der Arbeit, oder unterwegs in der Szene. Das Forum, das im Herbst 2011 in Düsseldorf stattfinden soll, hat entsprechend den passenden Titel gewählt: "Doppelt diskriminiert ist voll daneben". Alle, die diese Erfahrung selbst gemacht haben, sind dazu eingeladen, gemeinsam mit Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen auf Augenhöhe zu diskutieren. Experten treffen auf Alltagsexperten, starke Gefühle auf guten Rat. Beantwortet werden sollen Fragen wie: Welche Erfahrungen machen sie? Wie wehren sie sich? Wo gibt es Hilfen? Was sagen Fachleute? Wie gelingen gemeinsam Teilhabe und Inklusion?

Workshops für Behinderte und Nichtbehinderte


Corre aus Köln sprach als IWWIT-Rollenmodel über Sex (Bild: www.iwwit.de)

Organisiert wird die Tagung von der Landesarbeitsgemeinschaft queerhandicap im Schwulen Netzwerk NRW e.V. in Kooperation mit dem neuen bundesweiten Verein queerhandicap e.V. Der Verein hat sich im letzten Sommer erst gegründet, zuvor waren aber bereits einige engagierte Personen in NRW tätig. Dazu gehört zum Beispiel Corrie aus Köln. Der 44-Jährige ist offensiv, für die Präventionskampagne IWWIT der Deutschen AIDS-Hilfe plauderte er im vergangenen Jahr sogar über seine Erfahrungen mit Sex. Seit rund fünf Jahren macht er nun bei queerhandicap mit. Er sieht sich ein bisschen als Vermittler, wie er im IWWIT-Interview erklärte: "Für die Leute in meiner Gruppe wäre es wirklich am wichtigsten, man würde die Nichtbehinderten darüber aufklären, dass Behinderte Menschen sind wie du und ich. Wir haben auch eine Sexualität! Wir brauchen ja nicht nur Barrierefreiheit auf den Straßen, sondern auch in den Köpfen. Und alle Behinderten sollten darüber aufgeklärt sein, dass nicht alle ohne eine Behinderung immer gleich Schweine sind."

Das Forum queerhandicap findet vom 13.-16.10. 2011 in der barrierefreien Jugendherberge Düsseldorf statt. Teilnehmen können bis zu 25 Personen. Für Unterkunft und Verpflegung ist gesorgt. Gebärdendolmetscher werden bei Bedarf gestellt. Anmeldeschluss ist der 30.07.2011.



#1 LazarusAnonym
  • 10.06.2011, 11:14h
  • Oft benehmen sich die Behinderten eher daneben und diskriminieren normale Leute. Oder kennt jemand nicht die Rollstuhlfahrer, die sich einfach an der Kasse vorbeidrängeln.
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#2 NotionConcept
  • 10.06.2011, 11:37h
  • Oft denken Leute auch nicht nach, bevor sie etwas ins Netz schreiben. Genauso wie ich oft nicht unterscheiden kann, wer die größeren intellektuellen Defizite hat, geistig Behinderte oder manche Leute aus unserer "offenen Community". Du solltest dich nur einen Tag lang mal in einen Rollstuhl setzen und damit versuchen den Alltag in der Stadt zu meistern oder mal damit in die Szene gehen.

    Ich kenne ein paar Schwule, die im Rollstuhl sitzen und was die teilweise ertragen müssen ist echt nicht in Ordnung. Wenn man GR-Nachrichten liest in denen es inhaltlich so zu geht: "Willst du dich nicht umbringen? Damit tust du unserer Community einen Gefallen, hässlicher Krüppel!" Fragt man sich immer wieder, warum solche Leute von der Gesellschaft Toleranz und Akzeptanz fordern, wenn sie selbst das genaue Gegenteil darstellen.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich aber dem Rollenmodell nur zustimmen, denn die sind anfangs auch eher ablehnend an mich herangetreten, weil sie nicht wieder so verletzt werden wollen. Allerdings denke ich, dass eine Teilnahme von bis zu 25 Personen nicht ausreicht, weil man damit nur ein kleines bisschen an der Oberfläche kratzt.
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#3 seb1983
  • 10.06.2011, 11:59h
  • Antwort auf #1 von Lazarus
  • Das kann man so nicht stehen lassen.
    Klar kommt das vor. Oft benehmen sich auch Deutsche im Urlaub peinlich, oft sind Schwule rücksichtlos, oft lassen Hundebesitzer ihre Tiere überall hinpinkeln etc etc.
    Das mag dann zwar ins Auge fallen, steht aber bestimmt nicht für alle als Gruppe sondern eben nur für die eine Person.
    Zu einem besseren Menschen wird man als Schwuler oder Behinderter eben nicht automatisch.

    Und sowiso: Wenn man anfängt mit
    Ihr Deutschen
    Ihr Türken
    Ihr Studenten
    Ihr Männer
    Ihr Schwulen
    etc. seid doch, macht doch, sagt doch....
    dann geht das ohnehin schief. Macht das Leben aber einfacher...
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#4 Sven_
  • 10.06.2011, 12:23h
  • Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir der Umgang mit Behinderten oft schwer fällt. Bei Freunden, die eine Behinderung haben ist das etwas anderes.

    Ich habe mich aber mal selbst gefragt, was mir denn bei fremden Behinderten so schwer fällt, es ist die Differenz zwischen "so behandeln wie jeden nichtbehinderten" und "handicap beachten = ggf. helfen".
    Und da gibt es auch keine Lösung!
    Einige Rollstuhlfahrer sind sauer oder beleidigt, wenn man ihnen die Tür aufhält oder etwas oben aus dem Regal reicht. Andere sind dankbar und einige nehmen es als Selbstverständlichkeit hin.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.06.2011, 12:40h
  • Menschen mit Behinderung - unabhängig auch von ihrer sexuellen Orientierung - gehören einfach zu unserer heutigen Gesellschaft und es ist durchaus nachvollziehbar, daß der eine oder der andere es als Tabuthema ansieht und seine Schwierigkeiten damit hat. Auch das sollte jeder akzeptieren und ich hoffe und wünsche, daß bei diesem Forum im Herbst viele Menschen nach Düsseldorf kommen und sich darüber austauschen.
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#6 XYZAnonym
  • 10.06.2011, 12:55h
  • "Ich kenne ein paar Schwule, die im Rollstuhl sitzen und was die teilweise ertragen müssen ist echt nicht in Ordnung. Wenn man GR-Nachrichten liest in denen es inhaltlich so zu geht: "Willst du dich nicht umbringen? Damit tust du unserer Community einen Gefallen, hässlicher Krüppel!" Fragt man sich immer wieder, warum solche Leute von der Gesellschaft Toleranz und Akzeptanz fordern, wenn sie selbst das genaue Gegenteil darstellen. "

    Dieses versteh ich selbst auch nicht warum so jemand andererseits wieder auf die Straße geht und Toleranz und Akzeptanz fordert.Aber viele halten sich halt dann für etwas "besseres" Und das Internet ist ja "Anonym"da kann manvsich ja sowas "erlauben".

    Ich frage mich wie es denen selbst gehen würde wenn sie ein Handicap hätten. Und ob sie das dann auch noch sooo toll finden, solche Sprüche zu hören. Eine Behinderung erschwert einem das Leben in allen Bereichen. Darüber sollten sich viele einfach mal Gedanken machen. Und wenn man dann etwas Begriffen hat, dann kann man auch von anderen Akzeptanz und Toleranz fordern.
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#7 LenchenAnonym
  • 10.06.2011, 12:59h
  • Antwort auf #1 von Lazarus
  • Ich kann dem Kommentar von Lazarus nur zustimmen.
    Nur, weil jemand im Rollstuhl sitzt, hat er nicht das Recht, sich überall vorzudrängen. Vielen bedanken sich nicht einmal, wenn man ihnen die Tür aufhält.
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#8 XYZAnonym
  • 10.06.2011, 13:15h
  • Antwort auf #7 von Lenchen
  • Ich kann dem Kommentar von Lazarus nur zustimmen.
    Nur, weil jemand im Rollstuhl sitzt, hat er nicht das Recht, sich überall vorzudrängen. Vielen bedanken sich nicht einmal, wenn man ihnen die Tür aufhält.

    Oh und damit sprichst Du so jemandem Rechte ab? Auch viele normalos ohne Handicap bedanken sich nicht einmal wenn man Ihnen die Tür aufhält.

    Nein viele lassen einem sogar die Türe vor der Nase zugehen auch wenn sie sehen das man grade mit schweren Einkaufstüten nachhause kommt.
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#9 gniwerjProfil
  • 10.06.2011, 13:29hdortmund
  • Antwort auf #7 von Lenchen
  • Ist es jetzt 'n besonderes trademark von Rollifahrer_innen dass sie sich arschig benehmen oder was?! Die benehmen sich genauso arschig wie der Rest der Gesellschaft und das ist ihr gutes Recht. Muss sich 'n behinderter Mensch seinen Platz erst durch gute Taten erkämpfen?
    Ich denke nicht.
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#10 ArthasAnonym
  • 10.06.2011, 14:08h
  • Antwort auf #1 von Lazarus
  • Kompletter Schwachsinn, ich habe noch NIE einen Rollstuhlfahrer oder Behinderten gesehen der sich an der Kasse vordrängelt. Und selbst wenn das so wäre, ist das kein grund Behinderte weiterhin zu diskrminieren. Mit dem Argumenten kann man auch sagen das Schwule nich heiraten dürfen weil sie manchmal auf Behindertparkplätzen parken oder sich an der Kasse vordrängeln!
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