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Gäste im Sircuit-Club müssen sich nun keine Ängste mehr vor Frauen machen

Ein schwuler Nachtclub in Australien darf weiterhin Frauen abweisen. Ein Verwaltungstribunal entschied, dem Club stehe eine Ausnahme von den eigentlich strengen Antidiskriminierungsregelungen zu, da schwule Männer vor Belästigungen durch Frauen zu schützen seien.

Damit darf die Sircuit Bar, ein Nachtclub mit zwei Ebenen in Melbournes Vorort Collingwood, weiterhin Frauen abweisen. Mit der Entscheidung werde sichergestellt, "dass schwule Männer nicht Versuchen ausgesetzt sind, ihre sexuelle Orientierung zu ändern", heißt es in der Begründung. Denn die Männer hätten ein Anrecht auf eine behagliche Umgebung und auch darauf, so akzeptiert zu werden, wie sie sind.

Die Sprecherin für Menschenrechte der Regierung stellte sich hinter die Entscheidung. Ein Sprecher des Nachtclubs sagte, zwar sei ihm selbst kein Fall bekannt, in dem Frauen versucht hätten, einen Gast "umzudrehen". Das Problem existiere aber. Auch wünschten sich die Gäste rein schwule Rückzugsmöglichkeiten, der Club bietet auch einen Darkroom, Kabinen und Filmräume.

Ausnahmeurteil

Männer, die untereinander "Zuneigung zeigten", könnten von Heterosexuellen negativen Kommentaren ausgesetzt sein, urteilte das Victorian Civil and Administrative Tribunal (VCAT) weiter. Der Club habe ein berechtigtes Anliegen, "einen Ort anzubieten, an dem es sicher und akzeptiert ist, Homosexualität öffentlich auszudrücken".

Andere Lokalitäten konnten ihre Türpolitik beim VCAT bisher nicht durchsetzen. 2007 hatte das Tribunal dem Pub "The Peel Hotel" eine Ausnahmegenehmigung erteilt, Gäste nach ihrer sexuellen Orientierung zu befragen und ggf. abzuweisen. Die Bar hatte mit pöbelnden Junggesellenabschiedsgruppen argumentiert. Diese Entscheidung wurde aber im Januar aufgehoben (queer.de berichtete). Es dürfe nur an der Tür über die Art der Einrichtung informiert werden, über den Eintritt habe aber der Gast zu entscheiden.

Dem Betreiber bleibe es freilich weiterhin möglich, so das VCAT damals, pöbelnde oder aggressive Gäste vor die Tür zu setzen. (nb)



#1 nachdenkenProfil
  • 10.06.2011, 15:44hBerlin
  • Soll dies als Positiv oder Negativ gesehen werden. Letztendlich ist dies ein Ergebnis alles per Gesetz regulieren zu wollen. Dazu gehört auch ein sogenanntes „Antidiskriminierungsgesetz“ bzw. „Antidiskriminierungsregelungen“. Solch ein Schuss kann auch in die verkehrte Richtung gehen.
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#2 TimoAnonym
  • 10.06.2011, 15:47h
  • "da schwule Männer vor Belästigungen durch Frauen zu schützen seien"

    Was umgekehrt seine Berechtigung hat ( das in manche Lesbenclubs nur Frauen dürfen) ist auch hier rechtens.
    Es gibt auch besoffene Frauen die ihre Griffel nicht bei sich behalten können, das habe ich schon erlebt. Bei Freundinnen macht es mir nichts aus aber bei fremden Frauen will ich nicht das die mich beim antanzen usw ungefragt angrapschen. Man signalisiert ja mit Blicken ob man Körperkontakt ok findet oder nicht.
    Die Gleichung (Männer= potentielle "Angrapscher"/ Anmacher und Frauen= alle Unschuldslämmer/ nie grenzüberschreitend) stimmt nicht immer.
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#3 kaysiProfil
  • 10.06.2011, 15:49hBangor
  • Ich weiss jetzt nicht ob ich das gut oder schlecht finden soll. Ich meine Toll das ein Gericht die Rechte der Schwule staerkt und eindeutig sagt "Es muss eine geschuezten Raum geben um Diskriminierung zu vermeiden" aber gerade unsere Community sollte mehr darauf bedacht sein jegliche Art der Diskreminierung kompett zu elimnieren, da wenn tatsaechlich sich Gaeste belaestigt fuehlen kann man immer noch das Hausrecht durchsetzen. Ich faende es besser wenn es klar gemacht werden wuerde, dass es ein schwule Bar ist aber jeder willkommen ist der gerne in eine Bar fuer Schwule gehen will, ich moechte ja auch nicht aufgrund meiner Sexualitaet von einer Bar abgewiesen werden
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#4 jayAnonym
#5 guyboyAnonym
  • 10.06.2011, 16:02h
  • Das mit den Bekehrungsversuchen ist natürlich Quatsch. Blöde Begründung!
    Keine pöbelnden Jungesellenabschiede, aber zwei JungesellINNENabschiede habe ich in einer sonst fast nur von Männern frequentierten schwulen Bar erlebt und fande die erste Frauengruppe ganz witzig, die zweite Gruppe war aufdringlich und nervig.
    Solange die meisten schwulen Bars und Clubs weiterhin für alle Menschen offen stehen ist es ok so das es einige wenige spezielle Rückzugsmöglichkeiten extra für Schwule und welche exta für Lesben gibt.
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#6 vingtans
#7 Sven_
  • 10.06.2011, 16:26h
  • Ich finde die Entscheidung gut und auch längst überfällig.

    Denn Antidiskriminierung stört das nicht im geringsten.
    Frauen erhalten schließlich auch nicht das Recht auf eine Prostata-Untersuchung.
    Sonst wäre es ja auch eine Diskriminierung auf Grund des Alters, wenn Kinder nicht in Sex-Clubs dürfen. Mann stelle sich nur vor, 60jährige klagen sich einen Kindergartenplatz ein???

    Ist ist doch immer zu bedenken, wo spielt etwas eine Rolle und wo nicht:
    Inder Medizin ist das Geschlecht, die Lebensweise, ja für Medikamente teilweise selbst die Rasse für eine gute Behandlung nötig. Die sexuelle Orientierung jedoch nicht.
    In der Partnersuche sind Geschlecht und Orientierung schon nötig.
    Bei Beruf und Wohnungssuche nicht.
    Beim Beruf ist die Ausbildung wichtig, als Patient und bei der Partnerschaft nicht.

    Dennoch kann ich mir eine solche Entscheidung in Deutschland nicht vorstellen. Es gibt bei uns einfach zu bekloppte Feministinnen, die das zu verhindern wissen (siehe Alice Schwarzer und das Homo-Denkmal).
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#8 JeanetteAnonym
  • 10.06.2011, 16:50h
  • die wollen das doch in wahrheit, dass sie endlich mal eine versucht umzudrehen, die kleinen, notgeilen schweinchen, bevor sie wieder nur die matratze ficken dürfen.
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#9 pukAnonym
#10 stromboliProfil
  • 10.06.2011, 17:03hberlin
  • Antwort auf #8 von Jeanette
  • lach.. ich wusste das das kommen muss!
    Von den unterfickten frauen hier kein wort zu schreiben die den schwulen mal umdrehen wollen mit ihren unschlagbaren körperlichen "argumenten", zeugt von sach und wissensarmut.

    Wie sonst sollte frau verstehen, dass mann auf gewisse körperliche attribute die ansonsten männer in wallungen bringen mögen, bei uns auf keinen resonanzboden treffen...

    also doch lieber die matratze ficken in der not, als eine frau!
    auf ein grobes klötzchen , brauchts eine groben keil !
    n'est-ce pas?
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