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Am Mittwoch hatten Paare in Paris für die Öffnung der Ehe demonstriert (Bild: youtube / yagg.com)

Die französische Regierung will die Ehe nicht für schwule und lesbische Paare öffnen. Das sagte Justizminister Michel Mercier am Donnerstag bei einer Debatte in der Nationalversammlung über einen entsprechenden Gesetzentwurf der Sozialisten.

Frankreich hatte 1999 den Zivilen Solidaritätspakt (PACS) eingeführt, der sowohl hetero- als auch homosexuellen Paaren offensteht und nicht alle Rechte einer Ehe umfasst. Im Januar hatte der oberste französische Gerichtshof auf die Klage eines lebischen Paares entschieden, dass das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe keinen Verstoß gegen die Verfassung darstelle. Der Gesetzgeber könne aber die Definition ändern.

Das versuchen nun die Sozialisten mit dem Gesetzentwurf. Deren Abgeordneter Patrick Bloche sagte in der Debatte, Frankreich sei 1999 bei der Einführung der eingetragenen Partnerschaft ein Vorreiter gewesen, hinke bei der standesamtlichen Eheschließung nun anderen Ländern hinterher. Doch Justizminister Michel Mercier sagte, die Besonderheiten jeder der Rechtsformen für das Zusammenleben müssten aber gewahrt werden. Auch habe Frankreich nach und nach schon viel Diskriminierung abgebaut.

Youtube | Am Mittwoch hatten schwule und lesbische Paare in der Nähe der Nationalversammlung für eine Öffnung der Ehe demonstriert. Video von yagg.com.

Erste Ehe geschlossen

Dabei gibt es seit dem Wochenende die erste lesbische Ehe Frankreichs: Die 59-jährige Stéphanie Nicot und ihre 27-jährige Partnerin Elise hatten sich im ostfranzösischen Nancy das Ja-Wort gegeben. Stéphanie hatte sich zuvor einer Geschlechtsumwandlung unterzogen, sich aber geweigert, die Papiere ändern zu lassen. Nach der Trauung marschierte das Paar mit rund 2.000 Schwulen, Lesben und Transsexuellen durch die Stadt, um für die Öffnung der Ehe zu demonstrieren.

Der Pacte civil de Solidarité wird vor dem Amtsgericht abgeschlossen und verbietet die gemeinschaftliche Kinderadoption, enthält aber Vorteile im Steuer- und Erbrecht. Er wird überwiegend von heterosexuellen Paaren genutzt. (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.06.2011, 18:04h
  • Da hatte bestimmt die Katholische Kirche wieder ihre schmierigen Finger im Spiel! Und dieser feine Herr Sarkotzy wird die Homoehe leider auch nicht in seiner nächsten Amtszeit einführen! Schade, es wurde wieder einmal eine Chance vertan.
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#2 gatopardo
#3 Timm JohannesAnonym
  • 10.06.2011, 21:08h
  • Antwort auf #2 von gatopardo
  • @gatopardo
    Stimmt Sarkozy muss weg. Hoffentlich verliert er die nächsten Wahlen.

    Im Unterschied zu Südamerika, wo derzeit die meisten Länder links/mitte regiert werden, wird Europa derzeit in den meisten Ländern rechts/mitte regiert.

    Südamerika 2011:
    1. Links/Mitte
    Argentinien, Uruguay, Brasilien, Venezuela, Ecuador, Bolivien und aktuell letzte Woche Peru links gewonnen.
    2. Rechts/Mitte
    Kolumbien, Chile, Guyana und Paraguay

    Europa 2011
    1. Links/Mitte
    Spanien, Irland, Griechenland, Island, Norwegen, ...

    2. Rechts/Mitte
    Frankreich, Luxemburg, Italien, Deutschland, Niederlande, Vereinigtes Königreich, Schweden, Finnland, Dänemark, Tschechien, Polen, Slowakei, Ungarn, Portugal (aktuell letzte Woche), ...

    3. Mitte (Grosse Koalition)
    Schweiz, Österreich, ...
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#4 alexander
#5 Timm JohannesAnonym
  • 11.06.2011, 10:40h
  • Antwort auf #4 von alexander
  • @alexander
    "Ja wir wissen, das du die Linkspartei wählst" und du mich deswegen nicht magst, weil ich die Grünen an erster Stelle mag, aber auch die FDP durchaus schätze. Auch wenn mich die FDP derzeit verärgert und die Wagschale daher zu den Grünen derzeit sich stark neigt.

    Lass doch einfach einmal deine Angriffe auf die Person hier im Forum und argumentiere an der Sache.

    ---

    Warum ich diese Liste hier aufgestellt habe, war folgender Grund:

    Mich hat interessiert, wo Eheöffnungen am Wahrscheinlichsten sind und das ist in erster Linie in Ländern möglich die Mitte/Links regiert sind. Das dürfte dich sogar freuen, das ich dies schreibe, denn bekanntlich mag ich die Sozialisten/Linkspartei nicht und bevorzuge bürgerliche Parteien wie Grüne und FDP.

    Derzeit sind Eheöffnungen daher am Ehesten in Südamerika wahrscheinlich. Nach Argentinien bestehen gute Chancen auf Eheöffnung in den Ländern Uruguay und Brasilien. Was ich überhaupt nicht weiß, wie eigentlich die linke Regierung in Venezuela dieses Thema bewertet.

    Was Europa nunmal angeht, das ist größtenteils derzeit Mitte/Rechts regiert. Da sind aktuell kaum Verbesserungen noch zu erwarten, dazu bedarf es Wahlerfolge, bei denen Sozialisten, Grüne und Sozialdemokraten gewinnen.

    Erst wenn Berlusconi, Sarkozy und Merkel aus Ihren Ämtern kippen, sehe ich in diesen drei wichtigen europäischen Ländern eine Chance auf Eheöffnung näherrücken.
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#6 stromboliProfil
  • 11.06.2011, 12:03hberlin
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • ich vermute mal: alexander mag einfach keine sich als dumm erweisende menschen!
    Damit ist der vorwurf der personenbezogenen angriffe aus der welt geschafft, weil so sich allgemein gegen praktizierte dummheit wendend.
    Würdest du jedoch deine argumente ebenso ernst nehmen wie du deinen wiederpart hierzu aufforderst, würdest du gegenüber einem "linken" ebenso wertfrei zu argumentieren suchen..( ..wo Eheöffnungen am Wahrscheinlichsten sind und das ist in erster Linie in Ländern möglich die Mitte/Links regiert sind.. )
    Siehst du wie einfach sich dinge klären könnten, nimmst du dich selbst bei deinem worte ernst?!!!
    So polemisierst du gegen jene, die dir den dreck aus dem weg räumen, den puderzucker in den hintern blasen damit dein heim gemütlich wird... wie soll man dich da ernst nehmen!
    Noch mal: opportunismus ist verständlich aber nicht entschuldbar!
    Aber andererseits freuts, den wendehals beim suchen nach möglichen neuen mehrheiten beobachten zu können ( mir solls recht sein.. so auch deine stimme für die grünen nur helfen könnte, die mitte, vor sich hertreibend zu überwinden...sowas nennt sich systemimmanenz...
    Womit wir wieder beim obigen erklärungsmuster angelangt wären...
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#7 alexander
#8 Timm JohannesAnonym
  • 11.06.2011, 15:25h
  • Antwort auf #6 von stromboli
  • @stromboli
    Ich merke wiedereinmal, Du hast bis heute meine Texte entweder nicht gelesen oder Du willst unbedingt meinen Standpunkt missverstehen.

    Mehrfach hatte ich geschrieben, das ich die Linkspartei homopolitisch nur insoweit kritisiere, das Sie effektiv bisher noch NICHTS umgesetzt hat und sich mit Initiativen immer den Grünen angeschlossen hat, aber kaum selbst "in die Hufe kam". Da schenken sich Linkspartei und FDP insofern nichts. Beide Parteien haben viele Worte und Bekundungen als Oppositionsparteien homopolitisch versprochen, aber umgesetzt haben es in erster Linie die Grünen und mit Abstand zu den Grünen die FDP.

    Das merkt man auch daran, das das rot-rot regierte Bundesland Brandenburg erst jetzt endlich die Gleichstellung parlamentarisch durchbringt. Rot/Grün regierte Bundesländer haben dies viel früher bereits geschafft.

    Im übrigen Sozialisten und insbesondere die Linkspartei mag ich aus ganz anderen wichtigen politischen Gründen nicht. Wer hat denn die Bürgerrechtler in der DDR bespitzelt, überwacht und eingesperrt ? Wer hat denn die protestantischen Kirchengruppen schikaniert ? Das war die SED, die Vorgängerpartei der Linkspartei.

    Wer hat denn die DDR und den ganzen Ostblock wirtschaftlich gegen die Wand gefahren ? Das waren die linken Kommunisten, die mit Ihrer Ideologie wirtschaftlich NULL AHNUNG haben und katastrophal Staatsschmarotzertum fördern, bis am Ende dann die Wirtschaft aufgrund zu hohem Sozialschmarotzertum und zu vielen staatlichen Eingriffen in die Unternehmen zusammenkracht.

    Die Linkspartei darf auf KEINEN Fall in Regierungsverantwortung und der größte Fehler von Wowereit ist, das er in Berlin einen Wirtschaftssenator der Linkspartei hat. Er hätte besser mit den GRÜNEN koalieren sollen; so hat es die Linkspartei in Berlin geschafft, das Bundesland Berlin zum Schlusslicht in der Erwerbsquote unter allen Bundesländern zu machen.

    Nee stromboli komme mir nicht damit, das die Linkspartei eine gute Wahlalternative ist, denn das ist sie beim besten Willen nicht - das Gegenteil ist der Fall.

    Da wähle ich lieber die Grünen oder an zweiter Stelle momentan die FDP.
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#9 FloAnonym
  • 11.06.2011, 22:25h
  • Es ist überall auf der Welt dasselbe:

    die Konservativen sind unwählbar!

    Echte Gleichstellung und ein Ende der Diskriminierung bringen nur linksgerichtete Kräfte...
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#10 GurkaAnonym