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Gayfriendly Trauminsel im Indischen Ozean: La Réunion hat noch mehr zu bieten als beeindruckende Natur und einsame Strände (Bild: Réunion Island Tourism Board)

Die Insel La Réunion hat nicht nur schöne Strände und eine faszinierende Landschaft zu bieten, sondern überrascht auch durch ihre bunte Kultur und Küche.

Von Carsten Weidemann

Dank der bewegten Geschichte mit Einwanderungswellen aus Europa, Afrika und Asien, treffen auf der kleinen Insel Réunion im Indischen Ozean verschiedenste Kulturen aufeinander. Erklärungen für diese Vermischung findet man in der Geschichte: Am Anfang stand die Ostindische Handelskompagnie, mit der Frankreich die weite Welt erobern wollte. Die damals unbewohnte Insel wurde dank der ausgiebigen Frischwasserquellen, der Früchte und des Fleisches (z.B. das des großen Vogels "Dodo") zu einer beliebten Zwischenstation der Seefahrer auf der langen, gefährlichen Orientroute.

Franzosen waren die ersten, die Besitzansprüche auf die Insel formulierten und nannten sie zu Ehren des Königs "Ile Bourbon". Einige Jahrhunderte später, nach dem Schrecken der Sklaverei und durch anschließende verschiedene Einwanderungswellen, ergibt sich ein buntes Völkergemisch, das an eine Farbpalette erinnert, mit der talentierte Künstler ein Patchwork aus toleranten Männern und Frauen gefertigt haben.

Die Insel der Toleranz und der Farben


Marktstand mit lokalen Produkten am Straßenrand (Bild: Réunion Island Tourism Board)

So leben auf der Insel "Cafre" (kreolisch für Schwarz-Afrikaner), "Malbar" (Inder), "Zarab" (Moslems aus Indien) und "Yab" (weiße, einfache Bergbauern). Alle Bevölkerungsgruppen leben friedlich neben- und miteinander. Kein Wunder, dass die aufgeschlossene Insel sich gezielt um schwul-lesbische Besucher aus aller Welt bemüht.

Vor allem Feinschmecker werden sich auf La Réunion wohlfühlen, denn die ganze Vielfalt der Völkermischung findet sich natürlich in der Küche wieder. Mit tausend exotischen Genüssen ist sie an Farbenpracht und Geschmacksrichtungen kaum zu übertreffen. Pimpin-Terrine (Frucht des Vacoa-Baums) mit Curcuma (Safran), Ente mit Vanille, Rindfleischragout mit Palmenherzen - allein die Namen der Gerichte mit exotischem Klang lassen einem das Wasser im Munde zusammen laufen.

Das traditionelle "Carri" kommt von der indischen Bezeichnung Curry. Dieses Gericht gibt es in unzähligen Variationen, die jedes Mal einer kulinarischen Reise gleichkommen. Zum Carri gehören Reis, Hülsenfrüchte ("grains"), also Linsen oder weiße Bohnen, Fleisch oder Fisch mit Sauce, und das Ganze wird mit Kennerhand gewürzt.

Kochen lernen bei reunionesischen Familien


Ein Muss auf La Réunion: Carri langoustes (Langusten-Curry) (Bild: Réunion Island Tourism Board)

Aus dem Zuckerrohranbau ist auch die Rumherstellung entstanden, die tausend Varianten hervorgebracht hat, vom weißen über den alten bis zum "arrangierten" Rum, der mit verschiedenen Früchten und Kräutern angesetzt und als Digestif serviert wird.

Ein besonderes Erlebnis für Besucher der Insel ist das Kochen typisch kreolischer Gerichte zusammen mit einem Kenner der reuinionesischen Küche. Verschiedene Pensionen und Privatunterkünfte bieten ihren Gästen ein gemeinsames Zubereiten eines kreolischen Mahls oder auch komplette Kochkurse an.

Auch das sonntägliche Picknick im Freien ist Teil dieser Kultur. Nicht vor dem Fernseher verbringen die Inselbewohner ihren Sonntag, sondern beim Picknick am Strand, in den Wäldern auf einem der vielen angelegten Picknickplätze.

Galerie:
Urlaubsparadies La Réunion
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