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Tabuthema homosexuelle Priester: In Großbritannien wurde sogar dieses Werbemotiv für Antonio Federici Eiscreme zensiert

In der Schweiz fordern katholische Initiativen die Gleichstellung von Frauen und Homosexuellen in der Kirche. Gläubige Schwule und Lesben aus ganz Europa schreiben an den Papst.

Von Carsten Weidemann

Es bewegt sich was in der römisch-katholischen Kirche: In der Schweiz setzen sich zwei Basler Initiativkomitees dafür ein, Homosexuelle in Partnerschaften zum Priesteramt zuzulassen. Entsprechende Unterschriftensammlungen haben an diesem Pfingswochenende begonnen, berichtete die Zeitung "Der Sonntag".

"Im Vordergrund stehen für uns das Frauenpriestertum und die Abschaffung des Pflichtzölibats, aber die Initiative bedeutet auch die Gleichstellung für Homosexuelle", bestätigte Initiatorin Anita Lachenmeier, die für die Grünen im Nationalrat sitzt. Auch für Mitinitiator Oswald Inglin, Grossrat der Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) und ehemaliger Synodenpräsident der römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt, sind schwule Priester kein Problem. "Das geht zwar noch einen Schritt weiter als die Zulassung von verheirateten Männern, die katholische Kirche müsste über einen noch grösseren Schatten springen", sagte der CVP-Politiker. Den Initiativkomitees gehören mehrere Ex-Mitglieder der Kirchenbehörden, Juristen und Professoren der Universität Basel an.

Deutliche Worte von Schwulen und Lesben an den "lieben Heiligen Vater"

Bereits am Freitag hat das Europäische Forum christlicher Lesben-, Schwulen-, Bisexuellen- und Transgender-Organisationen einen Offenen Brief an Papst Benedikt XVI. geschrieben. Darin fordert der Dachverband das Kirchenoberhaupt auf, auch sexuelle Minderheiten in die Achtung von Menschenrechten einzubeziehen und deren persönliche Integrität anzuerkennen. In dem Appell an den Papst wird kein Blatt vor dem Mund genommen. So heißt es etwa: "Wir fordern Eure Heiligkeit auf, Gewalt gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle (LSBT-Menschen) zu verurteilen und dazu beizutragen, dass Strafbestimmungen für sexuelle Handlungen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts weltweit aufgehoben werden. Das Schweigen Ihrer Heiligkeit wird als Zustimmung zu Gewalt, Folter und Mord interpretiert."

Darüber hinaus wird vom Papst ein klare Stellungnahme gegen den von religiösen Autoritäten ausgeübten Druck auf Lesben und Schwule, sich einer "reparativen Therapie" zu unterziehen. In dem Schreiben wird die römisch-katholische Kirche zudem dazu aufgerufen, Homosexuellen das gleiche Recht auf eine gelebte Partnerschaft zuzugestehen wie Heterosexuellen, ohne negative Konsequenzen seitens der kirchlichen Hierarchien befürchten zu müssen.

Das Europäische Forum vertritt 45 christliche LSBT-Mitgliedsorganisationen aus 23 europäischen Ländern. Die Initiative für den Brief ging von der polnischen Gruppe "wiary i tęcza" (Glaube und Regenbogen) aus.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 GeorgFalkenhagenProfil
#2 GolemProfil
  • 12.06.2011, 12:14h-
  • "Eure Heiligkeit", der "liebe Heilige Vater"!

    Ich krieg die Krätze wenn ich diese schwullesbischen Christenschäfchen (Schafe!) sehe, die darum winseln und betteln, dass der "liebe Heilige Vater" und "Eure Heiligkeit" sie doch bitte akzeptieren soll, weil ja auch sie in "kindlichem Gehorsam" zu ihren "Herrn" und Meister beten wollen.

    Leider sind die Pfaffen häufig schlauer als Schwule und Lesben, die ja schon bei der Stange bleiben, wenn ihnen irgendein "toleranter" und "papstkritischer" Pfaffe ein kleines Leckerli hinreicht. ("Es sind ja nicht alle Bischöfe so".)
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#3 Kleine BelindaAnonym
  • 12.06.2011, 12:38h
  • Josef Ratzinger ist ganz sicher schwer beeindruckt und wird sich beeilen, dieser Aufforderung sofort nachzukommen!
    Aber im Ernst: Ob diese Initiative einen solchen Brief schreibt oder in China kippt ein Sack Reis um.....
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#4 schwulenaktivist
  • 12.06.2011, 13:37h
  • Ich denke, dass diese Katholiken auch ohne Papst katholisch sein könnten. Und dem Papst geht das alles an den roten Schuhen vorbei....
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#5 David77Anonym
  • 12.06.2011, 13:50h
  • Es erwartet ja keiner ernsthaft eine Änderung des Vatikans in der Haltung. Dennoch halte ich die Publizierung dieser Aktion gut, zumal die Aussagen eine Reaktion wie auch immer provozieren müssten. Weiterhin wird doch die Kritik an der UN-Resolution indirekt aufgegriffen. Sollen katholische Hardliner doch bitteschön widerlegen, dass sie die Gewalt gegen LGTB in den Ländern gutheissen, DANN dürfen sie sich auch über die religiöse Verfolgung in diesen Ländern aufregen.
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#6 SvenAnonym
  • 12.06.2011, 14:56h
  • Ja klar, die haben Erfolg. Es werden ja täglich hunderte von Raubkatzen zu Vegetariern ...
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#7 yomenAnonym
  • 12.06.2011, 15:03h

  • gut
    böse
    himmel
    hölle

    märchenhörigkeit im 21. jahrhundert.

    die psychologie nennt sowas in milder ausprägung magisches denken.
    im fortgeschrittenen wahnvorstellungen.
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#8 eMANcipation*Anonym
  • 12.06.2011, 15:18h
  • Man stelle sich vor, all diese Menschen würden sich weniger als Aktivisten derjenigen Organisationen betätigen, von denen sie seit Jahrtausenden unterdrückt, verfolgt, als Un(ter)menschen behandelt werden,

    als vielmehr darum kämpfen, dass der so genannte demokratische Rechtsstaat endlich jedwede Einflussnahme auf Gesellschaft und Politik,

    jedwedes Agitieren dieser Vereinigungen gegen gleiche Bürger- und Menschenrechte und gegen gleiche Lebensbedingungen für alle Menschen unterbindet.
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 12.06.2011, 15:36h
  • Achja wir wissen doch alle, das das katholische Klerikersystem mit seiner Verknüpfung von Amt und Zölibat seit dem Mittelalter die älteste Homosexuellenvereinigung der Welt ist.

    Das zölibatäre Pflichtamt war der perfekte Ort für homosexuelle studierte Männer über Jahrhunderte: Versorgung als Single, keine Frauen, Macht und Einfluss, Prestige und keiner fragte, warum man keine Frau heiratet.

    Erst ab Ende der 1960er drehte sich das Blatt und homosexuelle Studenten gingen mit der Öffnung der Gesellschaft und der Legalisierung einen anderen Lebensweg. Nunmehr war es möglich, offen zu leben, einen Freund zu suchen und frei und glücklich zu leben.

    Im Laufe der Jahrzehnte hat sich hierdurch in westlichen offenen Industriestaaten eine Überalterung der katholischen Priesterschaft ergeben und die Klöster leerten sich, so dass überall Klöster geschlossen haben und Priestermangel bei den Katholiken entstand.

    Zwar gibt es immer noch einige katholische homosexuelle Männer, die gleichwohl das Priesteramt ergreifen. In der Regel sind es Männer, die sehr spät erst Ihr Coming Out haben und Ihre sexuelle Orientierung akzeptieren. Und einige homosexuelle Männer kommen ihr Leben lang mit ihrer sexuellen Orientierung nicht klar und verstecken diese als Klemmschwestern unter dem Talar.

    Selbst kenne ich drei katholische schwule Priester, die erst spät ihr inneres Coming Out hatten: zwei leben zölibatär und der eine hat heimlich einen Freund, der dann manchmal hinten im Gottesdienst sitzt, während sein Freund vorne am Altar betet.

    Diese Entwicklung in den westlichen Industriestaaten bei der Katholischen Kirche ist entgegengesetzt zu den Verhältnissen der Katholischen Kirche in Drittweltstaaten: dort wird Homosexualität weiterhin gesellschaftlich tabuisiert, dort ist das Priesteramt hoch gesellschaftlich angesehen mit viel Einfluss und Macht in den örtlichen afrikanischen/asiatischen Gemeinden. Daher steuern dort auch immer noch viele homosexuelle Priester in Afrika dieses Amt an und profitieren von dem System wiederum, das sie selbst ablehnt.

    Solange der homosexuelle Priester seine Identität geheim hält, ist er der Katholischen Amtskirche hoch willkommen.

    Erst wenn er es verrät und seine sexuelle Orientierung der Gemeinde und dem Umfeld offenbart, wird er von der Amtskirche/den Bischöfen gemobbt und oftmals auch von Kirchengemeindefunktionsträgern vor Ort gemobbt.

    Der katholische Theologe David Berger hat dieses System sehr gut beschrieben.

    Die Katholische Kirche bedarf dringend Reformen, wie sie das Memorandum Kirche 2011 anstrebt. Das Zölibat muss vom Amt entkoppelt und in ein freiwilliges Amt umgestalet werden, damit auch partnerschaftlich orientierte Menschen dieses Amt ausfüllen können.

    Es ist sowieso ein "seltsames Ding" mit der Katholischen Kirche.

    Überall predigen Sie: "Gehet hin und vermehret Euch". Aber im eigenen Klerus wird das Zölibat zum Goldenen Kalb erhoben und zur BERUFUNG hochgepusht.

    Na was bin ich doch froh Lutheraner zu sein, wo Martin Luther gottseidank als ehemaliger Augustinermönch schon vor Jahrhunderten aus dem Kloster ausgetreten ist und seine Katharina von Bora geheiratet hat. Bei uns können verparnerte homosexuelle Paare einen Segnungsgottesdienst erhalten und verpartnerte Pfarrerr sind im neuen einheitlichen Pfarrdienstrecht in allen Landeskirchen in den Pfarrhäusern erlaubt.
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#10 ElseAnonym
  • 12.06.2011, 15:38h
  • Antwort auf #4 von schwulenaktivist
  • Bis ihm hoffentlich endlich mal ein Klavier auf den Kopf fällt, dem zuckrig, verlogenen Tätschelopi, dann kann er Schwänze in der Hölle anschmachten. Der soll endlich die offenen Rechnungen seines Unternehmens begleichen, und nicht regelmäßig die armen Leute mit seinem betulichen Gesülze belästigen. Notfalls wird der Schmuck halt eingeschmolzen, Gold steht doch grad sehr gut im Kurs.
    Und bei kik gibts bestimmt auch was hübsches zum Anziehen für ihn, kann er ja mal bei Biggi ne Typberatung anfragen.
    Für dieses mildtätige Gesabbel und Versöhnungsgeschwätz kann sich kein ehemals gefickter Messdiener irgendwas kaufen und keine Familenmutterleiche in Afrika steht wieder auf, um sich um die Waisen zu kümmern. Notfalls erschieß ich ihn einfach selbst.
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