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(Bild: Universal Music)

Die aufwendig überarbeiteten und mit Bonus-Material angereicherten Alben "McCartney" (1970) und "McCartney II" (1980) setzen die Serie "Archive Collection" fort.

Von Jan Gebauer

Die kommenden Monate werden ein Fest für Paul-McCartney-Fans und Sammler allgemein, denn die Rock-Legende veröffentlicht im Rahmen der "Archive Collection" weitere Alben-Klassiker in überarbeiteter Form. Bereits 2010 erschien in luxuriöser Aufmachung sein vielleicht bestes und bekanntestes Album "Band on the Run" - einst natürlich unter dem Gruppennamen Wings veröffentlicht. Den Auftakt in diesem Jahr machen zwei Solo-Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Das ursprünglich im April 1970 veröffentlichte US-Nummer-eins-Album "McCartney" erhielt aufgrund von Pauls Beatles-Vergangenheit eine enorme Aufmerksamkeit (Doppel-Platin) und enthält neben dem Klassiker "Maybe I'm Amazed" zeitlose Fan-Favoriten wie "Every Night" oder "Junk".

McCartneys Solo-Einstand war insofern bemerkenswert, da der Musiker sämtliche Instrumente selbst bedient und auch als Produzent fungiert hatte. Nur seine Frau Linda durfte ein bisschen im Background mitträllern. Die überarbeitete Fassung ist insbesondere in den Sonderausgaben interessant. So gibt es sehr schönes Bonusmaterial in Form von Outtakes, Demos, Live- sowie raren Foto-Aufnahmen. Nostalgiker und Klangfetischisten dürfen sich über eine spezielle Vinyl-Ausgabe freuen.

Youtube | ''Maybe I'm Amazed'' aus ''McCartney'' (1970)

1980 erstes Solo-Album nach zehn Jahren Wings: "McCartney II"


(Bild: Universal Music)

"McCartney II" erschien im Mai 1980, als Paul sich nach neun Jahren auf Tour und nach mehreren erfolgreichen Alben mit Wings wieder einem Soloprojekt zuwandte. Auf dem Album befinden sich Songs wie der überaus eigenwillige Hit "Coming Up", die wenig beachtete Nachfolgesingle "Waterfalls", eine für seine Verhältnisse geradezu introvertierte Ballade, aber auch monotoner Quatsch wie das chaotische "Temporary Secretary". Fans und Kritiker reagierten sehr unterschiedlich auf das experimentelle, synthilastige Werk. Es erreichte zwar Platz eins in Großbritannien und Platz drei in den USA, hielt sich aber nicht sehr lange in den Charts. Auf der Bonus-CD im Rahmen der Special-Edition gibt es erneut sehr interessante Songs, so die Live-Version von "Coming Up", die seinerzeit in den USA im Gegensatz zur Studio-Fassung den Spitzenplatz der Billboard-Charts erreichte. Außerdem die über zehnminütigen Songs "All You Horse Riders/Blue Sway" und "Secret Friend" sowie die Edited Version des unverwüstlichen "Wonderful Christmastime".

Paul hat alle Bereiche dieser zwei Neuauflagen persönlich betreut. Das Remastering wurde in den Abbey Road Studios vom selben Team übernommen, das kürzlich den kompletten Beatles Katalog remastert hat. Die beiden Soloalben werden ab dem 10. Juni jeweils in vier unterschiedlichen Formaten erhältlich sein: Standard Version, 2-CD Special Edition, Super Deluxe Edition und 180 Gramm audiophile Doppel-Vinyl-Edition. Als nächstes stehen übrigens unter anderem die Wings-Alben "Venus and Mars" (1975) und "Wings at the Speed of Sound" (1976) auf dem Wiederveröffentlichungsplan.

Youtube | ''Coming Up'' live in Glasgow - 1980 Platz 1 in den USA


#1 Dieter_BeatlesAnonym
  • 13.06.2011, 23:42h
  • Für mich ist "McCartney" eines der allerstärksten Post-Beatles-Alben von Paul McCartney. Obwohl es nicht so perfekt und ausgereift ist (teilweise klingen die Songs wie Demobänder) wie etwa das kurz vorher erschienen Abbey Road-Album der Beatles, so hat es doch seinen ganz speziellen Charme.
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