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In den USA kämpfen ultrakonservative Christen seit Jahrzehnten gegen die Ausweitung von Homo-Rechten - den Kampf bezeichnen sie als "Culture War" der Christen gegen die von weltlichen Dingen verdorbene Bevölkerungsmehrheit. An vorderste Front ist der 1961 vom Fernsehprediger Pat Robertson gegründete Fernsehsender "Christian Broadcasting Network" (CBN), der besonders gern über die bösen weltlichen Themen Abtreibung und Homosexualität berichtet. In seiner Sendung "The 700 Club" sprach Robertson mit dem rechten Aktivisten Ben Shapiro über den Sündenpfuhl Hollywood. Robertson:

Was ist dort passiert? Das amerikanische Volk hat sich mit überwältigender Mehrheit für die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau ausgesprochen, aber was ist in Hollywood los? Ich meine, die zeigen einen Schwulen nach dem anderen. Heterosexueller Schauspieler werden sogar dazu gezwungen, schwule Rollen zu übernehmen.

Über eine solch alberne Aussagen müsste man eigentlich lachen; allerdings ist Robertson ein einflussreicher Mitspieler im amerikanischen Medienzirkus, der von Millionen Menschen ernst genommen wird. Republikanische Präsidentschaftskandidaten drängen sich geradezu danach, in seine Show zu kommen. Er selbst hatte sich 1998 für die die republikanische Präsidentschaftskandidatur beworben - und damals den dritten Platz erreicht.

Dabei schütteln auch Christen ohne politische Agenda den Kopf über den mächtigen Fernsehprediger, der immer wieder Katastrophen vorausgesagt hatte: So erklärte er 1980, dass das Ende der Welt "garantiert" bis 1982 kommen würde. 2006 warnte er vor einem Tsunami an der Westküste, 2007 vor einem Terroranschlag mit Massenvernichtungswaffen in den USA und 2009 - im ersten Jahr Obamas - erklärte er, der Sozialismus würde das Land heimsuchen. Außerdem würde der Ölpreis in kürzester Zeit auf 300 Dollar hinauf schnellen (er liegt jetzt bei 120 Dollar).

Seine Reaktionen auf echte Katastrophen waren nicht minder spektakulär: So sei der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 unter anderem auf die Akzeptanz von Homosexualität zurückzuführen. Am Erdbeben in Haiti 2010 seien zudem die Einwohner selbst schuld gewesen, weil sie einen "Pakt mit dem Teufel" geschlossen hätten.

Der "700 Club" ist übrigens kein rein amerikanisches Propaganda-Programm. Der evangelische Fernsehsender Bibel-TV strahlt die deutsche Version unter dem Namen "Club 700" aus. Besonders pervers: CBN Deutschland ist als Verein organisiert und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 bumblebeeAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.06.2011, 16:51h
  • Mit seinen Voraussagen hat Herr Robertson schon dafür gesorgt, daß man ihn überhaupt nicht Ernst nehmen kann! Ganz Hollywood lacht sich über ihn kaputt, denn nach seiner Theorie würde man auch Homosexuelle in Heterorollen zwingen und schon allein das ist absurd! Vielleicht leidet dieser Herr auch schon an Demenz und er weiß es nur nicht?
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#3 FloAnonym
  • 16.06.2011, 10:16h
  • Über Jahrzehnte hat die ausschließliche Darstellung von Heteros in den Medien, Schwule nicht in Hetero-Rollen zwingen könnnen, dann werden die paar Schwulen in den Medien das Gegenteil auch nicht erreichen können.

    Hätte dieser Prediger nur einen Funken Intelligenz, wüsste er, dass man die sexuelle Orientierung eines Menschen nicht ändern kann. Erst recht nicht durch Filme.

    Es geht nur darum, die Lebenswirklichkeit darzustellen und da gehören Schwule und Lesben dazu. Ob es diesen Klerikal-Schwachmaten passt oder nicht.
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#4 goldsenf
  • 16.06.2011, 14:57h
  • das traurige daran ist nicht, dass es immer wieder idioten gibt, die solche dummen sprüche vom stapel lassen. das traurige ist, dass es viele millionen menschen gibt, die das für bahre münze nehmen. dass jeder republikaner, der was auf sich hält und werden will, die nähe zu diesen dummbeuteln beweist es nur zu gut. vielleicht sollte man die menschen einfach vor eine entscheidung stellen: entweder religion (dann dürfen sie beten bis der arzt kommt) oder demokratie (dann dürfen sie auch wählen gehen und am politischen und gesellschaftlichen geschehen des staates teilnehmen). Aber beides zusammen funktioniert einfach nicht!
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#5 Mariposa Anonym
  • 16.06.2011, 18:06h
  • Guckt Euch mal dieses Zitronengesicht an - einfach nur zum fürchten.... Ich denke mal, daß dieser Typ vor lauter Haß Jesus Christus nie kennengelernt und Angst vor einem selbst gekreierten Rachegötzen hat.

    Mich würde mal interessieren, wie der Mann aus Nazareth die ganze Thematik sehen würde. Ich glaube, daß es da für die ultrakonservative Seite ein böses Erwachen gäbe....
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#6 CarstenFfm
  • 17.06.2011, 16:06h
  • Nicht zu vergessen die vielen homosexuellen Schaupieler die schon Hetero-Rollen gespielt haben.
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#7 Lapushka