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Schwule Eltern werden in den USA zur Normalität (Bild: nerdcoregirl / flickr / by-sa 2.0)

Daten aus der Volkszählung zeigen, dass sich innerhalb von neun Jahren die Zahl der Adoptionen durch Homo-Paare in Amerika mehr als verdoppelt hat.

So gaben im Jahr 2000 nur acht Prozent von Homo-Paaren mit Kindern an, in ihrem Haushalt würde ein adoptiertes Kind leben. 2009 waren es bereits 19 Prozent, errechneten Forscher der University of California in Los Angeles. "Der Trend kennt nur eine Richtung: Nach oben", erklärte Evan Donaldson von der Lobbygruppe "Adoption Institute" gegenüber der "New York Times".

In den USA verbieten mit Utah und Mississippi lediglich zwei der 50 Bundesstaaten die Adoption durch Homo-Paare (in Deutschland ist die Adoption von fremden Kindern durch Homo-Paare ebenfalls verboten). Mehrere Staaten bevorzugen jedoch Hetero-Paare gegenüber Schwulen und Lesben. Die größte Diskriminierung von adoptionswilligen Homo-Paaren sei jedoch das Eheverbot für Schwule und Lesben, argumentiert die Homo-Gruppe Family Equality Council. Homosexuelle können in den USA lediglich in fünf Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington heiraten, jedoch erkennt der Bund diese Verbindung nicht an.

In der Vergangenheit konnten Homo-Aktivisten jedoch mehrere Siege gegen Restriktionen im Adoptionsrecht erkämpfen. So fiel etwa 2008 das generelle Adoptionsverbot für Schwule und Lesben in Florida (queer.de berichtete).

Auch in Deutschland wurde das Verbot des Adoptionsrechts Anfang des Jahres vom Oberlandesgericht Hamburg für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Allerdings lehnen CDU/CSU eine Gleichstellung über die Stiefkindadoption hinaus weiterhin ab. Zuletzt erklärte die CDU-Abgeordnete Andrea Voßhoff, dass "Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz der staatlicher Ordnung" stünden - Schwule und Lesben müssten daher generell schlechter gestellt sein (queer.de berichtete). In der Praxis bringt das Adoptionsverbot allerdings sowohl für Homo-Eltern als auch für ihre Kinder Nachteile, da Schwule und Lesben in Deutschland als Einzelpersonen Kinder adoptieren müssen. Falls diese Einzelperson stirbt, kann dem anderen Elternteil das Kind entzogen werden. Anders herum wird das Kind etwa im Erbrecht benachteiligt, falls sein nicht anerkanntes Elternteil stirbt. (dk)



#1 FDP-ChristianAnonym
  • 15.06.2011, 19:27h
  • Also langsam kann ich es nicht mehr hören... Die Unionsleute bei uns mit ihrem sinnfreien Schutz der Familie genauso wie die eklatant nervige Propaganda der links-grünen Homosexuellenlobby nach Gleichheit bei Adoptionen.

    Die FDP hat einen klaren Standpunkt FÜR die Adoption. JETZT aber ist nicht die Zeit für Experimente. Erst einmal muss die Eurokrise, die EHEC-Krise und die Arbeitslosigkeit bekämpft werden. Sich da sinnlos mit der Union zu zoffen, bringt unsere Regierung auch nicht weiter.

    Aus diesem Grund: Ja zur Adoption, aber Nein zu überhasteten Gesetzgebungsverfahren.

    Davon mal abgesehen: Ich würde das auch lieber mit der CDU / CSU machen als mit der Opposition. Denen darf kein Schlag gegen die Regierung gelingen! Es muss erkannt werden, dass die links-grüne-sozialistische Opposition der Sargnagel allen wertkonservativen Denkens ist!
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#2 nail studioAnonym
#3 GolemProfil
  • 15.06.2011, 20:23h-
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Du hoffst also darauf, mit der CDU / CSU die Gleichberechtigung von Homosexuellen hinzubekommen und gleichzeitig zu verhindern, dass "wertkonservatives Denken" a la CDU / CSU beerdigt wird. Ist das nicht ein etwas widersprüchlicher Wunsch?
    Oder glaubst du ernsthaft, dass CDU / CSU die Gleichberechtigung nur deshalb nicht durchsetzen, weil sie ja sooooooo beschäftigt sind?
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#4 Julek89
  • 15.06.2011, 21:29h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Jetzt ist es spätestens klar. Du kannst nicht von diesem Stern stammen...

    Ganz ehrlich mal... Deine tolle FDP und auch CDU/CSU haben sich fast von selbst aufs Abstellgleis regiert. Naja, wo sie halt auch hingehören.

    Es wird immer so sein, dass es nebenbei noch andere Dinge zu klären gibt. IMMER!!! dafür gibt es ja auch die Regierung... aber komischerweise ist immer Zeit, in Stellungnahmen gegen die Gleichstellung zu argumentieren... und zu diskriminieren. Das BVG muss sich auch ewig mit diesem Thema rumschlagen, weil diese tolle Regierung die SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT der Gleichstellung einfach nicht umsetzen will.

    Zeitverschwendung ist demnach das was die Regierung macht. Ein OK und ein "In-Die-Wege-Leiten" der vollkommenen Gleichstellung ginge schnell und man könnte sich um Krisen und allem anderen kümmern.

    Krisen, die die jetzige Regierung eh nicht gebacken bekommt, so wie alles andere vorher auch nicht. Wenn dir das System hier mit Sozialisten, Sozialdemokraten, etc. nicht gefällt, kannste ja in die USA gehen... mal sehen wie du kleines Licht in diesem krassen und noch härteren System DORT überrant wirst und wieder hier landest.

    Aber weißte, du bist es eigentlich garnicht wert, sich darüber zu äußern...alleine dein Sprachgebrauch ist abartig.

    "Homosexuellenlobby" ich mag das Wort persönlich garnicht... genauso wie

    "Nicht die zeit für Experimente"

    Hat das nicht auch mal so ähnlich der Herr Adenauer gesagt?

    Tja, vllt. biste ja doch in der falschen Partei...

    Und wenn dir der ganze unsinnliche konservative Gedöns so fehlt oder du meinst, dass diese "Werte" derer, wie Hass und Diskriminierung so am herzen liegen, dann kannste alternativ auch nach Kroatien bspw. gehen. Die freuen sich sicherlich auf dich.

    Obwohl für diesen konservativen Kram lassen sich durchaus auch nicht wenige US-Amerikaner erweichen, also vllt. doch der richtige Ort für dich?
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#5 stromboliProfil
  • 15.06.2011, 21:37hberlin
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • ich find auch, dass die fdp gebremst in die zukunft gehen sollte.. drohen ihr doch sonst noch mehr popularitätsfallen..
    und nachdem die sturm und drangperiode im politischen auf 3-5% gefallen und die privaten gipfelstümereien als fakes durchschaut (
    www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,768607,00.html
    ) bleibt nur noch die rettung deutschlands und des abendlandes ingesamt als aufgaben bestehen...

    Die überhasteten verursacher retten die welt und die heutige fdp eignet sich adenauers 1958 slogan an: nur keine experimente!
    Selten so gelacht!
    Schützen wir die wertkonservativen; stopfen wir sie aus und stellen sie ins schaufenster, die spassvögel!
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 15.06.2011, 23:00h
  • Also es ist schon ein Armutszeugnis für unser Land, das Adoptionen von Kindern aus Kinderheimen in Drittweltstaaten nicht erlaubt sind, wenn es ein verpartnertes gleichgeschlechtliches Paar möchte.

    Und dabei zeigen längst andere Staaten wie USA, Spanien, England, Niederlande oder Belgien, wie positiv und glücklich dort adoptierte Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien aufwachsen.

    --------------------------------------
    Eines aber muss ich bei dieser Debatte auch immer wieder hinzufügen: viele schwule Paare, die ich so kenne, und ebenso viele homosexuelle High-Society-Paare wie Elton John, Ricky Martin, usw. entscheiden sich zu einer Leihmutterschaft bzw. würden sich zu einer Leihmutteschaft entscheiden.

    Persönlich neige ich auch eher emotional zu einer Leihmutterschaft, da ich doch "irgendwie" lieber ein Kind erziehen möchte, in dem die Gene von mir oder von meinem Mann "schlummern". Ist schwierig zu erklären, aber wenn ich mich zur Kindererziehung entscheiden würde und ich die freie Wahl zwischen einer Leihmutterschaft und einer Adoption hätte ("die man bekanntlich halt in Deutschland aber nicht hat"), dann würde ich mich eher zu einer Leihmutterschaft entscheiden.
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#7 KathiGr
  • 15.06.2011, 23:27h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • "JETZT aber ist nicht die Zeit für Experimente."
    EXPERIMENTE? Sag mal, geht's noch? Kindern ein liebevolles Zuhause zu geben, ist doch KEIN Experiment!

    "Erst einmal muss die Eurokrise, die EHEC-Krise und die Arbeitslosigkeit bekämpft werden."
    Wenn du mit solchen Ausreden kommst, dann wird's nie etwas mit der Gleichberechtigung. Es wird immer andere, vermeintliche größere und dringendere Probleme geben, um die sich angeblich zuerst gekümmert werden muss. Aber ich sehe das so: Erstens kann man sich als Politiker um mehrere Probleme gleichzeitig kümmern. Die kriegen schließlich haufenweise Geld dafür. Zweitens ist Gleichberechtigung ein Grundpfeiler für ein modernes Land. Erst wenn dieser steht, können auch die anderen, großen Probleme angepackt und gelöst werden.

    "Sich da sinnlos mit der Union zu zoffen, bringt unsere Regierung auch nicht weiter."
    SINNLOS? Du findest den Kampf um Gleichberechtigung sinnlos? Also, da fehlen mir die Worte ...
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.06.2011, 23:43h
  • Das sind hervorragende Neuigkeiten! Scheint wohl so, als daß die Adoptionen bei Heterosexuellen im Gegenzug stark nachgelassen haben und deshalb das Fazit: Regenbogenfamilien sind im derzeitigen Jahrtausend angekommen!
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#9 kokAnonym
  • 16.06.2011, 05:05h
  • Mensch, das, was du hier so satirisch von dir gibst, trifft die Realität so erschreckend, dass man fast lachen möchte - aber dann doch nicht, die Realität ist zu traurig.
    Trotzdem, du hast meinen vollen Respekt für deine parodistischen Kommentare und tatsächlich bin ich nur noch zwei oder drei davon entfernt, um über die albernsten drei Buchstaben unserer Politik wirklich mal abzuschmunzeln. Und da hast du auf jeden Fall mit deiner Aktion hier recht: Manchmal sollte man auch über die traurigen und schlimmen Dinge mal kräftig ablachen. Das entspannt und verfrachtet die Pappheinis ins mentale Kasperletheater, das sie sich in ihrer mühsamen Ernsthaftigkeit zusammenschustern.
    Also, von mir gäbs ein Grün, wenn ich mich denn mal anmelden täte ...
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#10 FloAnonym
  • 16.06.2011, 10:06h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Ich freue mich jedesmal über Deine Pro-FDP-Beiträge. Denn in ihnen lieferst Du ungewollt die besten Argumente GEGEN die FDP.

    Du erreichst das genaue Gegenteil von dem, was Du willst.

    Fakt ist:
    die FDP hat zwar VOR den Wahlen die Gleichstellung im Adoptionsrecht versprochen, dies aber NACH den Wahlen als erstes aufgegeben. Schon lange VOR EHEC & Co....

    Die FDP ist total verlogen und bigott. Dass Du weiter darauf reinfällst, tut mir für leid für Dich, aber die Mehrheit hat dennoch dazu gelernt.
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