Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14448

Klaus Lederer ist seit 2005 Landeschef der Linkspartei in Berlin (Bild: Die Linke Berlin)

Der Landesvorstand der Berliner Linkspartei hat beschlossen, sich dem Bündnis gegen die Sexualpolitik des Papstes anzuschließen.

Das Bündnis "Der Papst kommt" hat damit 37 Mitglieder, unter ihnen Gruppen wie Pro Familia oder die Giordano-Bruno-Stiftung. Die Linke ist die erste Landespartei, die dem Zusammenschluss beigetreten ist. Der Protest wird auch von verschiedenen Gruppen innerhalb der SPD und der Grünen unterstützt: Bei den Sozialdemokraten macht der Berliner Arbeitskreis Schwusos und der Jugendorganisation Jusos mit, bei der Ökopartei beteiligen sich die Landesarbeitsgemeinschaft QueerGrün Berlin sowie der Bundes- und Landesverband der Grünen Jugend. CDU- oder FDP-Organisationen sind beim Bündnis bislang nicht dabei.

Linken-Landeschef Klaus Lederer hofft auf eine rege Beteiligung bei den geplanten Protesten: "Wir werden unsere Mitglieder und Sympathisanten zur Teilnahme an der Demonstration am 22. September und zur Unterzeichnung der Resolution gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes aufrufen", so Lederer. Die vom Berliner CSD e.V. organisierte Kundgebung startet um 16 Uhr am Brandenburger Tor. Danach ziehen die Demonstranten über den Potsdamer Platz sowie Leipziger Straße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Bebelplatz vor der katholischen Sankt-Hedwigs-Kathedrale.

Resolution unterschreiben!


Der Protest gegen den Papst hat von Ralf König ein Logo spendiert bekommen

Die Teilnehmer des Bündnisses haben bereits im April eine gemeinsame Resolution verabschiedet, in dem sie Diskriminierung durch die katholische Kirche beklagen: "Wir wenden uns gegen den Papst als einen der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt", heißt es in dem Text. "Den Bestrebungen des Papstes, die eigenen Dogmen zur staatlichen Norm anderer Länder zu erheben, setzen wir unseren Widerstand entgegen." Dieser Resolution kann jeder online mit seiner digitalen Unterschrift anschließen.

Papst Benedikt XVI. wird Deutschland vom 22. bis 25. September besuchen. Das Motto seiner Reise: "Wo Gott ist, da ist Zukunft". (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Die brandgefährliche Rede des Papstes

Ein Gast-Kommentar des schwulen Theologen David Berger zur Rede von Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag.
Liveblog: Das war der Papst-Besuch in Deutschland

Eine umstrittene Rede im Bundestag, zwei Plädoyers für die traditionelle Ehe und Familie und viel Protest und Enttäuschung: Der Besuch von Benedikt XVI. aus LGBT-Sicht zum Nachlesen.
Parteienstreit zum Papst-Besuch geht weiter

Benedikt XVI. könnte nun doch vor einigen leeren Sitzen im Bundestag sprechen, was CDU und CSU weiter erregt. Derweil sind die Vorbereitungen für die Proteste abgeschlossen.
#1 alexander
  • 16.06.2011, 15:22h
  • leider dümpelt die resolution so vor sich hin !!!
    beschämend, aber typisch für uns, dass so wenige sich bislang eingetragen haben !!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 nachdenkenProfil
  • 16.06.2011, 15:48hBerlin
  • Im Herbst sind in Berlin ja Wahlen – irgendwas muss man ja für das schwul-lesbische Stimmvieh machen. Wowereit hält sich zu diesem Thema ja bedeckt – na, dann hat man „Die Linke“ losgeschickt und die sollen dann dieses Thema besetzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Pipilotta PupsAnonym
  • 16.06.2011, 16:09h
  • Es ist schon bezeichnend: Nachdem die Linke erst frenetisch dem Papst zujubelte (weil er ja zum pöhsen Kapitalismus manchmal "du-du-du!" sagt), entdeckt Herr Lederer plötzlich die schwul-lesbische Klientel.

    Es sind ja in Berlin bald Wahlen - aber mit dieser Kehrtwende der Linken hat das natürlich überhaupt niemals nichts zu tun. *augenroll*

    Man muss sich schon entscheiden, was man will, Herr Lederer! Es stünde der Linkspartei gut zu Gesicht, wenn sie bei der Papstrede geschlossen aufstünde und rausginge!

    Aber das wird nicht passieren. Letztlich besteht die Linkspartei genauso aus Opportunisten und Wendehälsen wie jede andere Partei auch.

    Ich habe keine Ahnung, warum die Linken bei queer.de von manchen Usern immer so gehypt werden ...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 bastapapsta
  • 16.06.2011, 16:27h
  • "Die Linksfraktion sehe der Rede mit Interesse entgegen, sagte unterdessen deren Sprecher Hendrik Thalheim. Amtsvorgänger von Benedikt XVI. hätten in Friedensfragen und sozialen Fragen zum Nachdenken angeregt."

    www.queer.de/detail.php?article_id=13369

    Ja was denn jetzt ???

    Ich bin (noch) Mitglied der Linken und bin von der Partei schwer enteucht , dass sie solch eine Mainstream Bewegung macht, dass den Auftritt dieses Hasspredigers befürwortet. Damit verschafft die Linke von sich in der Öffentlichkeit den Eindruck, dass sie einen Papst braucht, der ihnen soziale und Friedensfragen erklärt. Der Bock, der ständig Rauchbomben zündet, soll für eine Linkspartei als Leitpfosten dienen ? Ein Mann der von sozialen Fragen nicht wirklich etwas versteht und sich mit diesem Deckmantel zu profilieren versucht ?

    Liebe Genossinen und Genossen, wenn ihr es wirklich ernst meint mit der Unterstützung, müsst ihr in dem Moment, wo die Scheinheiligkeit ans Rednerpult tritt demonstrativ aufstehen und den Reichstag verlassen.

    Künast fuhr Volker Beck über den Mund und auch in der SPD haben Mitglieder ihre Befürwortung dieser Rede ( bei der im Übrigen nur einer redet und keine Gegenrede oder Nachfragen zugelassen werden ) zum Ausruck gebracht.

    Grüsse von einem entteuchten (Noch) Mitglied
  • Antworten » | Direktlink »
#5 eMANcipation*Anonym
  • 16.06.2011, 16:32h
  • Antwort auf #2 von nachdenken
  • Soso, Grüne und Schwarze machen natürlich nie Wahlkampf für das "schwul-lesbische Stimmvieh"?!

    Wenn es wirklich darauf ankommt, Farbe zu bekennen für Menschenrechte, für die Trennung von Staat und Kirche, Politik und Religion, für ein neues Zeitalter der Aufklärung und gegen den Auftritt eines Hasspredigers im Bundestag, halten sie es, wie man sieht, zumindest nicht für opportun!

    Bringt ja nicht genug Wählerstimmen und könnte ein neues Hindernis für schwarz-grüne Koalitionen bedeuten.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 augenachobendrehAnonym
#7 eMANcipation*Anonym
  • 16.06.2011, 16:38h
  • Antwort auf #4 von bastapapsta
  • Ich warte jetzt einfach mal auf andere Landesvorstände von Parteien, die sich dem Bündnis anschließen. Und vor allem darauf, wie sie ihre diesbezügliche Position in möglichen Koalitionen vertreten wollen. Dürfte ein interessanter Vergleich werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Pipilotta PupsAnonym
  • 16.06.2011, 16:41h
  • Ach ja:

    Allein in der Stadt Stadt Berlin dürften locker 250.000-300.000 Schwule und Lesben leben. Und dann haben bisher sage und schreibe 1850 Menschen (bundesweit!) beim Bündnis gegen den Papst unterschrieben???

    Ich hatte es befürchtet: Diese Aktion wird ein absoluter Rohrkrepierer. Hinterher werden dann bei der Demo am Brandenburger Tor 300 Leutchen stehen, während 60.000 Katholiken im Olympiastadion vor dem Pontifex in frenetischen Jubel ausbrechen.

    Und beim CSD in Köln reisen wieder hunderttausende Schwule und Lesben an. Muss man das verstehen???

    Peinlich, peinlich, für die gesamte Community ...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Pipilotta PupsAnonym
  • 16.06.2011, 16:46h
  • Antwort auf #5 von eMANcipation*
  • "Soso, Grüne und Schwarze machen natürlich nie Wahlkampf für das "schwul-lesbische Stimmvieh"?!"

    -------------------------------------#

    Natürlich machen sie das - deswegen habe ich ja auch geschrieben:

    "Letztlich besteht die Linkspartei genauso aus Opportunisten und Wendehälsen wie jede andere Partei auch. Ich habe keine Ahnung, warum die Linken bei queer.de von manchen Usern immer so gehypt werden ..."

    Wenn ich dann sehe, wie so mancher Schwule hier die Linken als Heilsbringer feiert, kann ich mich echt nur noch einnässen vor Lachen.

    Kinder, wacht endlich auf! Wir werden als Schwule und Lesben immer wieder als billiges Stimmvieh verheizt - auch von der Linkspartei.

    Diese "Genossen" sind keinen Deut besser als Schwarz, Gelb, Grün oder Rot!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 BurgerBerlinProfil