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Mark Carter in einem PR-Foto nach seiner Wahl zum Mr. Gay UK

Der Polizist Mark Carter, der 2006 den Mr.-Gay-UK-Wettbewerb gewonnen hatte, wurde am Donnerstag im nordenglischen Leeds vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Dem 28-Jährigen wurde vorgeworfen, nach einem Bar-Besuch im Dezember 2009 drei Männer sexuell belästigt und einen weiteren Mann in einem Hotel vergewaltigt zu haben. Carter bestritt jegliche Beteiligung und erklärte im Verfahren, er habe einvernehmlichen Sex mit dem Hauptkläger gehabt. In drei der vier Anklagepunkte, darunter auch die Vergewaltigung - erklärten die Geschworenenen Carter für nicht schuldig. In einem Fall von sexueller Belästigung konnten sie sich auf kein Urteil einigen. Das Gericht wird daher nächste Woche entscheiden, ob für diese Frage ein Wiederaufnahmeverfahren angesetzt werden soll.

Ursprünglich war Carter auch der Missbrauch von Anabolika vorgeworfen worden. Dieses Verfahren wurde aber bereits eingestellt.

An Haaren ins Hotelzimmer gezogen?


Carter wurde nach der Anklageerhebung als Polizist suspendiert

Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer hatte Carter vorgeworfen, ihn an den Haaren in sein Hotelzimmer in Leeds gezogen zu haben. Danach habe der Polizist ihn brutal vergewaltigt. Er sei anschließend über die Feuerleiter aus dem Zimmer der Hotelgruppe Etap geflohen.

Carter hat die Vorwürfe im Verfahren vehement bestritten: "Ich bin keine gewalttätige Person", erklärte er nach Angaben der BBC. "Wir sind zum Hotel gegangen, weil wir beide miteinander Sex haben wollten." Er gab zu, dass er an diesem Abend viel Alkohol getrunken und daher "ein wenig aufgedreht" gewesen sei. Er habe aber gedacht, dass er mit seinem Sexpartner noch den nächsten Tag verbringen würde.

Kritik an Schwulenszene

Während des Verfahrens beklagte Carter auch, dass es in der schwulen Szene solch absurde Beschuldigungen des öfteren gebe, weil es dort viele "Zicken" gebe: "Diese Hysteriker erfinden einfach irgend etwas", sagte der 28-Jährige. Sein eigenes Leben sei durch die Anklage auf den Kopf gestellt worden - innerhalb der Szene sei er deshalb wiederholt angefeindet worden. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.06.2011, 12:14h
  • Glückwunsch zum Freispruch, aber es bleibt leider auch ein schaler Beigeschmack. Das war ja schon bei Kachelmann der Fall, als der wegen Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.
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#2 schwulenaktivist
  • 17.06.2011, 13:23h
  • Es verstösst klar gegen die Unschuldsvermutung, jemandem so einen Prozess öffentlich zu machen. Denn hinterher liest ja dann niemand mehr über einen völlig unspektakuären Freispruch. Dieser Unsinn - nach dem Motto wer einmal als Täter gehandelt wurde, kann ja auch kein richtiges Opfer mehr werden, oder so...
    Nur diejenigen, die von Anfang an als Opfer gehandelt werden, die werden bemitleidet.
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#3 WayneAnonym
  • 17.06.2011, 13:56h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Häh?
    Was will uns das in diesem Zusammenhang mitteilen?
    Der Prozess sollte besser im geheimen Keller gemacht werden?
    Herr Kachelmann ist eigentlich ein Opfer?
    Ich weine dann später mal eine Kullerträne, wenns recht ist.
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#4 BenniAnonym
  • 17.06.2011, 14:44h
  • Antwort auf #3 von Wayne
  • Stell dir mal vor dir wird vorgeworfen jemanden vergewaltigt zu haben und dein Gesicht wird öffentlich gemacht. Selbst wenn du unschuldig bist, gibt es immer Leute die an dir und deiner Unschuld zweifeln werden.
    Bis zum Gerichtsurteil sollte sich die Presse mit der Identität des potentiellen Täters zurückhalten. Die Unschuldsvermutung bis zum Urteil gibt es nur in der Theorie.
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#5 WayneAnonym
  • 17.06.2011, 15:04h
  • Antwort auf #4 von Benni
  • Türlich muss an der Unschuld des mutmaßlichen Täters gezweifelt werden, das ist schließlich der Job der Staatsanwaltschaft, wenn eine Anzeige erstattet wurde. Stell du dir doch mal vor, du bist von so einem nach außen netten Typen wirklich vergewaltigt worden, ohne irgendwelche Zeugen und der ist sogar noch bei der Polizei oder Richter. Und dann kommt als Antwort so typisches Zeugs wie:

    Ja, sei doch froh! Den hätt ich auch gerne mal auf mir drauf gehabt!
    oder
    die hats doch sowieso voll drauf angelegt, die kleine Schlampe!
    oder
    der ist doch immer so korrekt, nein, das denkt die sich alles aus um sich wichtig zu machen und endlich mal in die BILD/Sun Zeitung zu kommen!

    Gegenfrage: Warum werden wohl so wenig Vergewaltigungen wirklich angezeigt oder die Anzeigen später vom Opfer wieder zurückgezogen? Weil sie so geil auf Publicity sind?
    Weil es in Deutschland richtig viel Geld als Entschädigung gibt?
    Und ein rechtlich einwandfreier Prozess ist bei Erwachsenen üblicherweise öffentlich mit klaren Regeln.
    Die klasssischen Alternativen wäre schließlich Strick um Hals und gleich teeren und federn oder Geheimgericht.
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#6 najaAnonym
  • 17.06.2011, 15:19h
  • Antwort auf #5 von Wayne
  • "die hats doch sowieso voll drauf angelegt, die kleine Schlampe!"

    warum wählst du automatisch die weibliche form wenn es um das opfer geht? der fall des artikel zeigt doch das genauso gut männer opfer sein können...
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#7 maaaartinAnonym
#8 najaAnonym
  • 17.06.2011, 16:24h
  • Antwort auf #7 von maaaartin
  • ok dann nehmen wir halt dieses zitat von wayne um deutlich zu machen was ich meine:

    "nein, das denkt die sich alles aus um sich wichtig zu machen"

    das opfer automatisch weiblich sind ist falsch und wenn es in dem artikel um zwei männer geht weiss ich nicht was die automatische kategorisierung in opfer= weiblich soll.

    auch jungen und männern wird teilweise unterstellt sie hätten es drauf angelegt und es sich ausgedacht haben wenn sie opfer von ( sexueller) gewalt sind. sogar noch extremer, sie schämen sich mehr als weibliche opfer weil sie "schwäche" gezeigt haben was gesellschaftlich als eine weibliche eigenschaft angesehen wird.
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#9 Toms FeindAnonym
  • 17.06.2011, 18:07h
  • Was genau gewesen ist können nur die beiden sagen.

    Allerdings kenne ich den Vorwurf der Vergewaltigung nur zu gut aus eigener Erfahrung.

    Ich habe mal einen Bekannten eines Freundes mit nach Hause genommen. Er hatte seine Tasche in einer Kneipe stehen lassen die leider schon geschlossen hatte und er wußte nicht wohin.
    Ich habe ihm dann mein Sofa überlassen, Sex gab es keinen a ) definitiv nicht mein Typ b) glückliche Beziehung.
    Am nächsten morgen haben wir sogar noch gefrühstückt und bei der Kneipe angerufen die Tasche war da er zog in Richtung Kneipe fröhlich pfeiffend von dannen.

    Der Freund hatte Geburtstag und auf der Feier war auch besagter Übernachtungsgast merkwürdig kam meinem Freund und mir seine Begrüßung schon vor. Kurz knapp und unterkühlt die letzten Male hörte er gar nicht auf zu brabbeln. Mein Freund kommentierte es noch mit Undank ist der Welten Lohn.

    Irgendwann stellte mir / uns der Gastgeber einen Kerl als seinen Freund vor. Der hatte meinen Namen noch nicht ganz aus gesprochen da flog mir schon eine Faust ins Gesicht und der Typ auf mich drauf mit 4 Leuten haben die den von mir runter geholt.

    Sein Freund hatte sich keineswegs direkt auf den Weg gen Kneipe gemacht sondern war noch fröhlich in der Sauna zum vögeln unterwegs.
    Das blieb nicht unbemerkt nach mehrmaligem Nachfragen beichtete er seinem Freund dann von dem "schrecklichen" Vorfall das ich ihn mit Gewalt sexuell genötigt hätte. Sein Freund bestand auf einer Anzeige aber er lehnte ab weil diese Demütigung zuviel gewesen wäre das würde er nicht ertragen und das wäre auch etwas was nur unter ihnen bleiben würde und sonst keiner erfahren dürfte.

    Der Typ wollte dann schlagartig die Feier verlassen wurde aber von einem anderen Gast dran gehindert mit den netten Worten "So nun kannst du die Sau auch anzeigen und der wird verknackt erzähl was war.

    Leider war er nicht clever genug und verlegte die stattgefundene Vergewaltigung in der jetzigen Version vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer und die Beschreibung meines Schlafzimmers war auch eine andere. Was mehrere der Anwesenden die meine Ikea Abneigung kennen bestätigten.

    Da rückte er dann endlich nach endlosen 30 Min. die ich als Vergewaltiger da stand mit der Sprache und der Wahrheit raus.

    So schnell kann man ganz schnell falsch bezichtigt werden das mag die Ausnahme sein und ich gehe davon aus das die Polizei auch recht schnell solchen Geschichten im Falle einer Anzeige auf dem Leim kommt.

    Aber selbst mein Freund mit dem ich damals schon 6 oder 7 Jahre zusammen war meinte nachher einen kleinen Moment lang habe ich gezögert dich zu verteidigen. So schnell können Beziehungen wenn nicht sogar Existenzen den Bach runter gehen.

    Abgesehen von meiner Erfahrung sollte jedes Opfer zur Polizei gehen und die Vergewaltigung zur Anzeige bringen egal ob Frau oder Mann.
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#10 Mister_Jackpot
  • 18.06.2011, 13:14h
  • Also ich finde, dass wenn jemand freigesprochen wurde, dann wird das schon seine Gründe haben. Daher ist er für mich ganz klar unschuldig. Aber ich kann mir vorstellen wie solche Beschuldigungen grad unter Schwulen zustande kommen.
    Es gibt Typen, die stehen auf die härtere Gangart, d.h. schonmal en bisschen ohrfeigen, auch mal en Schlag, würgen oder an den "Haaren" ziehen. Gehört bei vielen Typen zum Sex dazu und wenn ich danach gehen würde wäre ich auch schon vergewaltigt worden, denn ich hab nach dem Sex auch schonmal blaue Flecken gehabt, aber ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Das Problem sind öfter die, die "denken" sie wollen auch mal die "härtere" Gangart ausprobieren und wenn sie es dann in die Tat umsetzen lassen von einem entsprechenden Top merken sie dass es anscheinend doch nichts für sie ist und sagen es in dem Moment aber nicht. Nein Schreie können auch zum Spiel gehören übrigens...vorher reden hilft meistens!!!! Später enpfinden sie es dann vielleicht als Vergewaltigung, aber war es dann auch eine? Währenddessen hat der Dominante seinen Spass ohne zu merken dass sein Gegenüber gar keinen Spaß hat. Also eine Art "Missverständnis". Ich denke das kommt öfter vor als man denkt, vor allem bei Leuten, die nicht wissen worauf sie sich einlassen beim wirklich harten Sex unter Männern....Und ich denke schon, dass dieser kleine Polizist da ne Sau ist, aber ich glaub nicht, dass er jemanden willentlich dazu zwingt. Er hats vielleicht als Spiel gesehen..der andere nicht. Aber ist das dann verurteilenswert wenn der andere trotzdem mitgemacht hat. Ich verstehe auch nie warum sich die Typen nicht oder kaum wehren. Diese Opferrolle nehmen Schwule ja gern ein und das nicht nur beim Sex. Was der Polizist zur Schwulenszene gesagt hat kann natürlich auch ein Grund gewesen sein. Vielleicht war es auch eine Art Racheakt von einer zickigen Uschi, die sich falsch behandelt gefühlt hat. Letzten Endes wissen wir es nicht, aber für mich ist er durch das Urteil bestätigt unschuldig. Das ist alles was zählt und er sieht wahrlich nicht so aus als hätte er es nötig irgendwen zu vergewaltigen...obwohl mich dürfte er so richtig hart rannehmen. Inklusive an den Haaren ziehen....sehe ich vielleicht etwas sexualisiert, aber ich hatte halt noch nie nen Cop! :-)
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