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Am Samstag Nachmittag hatte die Polizei noch CSD-Teilnehmer vor Neonazis geschützt

Nach der aufgrund strikter Polizeiblockaden friedlichen CSD-Parade in Budapest hat es am Samstag ein trauriges Nachspiel gegeben. Als Rechtsextreme auf eine Gruppe von rund 50 Aktivisten aus Österreich stießen, griffen sie diese gewalttätig an. Die CSD-Teilnehmer flüchteten in ihren bereitsstehenden Gruppenbus. Die Polizei ermittelte danach gegen die Homo-Aktivisten, die angeblich die Rechtsradikalen angegriffen hätten. Die Gruppe wurde für über zwei Stunden festgehalten, zwei CSD-Teilnehmer über Nacht festgenommen.

"Wir waren schon auf dem Weg zu unserem Bus und wollten zurück nach Wien fahren. Plötzlich sind rund 15 Menschen auf uns zugerannt und haben uns mit Stinkspray attackiert und uns geschubst", berichtet die Teilnehmerin Judith Götz gegenüber österreichischen Medien. Die Gruppe flüchtete in den Bus. Doch die anwesende Polizei stellte sich auf die Seite der Rechtsradikalen, die angaben, von den Österreichern angegriffen worden zu sein.

Die Parade-Teilnehmer "sind von der Polizei brutal herausgezerrt worden und haben ihre Pässe abgeben müssen", berichtet Götz. Zwei Stunden seien die Österreicher an der Weiterreise gehindert worden, dann hätte die Polizei eine Gegenüberstellung der CSD-Teilnehmer mit den Neonazis gemacht. Diese identifizierten angeblich zwei Gewalttäter, die über Nacht festgenommen wurden.


Aktivisten warten auf die Freilassung der beiden Teilnehmer aus Österreich (Bild: Daniela Zysk)

Andere Aktivisten hatten die Gruppe inzwischen mit Wasser versorgt, berichtet die deutsche Teilnehmerin Daniela Zysk. Der österreichische Botschafter war ebenfalls vor Ort. Den beiden Festgenommenen, die inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt sind, wird Landfriedensbruch und die Störung der öffentlichen Ordnung vorgeworfen, sie müssen mit einem rechtlichen Nachspiel rechnen.

"Der skandalöse Vorfall verdeutlicht ein weiteres Mal, dass Lesbisch-schwul-trans* Aktivist_innen massiv von der Polizei schikaniert und kriminalisiert werden", kritisierten Sprecher der Studentenschaft Wien, die die Reise organisiert hatten. Der Vorfall sei "exemplarisch für die politische Situation in Ungarn, in der die extreme Rechte seit geraumer Zeit massive Zuwächse verzeichnen kann."

Am Samstag Nachmittag waren rund 1.000 Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender durch die Innenstadt von Budapest gezogen. Aufgrund der rund 500 Gegendemonstranten, die laut gegen Homosexuelle und Juden pöbelten und versuchten, Polizei-Barrikaden zu durchbrechen, wurde die Route zwischenzeitlich verändert (queer.de berichtete). Es kam am Nachmittag zu keinen Übergriffen auf CSD-Teilnehmer. (nb)



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#1 klarAnonym
  • 19.06.2011, 15:33h
  • Der Innenminster, "Self-Made-Milliardär", Sándor Pintér ist Mitglied der ungarischen Schwesterpartei der CDU.

    Before his entry into the political arena after retirement, he worked as a police officer. After entering the police service in 1972 and rising through the ranks, he reached top positions in the Hungarian police, such as Chief of the Budapest police in 1991, and then Chief of the National Police between 1991 and 1996.

    Die Basis für krumme Geschäfte (ohne Doktortitel)

    esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2010/03/s%C3%A1ndor-p
    int%C3%A9r-fidesz-and-bkv.html
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#2 exemplarischAnonym
  • 19.06.2011, 15:52h
  • Kaum sind die TV-Teams weg:

    "Kultur des Faschismus"

    Die deutsch-ungarische Kulturwissenschaftlerin und freie Publizistin Magdalena Marsovszky forscht und publiziert über völkische Traditionen, Antisemitismus und Rechtsextremismus in Ungarn - zuletzt u.a. im Sammelband Die Dynamik der europäischen Rechten. Sie ist im Vorstand des Villigster Forschungsforum zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus tätig.

    www.heise.de/tp/artikel/34/34646/1.html
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#3 ClaudiaAnonym
  • 19.06.2011, 16:11h
  • Oh toll, noch so ein faschistisches Scheißland, in dem Bullen mit Neonazis LGBT-AktivistInnen drangsalieren, großartig! Überhaupt, Ungarn - da geht gar nichts mehr. Ist nicht die neue Verfassung schon gegen jedwede demokratische Verfasstheit, die sich die EU auf die Fahnen schreibt? Also, raus mit Ungarn aus der EU, keine Kohle mehr, nix mehr.
    Das ist die Sprache, die die verstehen. Schön wirtschaftliche Vorteile abgreifen wollen, aber keine Lust haben, Menschen- oder Bürgerrechte zu wahren. Nix! Sollen die doch ihr eigenes, kleines, eklig stinkendes Süppchen mit ihrem ungarischen Nationalismus kochen und von mir aus ökonomisch zugrunde gehen. Tschüss, Ungarn, ich bin es satt, mich mit so widerlichen Fascholändern rumzuschlagen, die unsere Menschen-und Bürgerrechte mit Füßen treten.
    LGBT-Leute und die paar anderen normalen Menschen da können gern zu uns kommen, aber der große Rest der Bevölkerung scheint ja eine ebenso verkommene Gesinnung zu haben wie die Regierung. Und wetten, dass auch dort wieder die katholische Kirche ganz groß ist?
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#4 Mullah v. d. AlmAnonym
  • 19.06.2011, 16:17h
  • Ja, immer schön verbal drauf auf diese Zivilistionsfeinde.

    Dass Opfer rechtsextremer Gewalt von der Polizei drangsaliert und oder mishandelt werden, ist in der BRD ja auch vollkommen unmöglich.
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#5 ClaudiaAnonym
  • 19.06.2011, 16:37h
  • Antwort auf #4 von Mullah v. d. Alm
  • Nein, unmöglich ist es sicher nicht, aber die Zustände hier sind wohl kaum mit denen in Osteuropa zu vergleichen, oder? Es vergeht doch kaum eine Woche, in der wir hier nicht von Neonazi-Angriffen auf schwullesbische Demos, Paraden oder Feste lesen müssen.
    Letzte Woche Kroatien, heute Ungarn, und nächste Woche?
    Und Kroatien soll ja demnächst auch in die EU. Großartig! Irgendwann reicht es nicht mehr, solche Länder zu boykottieren, denn irgendwann haben wir dann eine homophobe Mehrheit aus den Nationalisten dieser Länder im Europaparlament, die unsere Rechte einschränken wollen. Und , ja, mir tut es auch Leid, um die Lesben und Schwulen, die in diesen Ländern leben müssen, aber ehrlich: da ist doch Hopfen und Malz verloren. Gegen diese Bastion aus religiösem Fundamentalismus, Nationalismus und Faschismus können ein paar Mutige dort nichts ausrichten.
    Und bei solchen Ereignissen wie da in Budapest werden es sich immer mehr Aktivisten aus anderen Ländern überlegen, dort noch mal hinzugehen. Was ich verstehen kann!
    Wir haben hierzulande - wie du ja auch anmerkst - auch für die LGBT-community genug eigene Probleme, ich kann und will mich nicht mehr an diesen Ländern abarbeiten.
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 19.06.2011, 16:45h
  • Na klar! Homos greifen Neonazis an!
    Unglaublich was in diesen primitiven Ländern vor sich geht.
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#7 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 19.06.2011, 17:00h
  • Ich habe die EU, dieses zentralstaatliche Monster schon immer für überflüssig und zugleich gefährlich gehalten.

    Jetzt nehmen wir immer mehr Staaten auf, in denen Freiheiten, die uns so wichtig sind, missachtet und abgeschaft werden.

    Egal ob es sich um die Türkei, Polen, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Kroatien oder um eine andere zwielichtige Bananrepublik handelt, am Ende ist es für uns nachteilig.

    Denn sie bestimmen zukünftig europäische, also auch deutsche Politik.

    Die EU bedeutet vieles: sie bedeutet mehr Kriminalität, mehr Kosten, mehr Chaos und weniger Freiheit, weniger Souveränität, weniger Sicherheit.

    Tolles Ding, die EU.
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#8 Hm?!Anonym
  • 19.06.2011, 18:11h

  • Natürlich gab es Gründe, warum die EU gegründet wurde und diese haben auch Sinn. Du kannst nicht einfach alles dumm anmeckern, was in der Welt an Politik geschieht. Viel wichtiger ist es doch, das, was zustande gebracht worden ist, zu verbessern. Die Menschen in den Regierungen sind ja auch nicht blöd. Unsere Aufgabe als Volk ist es nur, die Regierung an ihre Pflichten und Fehler zu erinnern. Deshalb sind Proteste in den Ländern umso wichtiger. In Deutschland, auch wenn wir auch jetzt noch nicht sonderlich weit sind, ging es auch mal viel schlimmer zu als jetzt. Proteste und die generelle Emanzipation ist da doch schon wichtig. Nur schlechtreden bringt allen herzlich wenig. Das bitte ich zu bedenken und mein Kommentar ist auch nicht als Angriff gedacht.;-)
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#10 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 19.06.2011, 18:40h
  • Antwort auf #6 von Hannibal
  • Deutsche, egal ob schwul oder nicht, sollten nicht so arrogant sein: Bedenkt man die immer noch aktuelle Praxis bei Abschiebungen und den Umgang mit "illegalen" Erwachsenen und Kindern, werden auch hier bei uns in Deutschland die Menschenrechte mit Füßen getreten. Erst letzte Woche wurde ein Mann, nur weil er Frauenkleider trug, in Berlin-Schöneberg mit Glasflaschen beworfen, Homos wird das Recht auf Adoption verweigert und so weiter und so fort. Übrigens: Nazis sind asoziale Verbrecher und Rechtspopulisten ihre Handlanger – überall!
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