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Washington Die amerikanische Regierung hat sich entschieden, dem Pharmahersteller Abbott Laboratories nicht das Patent für das HIV-Medikament Norvir zu entziehen. Den ungewöhnlichen Schritt hatten Aids-Aktivisten und einige Kongressabgeordnete gefordert, nachdem die Firma das Medikament im letzten Jahr um rund 400 Prozent verteuerte. Pro Tag hatte Norvir acht Jahre lang 1,71 US-Dollar gekostet, seit letztem Jahr kostet das Medikament in der Tagesdosis 8,57 US-Dollar, es sei denn, es wird zusammen mit dem firmen-eigenen Kaletra verkauft. Aktivisten kritisieren, dass es für die Steigerung keinen Anlass gebe und die unmoralisch sei, da der Steuerzahler für Teile der Forschung mitbezahlt habe. In anderen Ländern hat Abbott Laboratories nicht den Preis erhöht. (nb)



#1 Tobias WamserAnonym
  • 06.08.2004, 13:01h
  • Ursprünglich war das Patentrecht mal dazu gedacht, kleine Firmen und private Erfinder vor der Ausbeutung ihrer Ideen durch zu mächtige Großkonzerne zu schützen.

    Aber mittlerweile ist die Idee des Patentwesens - auf Druck der USA und der großen US-Konzerne - dermaßen pervertiert worden, dass Patente fast ausschließlich nur noch genutzt werden, um Wettbewerb und Innovation zu behindern und kleinere Anbieter vom Markt fernzuhalten. Und das nicht nur zu Lasten des Wettbewerbs, sondern der ganzen Volkswirtschaft und der Menschheit.

    Während das Urheberrecht sehr sinnvoll ist (und in vielen Bereichen, z.B. bei den umstrittenen Software- und Logikpatenten, das Patentwesen unnötig macht), ist es das Patentwesen - zumindest in der heutigen Form - ganz und gar nicht mehr.
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