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  • 21. Juni 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Warner Music Germany)

Die 1997 gegründete Indie-Rockband ist kein bisschen müde und überzeugt auch mit ihrem mittlerweile siebten Album, das in den USA die Top-3 erreichte.

Bei ihrem siebten Studioalbum lassen viele Bands oft kreativen Dampf und originelle Ideen vermissen. Doch im Fall von Death Cab For Cutie könnte wohl nichts weniger zutreffend sein - schließlich ist "Codes And Keys" in puncto akustischer Erkundung und textlichen Ehrgeizes in der langen Vita der Band absolut einzigartig: Noch nie haben sie aufgeregter mit Strukturen, Wörtern, Sounds und dem Aufnahmeprozess selbst herum experimentiert. Death Cab For Cutie kreierten ihr "Codes And Keys" in verschiedenen Studios der US-Westküste in mehreren kurzen Explosionen über eine Dauer von sieben Monaten: im Sound City im kalifornischen Van Nuys (wo die Band "Meet Me On The Equinox", die Single vom "The Twilight Saga: New Moon"-Soundtrack, aufnahm), im The Warehouse in Vancouver, in Drummer Jason McGerrs eigenen Two Sticks Audio und im Tiny Telephone in San Francisco. Zwischen diesen zehn- oder vierzehntägigen Aufnahme-Sessions legten sie die Songs beiseite und "brüteten sie aus", wie Bassist Nick Harmer es ausdrückt.

Zwar haben Death Cab For Cutie stets ihre beste Arbeit abgeliefert, wenn sie in dieser häppchenartigen Weise aufgenommen haben, doch Harmer sagt auch, dass der Entstehungsprozess von "Codes And Keys" so fragmentiert war wie nie zuvor. McGerr indes empfand es als unglaublich förderlich, hin und wieder ein bisschen Distanz von der Musik zu haben: "Es gab eine konstante Erneuerung durch frische Inspiration, die dadurch entstand, dass wir von Studio zu Studio umsiedelten."

Youtube | Death Cab for Cutie - ''You Are a Tourist ''

(Bild: Warner Music Germany)

Doch anders als beim Aufnahmeprozess fürs das Grammy-nominierte "Narrow Stairs" von 2008 - ein Album, das die Band in Echtzeit aufnahm und mit nur wenigen Overdubs und Studiotricksereien versah - erwies sich "Codes And Keys" laut Gitarrist/Multi-Instrumentalist/Produzent Chris Walla als "Montage-Projekt".

Die Band konzentrierte sich darauf, die besten Aufnahmen ihrer Parts einzufangen - manchmal separat voneinander, manchmal zu zweit - und konstruierte die Songs, indem sie diese Performances und andere musikalische Ideen aufeinanderschichtete. "Wir haben zwar schon vorher kleine Songstücke in dieser Form zusammengebaut", meint Walla. "Aber wir haben vorher nie einen Faden bis zum Ende aus dem Pulli gezogen und dann daraus einen völlig neuen Pulli gemacht. Nicht auf diese Weise."

Schon mit dem ersten Song, "Home Is A Fire", gibt "Codes And Keys" ein Statement ab: Knisterndes Schlagzeug schnattert unter mehreren Schichten wuseliger Rhythmen und gespenstisch hallender Vocals. Die üppige Instrumentierung fährt mit dem Titel-Track fort, auf dem Streicher des Magik*Magik Orchestra aus San Francisco im Takt mit Humpta-Drums und anmutigem Varieté-Piano schwingen. Jenes Orchester fügt auch "Stay Young, Go Dancing" eine gewisse Leichtigkeit hinzu, einem fröhlichen Album-Schlusspunkt, der so fantasievoll wie Randy Newmans Pixar-Movie-Beiträge ist. (cw/pm)