Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14498

16 Nationen kämpfen vom 26. Juni bis zum 17. Juli um die Krone im Frauenfußball

Lesbenhetze im nigerianischen Team, transsexuelle Vorwürfe gegen Äquatorialguinea - die am Sonntag in Deutschland startende Frauenfußball-WM wirft dunkle Schatten voraus.

Von Dennis Klein

Im Männerfußball ist Homosexualität kein Thema: Im Macho-Sport traut sich kein einziger Profi, eine abweichende Sexualität publik zu machen. Der einzige, der das bislang gewagt hatte, war der englische Nachwuchsstar Justin Fashanu 1990. In seiner Mannschaft Nottingham Forrest wurde er schon vorher von seinem Trainer Brian Clough als "verdammte Schwuchtel" beschimpft.

Bei den Frauen scheint alles etwas lockerer zu sein: So outete sich die deutsche Nationaltorfrau Nadine Angerer im vergangenen Jahr als bisexuell, ihre Stellvertreterin Ursula Holl hatte sich zuvor bereits mit ihrer Freundin verpartnert. Was bei der Männer-Nationalmannschaft zu einem großen Medienecho geführt hätte, war bei den Frauen kaum ein Thema.


Nigerias Trainerin Eucharia Uche hat Lesben aus ihrem Team entfernen lassen

Bei anderen Nationalteams sieht es jedoch anders aus. Besonders homophob ist das nigerianische Team, eines der Vorrundengegner Deutschlands: In der "New York Times" hat sich Trainerin Eucharia Uche damit gebrüstet, erfolgreich Lesben aus ihrer Mannschaft vertrieben zu haben. Uche bezeichnete Homosexualität unter Frauen als "moralisch sehr falsch" und als "schmutziges Thema", für das ein "göttlicher Eingriff" nötig sei. Ein früherer Assistent hat in der nigerianischen Zeitung "Sun" bereits erklärt, dass Uche mehrere Lesben aus dem Nationalteam geworfen habe.

Das Team aus Äquatorialguinea hat ein anderes Problem: Die Schwestern Salimata und Bilguisa Simpore wurden am Dienstag aus dem Kader geworfen, weil es Zweifel daran gibt, ob sie wirklich Frauen sind. Das hat international zu viel Häme geführt. So schrieb etwa der "Daily Telegraph" aus Australien, dass die "hässlichen Schwestern wohl in Wirklichkeit hässliche Brüder sind". Auch in diesem Skandal waren nigerianische Offizielle verwickelt: Die Simpores mussten nach einer FIFA-Beschwerde von Nigeria aus dem Aufgebot ausscheiden. Noch bei den afrikanischen Meisterschaften 2010 durfte das Duo antreten.


Salimata Simpore: Männlein oder Weiblein?

In Deutschland haben es sexuelle Minderheiten viel leichter. So rät die ehemalige Nationalspielerin Tanja Walther-Ahrens im Interview mit der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeine Zeitung" lesbischen Spielerinnen zum Coming-out: "Es ist nicht einfach, aber es lohnt sich. Seit ich mich geoutet habe, geht es mir viel, viel besser. Ich kann befreit meine Frau und mein Kind überall mit hinnehmen", so Walther-Ahrens. Die Lage in Nigeria bezeichnet die 41-Jährige als "schlimm", sie sei auf "andere Wertvorstellungen" in dem afrikanischen Land zurückzuführen. "Wir leben glücklicherweise in einem Land, in dem ein anderer Umgang mit Homosexualität möglich ist", so Walther-Ahrens.



#1 justdanielAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.06.2011, 17:13h
  • Die Trainerin Nigerias sollte den Mund gar nicht so voll nehmen, denn wenn ihre Mannschaft nämlich gegen Deutschland spielt, gibt es ein Debakel und dann ist ganz schnell Ruhe im Karton!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LorenProfil
#4 schwulenaktivist
  • 22.06.2011, 17:16h
  • Schön, dass jetzt die "Lesbengeschichten" nachgeliefert werden, die die Medienforschung kürzlich so beklagt hatte... (ironisch gemeint!)

    Ich denke diese Geschichten sind ein Beweis dafür, dass Homosexuelle im Sport zu Schwuchteln "entwertet" werden, während die Lesben - trotz Diskriminierung - im Sport eher "zu den Männern aufsteigen". Der Unsinn einer "doppelten Diskriminierung" wird ad absurdum geführt. Die Geschlechter werden je-anders diskriminiert. Ist das so schwer zu verstehen?

    Was die biologische Transdisposition betrifft: Es gibt keinen Sinn, Männer und Frauen leistungsmässig zu trennen, um dann bei Transen wieder darüber hinwegzusehen, weil sie mit ihrem Körper männliche Leistungen erbringen. Aber das sollte doch schon vor internationalen Meisterschaften abgeklärt werden können.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Katrin
  • 22.06.2011, 17:36h
  • Die Nigerianerinnen achten die christlichen Moralvorstellungen und stehen voll im Lichte der langen Kultur. Beim deutschen Team herrrscht Unmoral und Wertelosigkeit. Wenn die deutschen Spielerinnen gewinnen, war der Teufel im Spiel direkt mit dabei und das Team kommt in die Hölle, während die Nigerianerinnen in den Himmel aufsteigen werden. Aber ab September wird sich das bei uns auch ändern!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 LorenProfil
  • 22.06.2011, 17:54hGreifswald
  • "When the presence of God is invited in a particular place, positive changes around."
    "The players have come to know God now unlike what we had in the past. Most of them lived in ignorance, but now, they have realised the truth through proper counselling."
    "We now have a bunch of players that are thirsty for the things of God and with that, they are now more committed and devoted to their games, knowing that football can attract fame, fortune and joy to their hearts quite unlike lesbianism that can ruin them."
    "The Christians among them now go to church and on our own, we periodically organise non-denominational prayer sessions."
    (E. Uche, Trainerin, Nigeria)

    newafricanpress.com/2011/03/16/no-more-lesbianism-in-super-f
    alcons-uche/
  • Antworten » | Direktlink »
#7 go on womenAnonym
  • 22.06.2011, 17:59h
  • Das Thema beim Frauenfussball ist weniger ob eine lesbisch ist oder nicht, sondern die relative Unpopularität des Frauenfussballs.
    Sie spielen während der WM in 2. Liga Stadien. Jedes Bundesligaspiel der Herren ist besser besucht als WM Spiele der Frauen.
    Ob die WM im eigenen Land zu mehr Popularität führt?
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Lapushka
#9 Katrin
  • 22.06.2011, 18:42h
  • Antwort auf #6 von Loren
  • Good to learn the girls through councelling have found their way back into the light of God and the Spirit, although I heard rumours some of them still invite their partners to use condoms or even worse think of using contraceptives.

    I pray to God the girls will abandon short trousers in the games.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 herve64Profil
  • 22.06.2011, 20:58hMünchen
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Ich hoffe, dass es so kommt, wie du es beschrieben hast. Und im Anschluss daran wäre ein öffentlichwirksames kollektives Coming Out der lesbischen und bisexuellen Spielerinnen noch ein prima Sahnehäubchen oben drauf. Dann würde diese nigerianische Trainerin nämlich ziemlich klein und hässlich aussehen. Obwohl: das tut sie ja jetzt schon.
  • Antworten » | Direktlink »