Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14518

Noch ein schönes "Geschenk" zum Pride Month in New York City: Das Empire State Building leuchtet derzeit in Regenbogenfarben

Der Senat des US-Bundesstaates New York hat am späten Freitagabend die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare beschlossen. Für den Gesetzentwurf stimmten 33 Senatoren, 29 dagegen. Zuvor hatte bereits das New Yorker Unterhaus die Gesetzesvorlage gebilligt (queer.de berichtete).

Die Abstimmung in dem von den Republikanern dominierten Senat in Albany, der Hauptstadt des Bundesstaates, war mit Spannung erwartet worden. Insgesamt stimmten vier konservative Senatoren mit ihren demokratischen Kollegen für die Öffnung der Ehe. Fünf Anläufe waren dafür notwendig: Bereits vier Mal zuvor hatte das New Yorker Unterhaus die Gleichstellung im Eherecht beschlossen, sie scheiterte aber stets am Senat. Zuletzt ließ diese Parlamentskammer im Jahr 2009 die Ehe-Öffnung mit 24 gegen 38 Stimmen durchfallen (queer.de berichtete). Damals stimmten noch viele Demokraten gegen die Gleichstellung.

Der von den New Yorker Senatoren leicht veränderte Gesetz muss nun noch einmal dem Unterhaus zur Abstimmung vorgelegt werden, was jedoch als Formsache gilt. Die Republikaner hatten darauf bestanden, dass der Text so geändert wird, dass die "Rechte der religiösen Institutionen" geschützt werden (dokumentiert im unten verlinkten Artikel der Washington Post).

Gouverneur Cuomo hat das Gesetz unterschrieben


Mit diesem Motiv hatten Homo-Aktivisten für die Öffnung der Ehe geworben

Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo hat das Gesetz noch in derselben Nacht unterschrieben. Cuomo hatte während des Wahlkampfs 2010 versprochen, sich in seiner Amtszeit für die Öffnung der Ehe einzusetzen. "Ich bin sehr stolz auf New York und die Aussage, die wir heute an die Nation gerichtet haben", sagte der Gouverneur nach der Abstimmung. Cuomo lobte die Abgeordneten, die sich in den vergangenen Monaten "nicht als Republikaner oder Demokraten, sondern als New Yorker verhalten" hätten.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes, 30 Tage nach Unterschrift, wird New York der sechste und bei weitem größte US-Bundesstaat, der Schwulen und Lesben die Heirat erlaubt. Bislang haben nur Massachusetts, Connecticut, Iowa, New Hampshire und Vermont homosexuelle Paare im Eherecht gleichgestellt.

In der Nacht auf Samstag feierten zahlreiche Schwule und Lesben auf den Straßen von New York City die Entscheidung des Senats - vor allem im Gay-Viertel Greenwich Village. Nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses fielen sich fremde Männer und Frauen in die Arme. Ein besseres "Geschenk" zum Gay Pride hätte es nicht geben können: An diesem Sonntag findet die New Yorker CSD-Parade statt. (cw)

Aktualisiert um 10:45 Uhr

Youtube | New Yorks Schwule und Lesben feiern die historische Entscheidung des Senats


#1 martin-blnAnonym
  • 25.06.2011, 10:09h

  • Klasse! Vor 1 Monat war ich (das erste Mal - einfach gigantisch!) in New York und sprach längere Zeit mit jemand, der dafür auf der Straße warb, nahe der Christopher Street - konnte es kaum glauben, dass solch eine diesbezüglich geschichtsträchtige Stadt
    so weit hinterherhinkt...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Timm JohannesAnonym
#3 gatopardo
  • 25.06.2011, 10:33h
  • Vielleicht erfahren wir aber auch, was denn nun die "Rechte religiöser Institutionen" beinhaltet, die mal wieder geschützt werden wollen, als hätten sie da was zu verlieren, was sie sowieso nicht besitzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MarekAnonym
  • 25.06.2011, 10:44h
  • Bravo! Das ist ein riesiger Erfolg für New York. Schade, dass der Rest der USA größtenteils nicht so fortschrittlich ist.

    Jetzt hoffe ich nur, dass die Konserrvativen, Kirchen und anderen Homohasser endlich mal demokratische Beschlüsse akzeptieren und nicht wieder das ganze mit ewigen Klagen und Kampagnen verzögern oder gar verhindern.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.06.2011, 10:45h
  • Herzlichen Glückwunsch New York! Auch wenn es vom Abstimmungsergebnis äußerst knapp war, so hat die Gerechtigkeit auf ganzer Linie gesiegt! Es ist aber auch Erleichterung mit dabei. Außerdem ist es erstaunlich, daß vier Senatoren aus Reihen der Republikaner für die Homoehe votierten und damit viel Courage gezeigt haben. Das ist jedoch ganz gut so. In Texas hätte man die "Abtrünnigen" bestimmt aus der Partei ausgeschlossen und gut, daß New York sehr viel zivilisierter ist!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SebiAnonym
  • 25.06.2011, 10:53h
  • Herzlichen Glückwunsch New York!

    Es ärgert mich zwar, dass explizit die "Rechte der religiösen Institutionen" über Grundrechte gestellt werden, aber ich hoffe, dass das auf die Eheöffnung an sich keinerlei Auswirkungen hat und nur bedeutet, dass sie schwule und lesbische Paare nicht trauen müssen. (Aber wer will von einer faschistischen Sekte auch schon getraut werden.)

    Ich freue mich. Noch mehr würde ich mich zwar ohne diesen Religionsschutz freuen, aber besser als gar nichts.

    (Das zeigt aber auch wieder mal, dass Religionen Grundrechte und Demokratie ablehnen und sich damit sogar durchsetzen können. Die müssen endlich gestoppt werden...)
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SchokiAnonym
  • 25.06.2011, 10:55h

  • Endlich! Damit ist ein weiterer Bundesstaat der USA weiter als Deutschland. Wenn das so weitergeht, reagiert unser etwas langsames Deutschland vielleicht ja auch darauf! :-);-)
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FelixAnonym
  • 25.06.2011, 10:58h
  • Und in Deutschland lehnen CDU/CSU und FDP immer noch die Eheöffnung strikt ab!!

    Unsere schwarz-gelbe Bundesregierung wird immer peinlicher und ihre Rückständigkeit und menschenverachtende Politik wird von Woche zu Woche offensichtlicher!

    Es wird höchste Zeit, dass CDU/CSU und FDP endlich ersetzt werden! Denn die werden immer untragbarer!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 FelixAnonym
  • 25.06.2011, 11:01h
  • Antwort auf #7 von Schoki
  • "Endlich! Damit ist ein weiterer Bundesstaat der USA weiter als Deutschland. Wenn das so weitergeht, reagiert unser etwas langsames Deutschland vielleicht ja auch darauf!"

    Nicht solange Union und FDP regieren...

    Die Diskriminierung wird erst dann aufhören, wenn Union und FDP sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat so schwach wie möglich sind. (Die FDP am besten unter 5%, also ganz raus.)

    Erst dann wird sich was ändern können, damit wir nicht mehr Menschen 2. Klasse sind!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HinnerkAnonym
  • 25.06.2011, 11:16h
  • Wie lange müssen wir wohl in Deutschland noch warten, bis wir endlich nicht mehr diskriminiert werden und voll gleichgestellt sind?

    Hoffentlich sind Union und FDP bald weg vom Fenster, denn vorher wird sich nichts ändern.

    Herzlichen Glückwunsch an die New Yorker, deren Kampf endlich erfolgreich war!
  • Antworten » | Direktlink »