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Beim Anschlag in der Kastanienallee kam niemand zu Schaden (Bild: Oh-Berlin.com / flickr / by 2.0)

Offenbar aus Rache auf tätliche Angriffe gegen NPD-Politiker sind in Berlin Brandanschläge auf fünf Häuser verübt worden, darunter auch das schwule Wohnprojekt Tuntenhaus.

In der Nacht zum Montag setzten Unbekannte die Tür des Hauses in der Kastanienallee 86 im Ortsteil Prenzlauer Berg in Brand, während die Bewohner schliefen. Ein Rauchmelder weckte die Männer auf, die das Feuer schließlich selbst löschen konnten. In der gleichen Nacht gab es mehrere weitere Anschläge gegen linksalternative Projekte. Dabei entstand etwa hoher Sachschaden am "Anton-Schmaus-Haus", einer Einrichtung der "Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken". Auch Autos von Bewohnern des Wohnkollektivs im Thomas-Weissbecker-Haus, ein linker Treffpunkt in der Lottumstraße und das Geschäft "Red Stuff" in der Kreuzberger Waldemarstraße brannten.

Die Feuerserie gilt als Rache für Angriffe von mutmaßlichen Linksextremisten auf mehrere NPD-Politiker in Berlin. So wurde der Berliner Landeschef Uwe Meenen am Samstag von Vermummten niedergeschlagen und am Boden liegend mit Füßen getreten. Meenen musste im Krankenhaus behandelt werden. Daraufhin schworen Neonazis im Internet Rache.

Warnung vor Eskalation der Gewalt

Der Berliner Verfassungsschutz spricht angesichts der Anschläge von einer "neuen Qualität" der Gewalt, die von extremistischen Gewalttätern aus dem linken und rechten Spektrum ausgeht. Innensenator Erhart Körting (SPD) kündigte daraufhin an, dass die Polizei im Wahlkampf mehr Präsenz zeigen würde. Er erinnerte an die Radikalisierung zwischen Links und Rechts in der Weimarer Republik, die schließlich zum Aufstieg der Nationalsozialisten geführt hatte.

Das Tuntenhaus fordert eine harte Bestrafung der Täter: "Die Brandanschläge auf Wohnhäuser, in denen Menschen schlafen, müssen als Mordversuch verstanden werden", heißt es auf der Website des Wohnprojekts. Für den Dienstagabend ist ab 19 Uhr eine Demo von Antifa-Aktivisten in Kreuzberg geplant.

Tuntenhäuser gibt es seit Anfang der 1980er Jahre in Deutschland. Damals besetzten linke Schwule leer stehende Häuser und bauten sie in Eigeninitative zu Wohngemeinschaften um. (dk)



#1 FDP-ChristianAnonym
  • 28.06.2011, 14:27h
  • Dass es die "Tunten" im Tuntenhaus getroffen hat, ist sehr zu bedauern, genau wie all die anderen Opfer, aber mal ehrlich: linksextremistische gegen rechtsextremistische Gewalt... das war irgendwie klar, dass das nich gut geht.

    Ich werde zwar wieder Schelte von den links-grünen-Kampf-Gleichmachern hier bekommen, aber daran sieht man, dass in Deutschland WEDER linke NOCH rechte Gewalt einen Platz finden dürfen. Beides ist Terror und gleichermaßen zu bekämpfen.

    Die FDP fordert das seit Jahren!!

    Der erste Schritt wäre es, die Partei DIE LINKE endlich überall unter den Verfassungsschutz zu stellen, sprich von diesem untersuchen und ggf. dagegen intervenieren zu lassen.
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#2 Die Grünen-HorstAnonym
  • 28.06.2011, 14:41h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Das ist wieder einmal typisch für die FDP, anstatt sich darüber zu freuen, dass diesmal nichts Schlimmeres passiert ist, verfällt man sofort in einen anklagenden Duktus und setzt auf den Obrigkeitsstaat. Alles klar, lieber Christian.
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#3 dumme ideeAnonym
#4 HistorikerAnonym
  • 28.06.2011, 14:56h
  • "Er erinnerte an die Radikalisierung zwischen Links und Rechts in der Weimarer Republik, die schließlich zum Aufstieg der Nationalsozialisten geführt hatte."

    Bullshit!

    Bürgerlich-mittige Parteien, die bereitweillig die Menschenfeindlichkeit mitkultivierten, auf die die Nazis aufbauten und gleichzeitig deren Steigbügelhalter waren, sowie eine Sozialdemokratie, die sich lieber dem Imperialismus und Reformismus der anderen verschrieb, statt der breiten Masse der arbeitenden Bevölkerung eine bessere Perspektive zu bieten und gemeinsam mit den Kommunisten den Faschismus aufzuhalten!

    Das "hatte zum Aufstieg der Nationalsozialisten geführt" und nichts anderes. Kein Wunder, dass ausgerechnet ein SPD-Neoliberaler das immer noch nicht wahrhaben will. Mit wem arbeitet die SPD denn heute so zusammen, mit wem verweigert sie die Zusammenarbeit (mangels minimaler sozialdemokratischer Prinzipien) und mit welchen Zielen und wem dient das?

    Griechenland führt uns ja gerade vor Augen, wie schnell es wieder in Richtung offene (faschistische) Diktatur des Finanzkapitals gehen kann, wenn es für die Eliten brenzlig wird.
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#5 stromboliProfil
  • 28.06.2011, 15:16hberlin
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • mitleidsbekundung aus der falschen ecke:
    würde man alle parteien auf grund vermuteter gesetzesübertritte unter polizeiaussicht stellen wollen gäbe es keine parteien mehr, zumindest keine freien !
    Allein die verquickung von mandat und zuarbeit zu lobbygruppen, die dem staat und bürger letztendlich kosten in milliarden höhe verursachen, sind ein terroristischer angriff auf die wohlstandsgesellschaft.. die du so heftig zu verteidigen suchst.
    Sieh den balken im eigenen auge!

    Von den lügnern und betrügern ala koch-mehrin die schlamlose abkupferin erst gar nicht zu reden... so jemanden unwiedersprochen in seiner (deiner) partei zu dulden ist im weitesten sinne mittäterschaft und unterstützung einer kriminellen tat!
    Bei der gelegenheit:
    Überprüfen wir auch die überläufer und wendehälse in deiner partei, die als spitzel verborgen in den "zwangsvereinigten " schwesterparteien der ex-ddr ihre mitbürger ausschnüffelten? Die wendegewinnler in der cdu?
    Da hatte die hagestolze spd ja noch einen ehrenhaften denkansatz, als sie auf die "vereinigung der ehemaligen spd in der sed" unter verlußt der parteibesitze verzichtete..
    Das wohl auch der vergangenheit in der brd geschuldet.
    Wir haben ja wenigstens in der brd ab 60 einen versuch unternommen, uns diesem mitläuferphänomen zuzuwenden... wenn auch mit mässigem erfolg!

    Wenn jemals einer partei es gelingen sollte, die verstaatlichung von bürgerwichtigen versorgungseinrichtungen im parteiprogram zu verankern und gar in freien wahlen durch zu setzen, dann ist dies ein legitimer demokratischer wandlungsprozess!
    So wie ihr die privatisierung und damit den verkauf des tafelsilbers der bevölkerung auf euere fahne geschrieben habt und zu unserer aller entsetzten in den letzten 30 jahren auch verscherbelt habt.
    Der niedergang der kommunen ist resultat, der soziale abstieg dank!

    Solange auch nur ein wort von (freier)marktwirtschaft in der vorläufigen ( merke: das GG ist ein provisorium!) verfassung als maß allen handelns steht , solange ist widerstand bürgerpflicht!
    Da lasse ich mich auch nicht auf den "boden des grundgesetzes" zwingen.
    Aber da kommen dann dresdener verhältnisse auf uns zu.. ihr wisst euch zu schützen mit scheinheiligen grinsen im gesicht!

    Ich glaube, die TUNTEN ( ohne anführungsstriche, die sind nämlich stolz auf diesen begriff!) im Tuntenhaus, können so sehr gut auf dein geheucheltes beileid verzichten! &
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#6 FelixAnonym
  • 28.06.2011, 15:20h
  • Das sind die Folgen, wenn Kirchen und Politik ständig Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle als Menschen 2. Klasse darstellen, die nicht gleichgestellt sind.

    Die Pfaffen und ihre Anhänger sowie Parteien wie CDU, CSU und FDP und ihre Wähler haben an dieser Entwicklung Mitschuld. Dass die mit dieser Schuld leben können...
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#7 juttaAnonym
#8 Julek89
#9 xapplexAnonym
  • 28.06.2011, 15:31h
  • "Auch Autos von Bewohnern des Wohnkollektivs im Thomas-Weissbecker-Haus ... brannten"

    Linksextremisten haben in den letzten 4 Jahren über 600 Autos allein in Berlin angezündet. Jetzt dürfen sie mal ihre eigene Medizin probieren, und prompt fordern sie "harte Bestrafung"...

    www.brennende-autos.de/
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#10 MarekAnonym
  • 28.06.2011, 15:42h
  • Antwort auf #1 von FDP-Christian
  • Kein normaler Mensch findet Gewalt gut! Oder willst Du jetzt behaupten, die FDP sei die einzige gewaltfreie Partei und alle anderen wollen Anarchie?

    Jeder Art von Gewalt ist zu verurteilen, aber Du willst jetzt doch nicht ernsthaft die Linkspartei mit Nazis gleichsetzen.

    Aber was will man schon von FDP-Anhängern erwarten. Wer heute noch auf diese Partei reinfällt muss schon sehr naiv sein. Aber glücklicherweise sind das ja nur noch wenige. Und hoffentlich ist das Gedächtnis und der Verstand der Leute gut genug, damit das auch so bleibt.
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