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Noch immer nicht selbstverständlich zum CSD: Regenbogenfahne am Rathaus (Bild: dev null / flickr / by-sa 2.0)

Im Bielefelder Stadtrat lässt eine rechte Wählergemeinschaft über ein Beflaggungs-Verbot zum CSD abstimmen, in Dresden schiebt man Bauarbeiten am Rathaus vor.

Von Carsten Weidemann

In Magdeburg hatte der Streit mit dem ignoranten Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) ein Happy-End: Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird zum CSD am Rathaus der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt die Regenbogenfahne gehisst (queer.de berichtete). Doch in anderen deutschen Städten ist die solidarische Beflaggung noch immer nicht selbstverständlich.

So etwa in Dresden, das am 2. Juli zur schwul-lesbischen Demo lädt. Dort mussten die CSD-Veranstalter am vergangenen Montag selbst eine symbolische Flagge in der Einkaufsmeile hissen - die Stadt weigert sich zum wiederholten Male, ein entsprechenden Zeichen am Rathaus zu setzen. Aufgrund der Bauarbeiten am Rathausvorplatz könne der Flaggenmast leider nicht genutzt werden, lautet die offizielle Begründung.

Dies hält nicht nur Richard Kaniewski, sozialpolitischer Sprecher der Dresdner SPD, für vorgeschoben: "Mit Bedauern und Unverständnis nimmt die SPD-Fraktion zur Kenntnis, dass die Stadt sich nicht durchringen kann, symbolisch ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen in Dresden zu setzen und ihre Entscheidung hinter fadenscheinigen Begründungen versteckt." Dresdens an Krebs erkrankte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) wird derzeit von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vertreten.

CSD Bielefeld ruft zur Protestaktion am Donnerstag auf

Auch im westdeutschen Bielefeld gibt es Probleme. Zwar hatte der offen schwule Bürgermeister Pit Clausen (SPD) 2010 in seinem allerersten Amtsjahr die Regenbogenflagge am Rathaus und auf der Sparrenburg zur CSD-Eröffnung gehisst - der Bürgergemeinschaft für Bielefeld (BfB) ist dies jedoch ein Dorn im Auge. Die rechtsorientierte Wählergemeinschaft will die fest geplante Wiederholung beim diesjährigen CSD am 16. Juli verhindern und hat im Stadtrat einen entsprechenden Antrag gestellt. In der Begründung argumentiert die BfB mit der Landesflaggenverordnung. So würden auch für Kaninchen- oder Hühnerzuchtvereine keine Flagge am Rathaus gehisst.

Obwohl die Bürgergemeinschaft nur 3 der 66 Sitze im Stadtrat stellt, ruft der CSD Bielefeld für Dienstag, den 30. Juni um 15 Uhr sicherheitshalber zu einer Protestaktion vor dem Rathaus auf - 30 Minuten vor der Abstimmung über den BfB-Antrag im Haupt- und Beteiligungsausschuss. Bielefeld wird derzeit von einer rot-gelb-grünen Ampel-Koalition regiert.



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#1 alexander
  • 29.06.2011, 22:35h
  • mit einem kreuz auf der fahne, gäbe es keine probleme ? das kreuz muss ja nicht unbedingt auch noch haken haben ?????
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#2 TimonAnonym
  • 29.06.2011, 23:08h
  • Daran, dass sogar schon eine Flagge so viel Protest hervorruft, sieht man, in welcher Bananenrepublik wir leben.
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#3 Lapushka
  • 29.06.2011, 23:46h
  • Ich finde beides relativ albern.
    Sowohl die Leute, die sich darüber aufregen dass so eine Flagge dort angebracht werden soll, als auch die Leute die sich darüber aufregen, dass sie nicht aufgehängt werden soll.

    CSD und Regenbogenflaggen sind nicht die Komponenten, von denen eine Akzeptanz abhängig ist mMn.

    Zumal mit dem Krams sowieso nur eine falsche Illusion von Toleranz erzeugt wird.
    Dieser Welt-Typ beweist das ganz gut: "Ihr habt dóch den CSD und Regenbogenflaggen am Rathaus. Was wollt ihr denn noch? Mehr Integration geht doch garnicht"
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#4 Maximilian B.Anonym
  • 30.06.2011, 01:15h
  • Da sieht man wieder, wer Hass und Gewalt gegen Schwule und Lesben schürt:

    So genannte Christen und Neonazis! Also alles wie gehabt
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.06.2011, 11:47h
  • Daß mit den Bauarbeiten am Rathausvorplatz halte ich auch für eine faule Ausrede! Warum bringt die eine oder andere im Stadtrat vertretenen Partei nicht einmal einen Antrag auf CSD-Beflaggung des Rathauses? Aufwachen, es ist fünf vor zwölf! Hallo SPD, Die Linke, Bündnis 90/Grüne, Bürgerbündnis

    www.buergerbuendnis-dresden.de/BURGERBUNDNIS-DRESDEN/was-ist
    -die-buergerfraktion.html


    und FDP! Nehmt Euch Magdeburg als warnendes Beispiel! Eine Mehrheit für die CSD-Beflaggung ist dann so gut wie in der Tasche!
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#7 RoneyAnonym
#8 LavendelschwertAnonym
  • 30.06.2011, 21:57h
  • Achtung! Roll back ist angesagt die Medien berichten immer weniger über Csd ,grüne Oberbürgemeister im Ländle gieren nach Konservativen Ländle möchten Schwulen und Lesben das adoptieren von Kindern verbieten, Regebogen Flaggen sind out und Queere Lebensweise ist nicht mehr cool weil hedonistisch das ökospießertum gibt den Ton an..
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 benniAnonym
  • 01.07.2011, 22:24h
  • hi ihr

    euch ist ein folgenschwerer irrtum unterlaufen. die "bürgergemeinschaft für bielefeld" hat im hauptausschuß des stadtrats nicht beantragt, dass die regenbogenflagge nicht mehr gehißt werden soll. sondern nur eine anfrage eingereicht, die nur beantwortet werden muss

    konsequenzen hätten sich hieraus nur ergeben, wenn das hissen der regenbogenflagge (wie kürzt man das ab? rbf??) nicht rechtmäßig ist

    da es keine rechtlichen hinderungsgründe gibt und oberbürgermeister clausen auf die frage nach dem hissen in diesen jahr eindeutig mit ja geantwortet hat, ändert sich nichts. göttinnendank

    nur für queer.de: lernen, dass eine anfrage kein antrag ist

    benni
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