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  • 04. Juli 2011, noch kein Kommentar

Hat gelernt, Aids mit einem neuem Blick zu sehen: Ralf Jantzen

Ralf Jantzen erzählt in seinem Buch "Zahltag", wie gelernt hat, Aids mit einem neuem Blick zu sehen.

Von Carsten Weidemann

Der Autor des Buches ist HIV-positiv. Doch statt des befürchteten Endes, wurde der Virus für Ralf Jantzen ein Anfang. Der Leser erfährt in seinem Buch, wie elementare Herausforderungen - so auch Aids - eine Chance zur Selbstfindung sind.

Zudem geht es in "Zahltag" um Sexualität, wie wir sie als Lust und in Beziehungen erleben, sei es als Homo- oder Bisexualität oder tangiert, wenn heterosexuelle Paare der Homosexualität begegnen, wenn das Verdrängte aus dem Schatten des Verborgenen heraustritt.

Und es geht - natürlich - um Aids. Was passiert, wenn es jemanden trifft, wie viel besser es sich heute mit Aids leben lässt, als die meisten vermuten. Und warum es an der Zeit ist, Aids mit einem neuen Blick zu sehen.

Audio / MP3 | Hörprobe: Ralf Jantzen liest aus "Zahltag"

Lesenswerter Beitrag zur Verarbeitung von HIV

"Jantzen hat einen erfrischenden und überaus lesenswerten Beitrag zur Verarbeitung von HIV/Aids abgeliefert", schreibt das Magazin der Aids-Hilfen Österreichs "PlusMinus" in einer Rezension. "Hinzu kommt, dass Jantzen kein Moralist ist und, was vielleicht noch wichtiger ist, er agiert nicht als Prediger."

Die Bilder auf dem Umschlag zeigen übrigens Werke, mit denen der Autor und Künstler als Betroffener am Konrad Lutz Preis 2002 bis 2009 teilgenommen hat. Sie spiegeln den Weg seiner Selbstfindung wider - von leeren Stühlen im Wartesaal zum Ungewissen, über angsterfüllte Träume zu neuer Hoffnung.

Ralf Jantzen: Zahltag, kartoniert, 149 Seiten, RJ Verlag, 149 Seiten, Hillscheid 2010, 9,80 €