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Parteichef Syed Munawar Hassan will keine Homosexualität im Land dulden - auch nicht hinter Botschaftsmauern

Die größte religiöse Partei in Pakistan kritisiert, dass in der amerikanischen Botschaft in Islamabad eine CSD-Feier für Schwule und Lesben abgehalten wurde.

Die "Gay, Lesbian Bisexual and Transgender (GLBT) Pride Celebration" wurde bereits am 26. Juni in der Botschaft abgehalten. Rund 80 Menschen, darunter Botschaftspersonal, Diplomaten und pakistanische Homo-Aktivisten haben nach US-Angaben an der Veranstaltung teilgenommen. In pakistanischen Blogs ist das Treffen bereits als Versuch der Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes kritisiert worden, am Sonntag protestierte auch die islamische Partei Jamaat-e-Islami den "Kulturterrorismus" der Amerikaner: "Jede Religion, inklusive Islam, Christentum und Hinduismus, verbietet Homosexualität. Pakistan folgt den islamischen Regeln, die schwule und lesbische Hochzeiten und Veranstaltungen verbietet", erklärte Parteichef Syed Munawar Hassan gegenüber der Zeitung "The Nation". "Die US-Botschaft hat die Regeln und Gesetze dieses Landes verletzt, indem sie eine so kontroverses Treffen erlaubt hat. Darauf sollte unsere Regierung entsprechend reagieren." Hassan erklärte, dass er im Namen aller islamischen Parteien im Land spreche.

In einer Pressemitteilung erklärte seine Partei weiter, Schwule und Lesben seien ein "Fluch für die Gesellschaft" und "sozialer Müll". Homosexuelle seien derzeit die zweitgrößte Gefahr in Pakistan - nach den Drohnenangriffen des amerikanischen Militärs.

Auch mehrere islamische Geistliche haben die USA scharf für die Veranstaltung gerügt. Politiker der Regierungsparteien haben jedoch mit Hinweis auf die Immunität von Diplomaten jeglichen Kommentar zum Thema abgelehnt.

Homosexualität ist in Pakistan illegal und kann mit Gefängnis zwischen zwei Jahren und lebenslänglich bestraft werden. Das Verbot geht dabei auf die britische Kolonialgesetzgebung zurück, die 1860 installiert wurde.

Jamaat-e-Islami ist eine von mehreren religiösen Parteien, die zum Ziel haben, den Koran als einzige wichtige politische Instanz zuzulassen. Sie verurteilen jegliche "Verwestlichung" des Landes - neben Ideologien wie Kommunismus oder Kapitalismus lehnen die Mitglieder auch "westliche" Einflüsse wie Homosexualität oder Frauenrechte ab. (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.07.2011, 13:24h
  • Eine CSD-Party in einer Botschaft? Das könnte bald Schule machen. Auf jeden Fall haben die US-GIs ja heute wieder etwas zu feiern: Independence Gay, sorry, Independence Day!
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#2 daVinci6667
  • 04.07.2011, 13:46h

  • Also ich finde auch dass solche Feiern in allen westlichen Botschaften und Konsulaten Schule machen sollten. Besonders in diesen primitiv islamischen Staaten, aber ganz besonders auch im Vatikan, Uganda und Jamaica!
    Brav still halten und unauffällig so tun als gäbe es uns nicht, ist gerade in solchen Terrorstaaten nämlich genau der falsche Weg!
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#3 LorenProfil
  • 04.07.2011, 14:47hGreifswald
  • "Jamaat-e-Islami ist eine von mehreren religiösen Parteien, die zum Ziel haben, den Koran als einzige wichtige politische Instanz zuzulassen."

    Daher bleibt für Pakistan nur zu hoffen, dass der politische Einfluss solcher Parteien und ihrer Politiker (wie dieser unsägliche Syed Munawar Hassan) so gering wie möglich bleibt (Trennung von Staaat und Religion) und der "Kulturterrorismus" aller Religionen auf die Menschheit eingedämmt werden kann (obwohl es gegenwärtig eher so aussieht, als arbeiteten sie quasi arbeitsteilig daran, ihren Einfluss auszudehnen und den Menschen ihre moralischen und gesellschaftlichen Vorstellungen aufzunötigen bzw. aufzuzwingen).
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#4 BurgerBerlinProfil
  • 04.07.2011, 15:24hBerlin
  • Terrorismus ist grundsätzlich was schreckliches, scheinbar gibt es aber doch eine Ausnahme !!
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#5 GeorgFalkenhagenProfil
  • 04.07.2011, 15:32hBremen
  • Eine Einmischung in "äußere Angelegenheiten", ganz klar. Die Pakis hamse wirklich nich mehr alle, erst Osama bin Laden - einem Massenmörder - Asyl gewähren und nun dies. Ich bedaure nur die Pakistanis, die vor so etwas aus ihrem Land flüchten, denn auf die fallen jetzt die Vorurteile über ihre Heimat ...

    Pakis, bitte putschen!
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#6 anonymusAnonym
  • 04.07.2011, 16:14h
  • Deutlicher kann man die Verlogenheit und Bigotterie nicht mehr zeigen:
    Das Zitat dieses Herrn lautet: " Jede Religion, inklusive Islam, Christentum und Hinduismus, verbietet Homosexualität."

    Ansonsten sind diese Herren sehr schnell dabei, Christen und Gläubige anderer Gemeinschaften mit dem Blasphemiegesetz zu verfolgen wenn diese den Propheten des Islams kritisieren und sie zu töten.
    Diesmal nimmt/benutzt er die zwei anderen Religionen sozusagen als "Zeugen" für seine Anklage.

    Nun denn: Sein Fluch komme auf ihn ... möge das ganze Land verschwult und verlesbt werden ....
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#7 asAnonym
  • 04.07.2011, 16:22h
  • 1. Botschaftsgelände ist neutrales Gelände.

    2. In Demokratien herrscht Trennung von Staat und Religion.
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#8 Maximilian B.Anonym
#9 Peter BAnonym
#10 ArthasAnonym
  • 04.07.2011, 17:46h
  • Und dann wundern sich die Pakistaner das die Spendenbereitschaft im "Westen" bei Naturkatastrophen immer so gering ausfällt. Naja, islamische Länder halt, aber immerhin hat er Schwule nur als Gesellschaftsfluch und Sozialmüll beleidigt und nicht zur Steinigung aufgerufen. Scheint wohl ein moderater Muslim zu sein.
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