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Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad

Der indische Gesundheitsminister Ghulam Nabi Azad hat Homosexualität als unnatürliche Krankheit aus dem Westen bezeichnet.

Auf einer HIV-Konferenz in Neu-Delihi sagte Azad am Montag, dass Homosexualität "schlecht für Indien" sei: "Das ist eine Krankheit, die von anderen Ländern zu uns gekommen ist", erklärte der 62-Jährige. Sie sei vom Westen ausgegangen, so der Politiker von der Kongresspartei des Premierministers Manmohan Singh. "Auch wenn [Homosexualität] unnatürlich ist, verbreitet sie sich schnell und ist schwer zu erkennen", so Azad.

Gleichgeschlechtlicher Sex wurde in Indien erst vor zwei Jahren nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs legalisiert (queer.de berichtete). Die Richter erklärten, dass das das Verbot gegen den Gleichheitsgrundsatz in der indischen Verfassung verstoße. In der Gesellschaft gilt Homosexualität nach wie vor als Tabu-Thema.

Aids-Aktivisten zeigten sich empört über den Minister: "Diese Aussagen helfen nicht und erschweren den Kampf gegen HIV", erklärte Anjali Gopalan, die Chefin der Gruppe NAZ-Foundation, gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Schätzungen zufolge leben derzeit 2,5 Millionen Inder mit HIV.

In den letzten beiden Jahren hat es immer wieder Kritik an der Legalisierung von Homosexualität gegeben, auch aus der Regierung. Dabei werden auch immer wieder irrationale Ängste geweckt: So beklagte unlängst der Minister für erneuerbare Energien, dass zurzeit mehr Jungs als Mädchen geboren werden würden - und das zu mehr Schwulen in der Gesellschaft führen würde (queer.de berichtete).

Das ehemalige Homo-Verbot geht auf die britischen Kolonialherren zurück. Paragraf 377 wurde bereits 1860 eingeführt. Während Großbritannien jedoch Ende der 1968 das Homo-Verbot abschaffte, war es in Indien noch bis 2009 gültig. Allerdings wurde es in den letzten zwei Jahrzehnten praktisch nicht mehr angewandt. (dk)



#1 seb1983
  • 05.07.2011, 12:46h
  • In Indien eine westliche Krankheit,
    in Pakistan betreiben die USA schwulen Terrorismus
    im Iran gibts sogar keine Schwulen, so wie in westlichen Ländern...

    Mit Kritik am "Westen" muss man nicht sparsam sein, grad hier wird ja gerne so getan als sei Deutschland quasi die Homovorhölle, aber unter den Blinden ist der Einäugige halt König.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.07.2011, 12:50h
  • Wie hatte doch einmal ein Bündnisgrüner trefflich gesagt: "Mit Verlaub, Herr Minister, Sie sind ein..." (zensiert)! Das bewahrheitet sich auch wieder bei einem Regierungsvertreter, in dem Fall auf Herrn Ghulam Nabi, dem noch gar nicht bekannt ist, daß die WHO Homosexualität schon lang von der Liste der Krankheiten gestrichen hat! Außerdem wissen wir ja, daß Hindus gegenüber Schwulen, Lesben, Bi- und Transgender viel liberaler und toleranter sind als andere Weltreligionen!
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#3 schwulenaktivist
  • 05.07.2011, 13:39h
  • Es ist ein natürlich-logischer Schluss, dass es auf der ganzen Welt Menschen gibt, die homosexuelle Lust geniessen. Das ist leider nicht daran festzumachen, ob sie verheiratet sind, oder in irgendwelchen homosexuellen Beziehungen leben. Das ist schon seit hunderten von Jahren so.

    Die Reaktion, welche die Kritiker der moslemischen Homosexuellen-Verleugnung angreift, vergisst, dass die Religionen nichts so sehr fürchten, wie öffentliche Diskussionenen. Denn Religion ist vor allem ein Gheimnis von wenigen Machtbesessenen...

    Der Westen hat die orientalischen Kulturen gezwungen, sich zu ihrer grössten Heimlichkeit öffentlich zu äussern, die sie schon immer versteckt hat. Egal ob es Juden, Christen oder Moslems oder Hindus seien. Der grösste Irrtum besteht darin, alte Kolonialgesetze zu verteidigen, die nur das verboten haben, was zu jener Zeit schon da war.

    Wer westlichen Schwulen vorwirft, sie würden alte Kulturen nicht respektieren, der ist blind für die Kulturgeschichte eben dieser...

    Aber es ist auf der ganzen Welt das gleiche. Wann immer man oder frau einer Kultur Unterdrückungsmechanismen entreisst, schreien die auf! Auch in Rom übrigens!

    Welche Formen von homosexuellen Kontakten die Kulturen pflegen kann diskutiert und verglichen werden. Seien es Ehemänner in Napoli, die sich nur von Transvestiten ficken lassen (weil das keine richtigen Männer sind), oder die tanzenden Buben in Afghanistan, die die Homosexualität der Männer auf "heterosexuelle" Art befriedigen müssen, oder Heterosexuelle, die Analverkehr (was in ihren Köpfen ja Homosexualität bedeutet) mit Frauen praktizieren. Es geht immer darum, den aktiven Part nicht zu verlassen, oder über Transsexuelle oder Transvestiten als Partner, dessen nicht verlustig zu gehen.

    Alle anderen Arten von Aufgeregtheiten sind Schaumschlägereien! Amen
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#4 joshiProfil
  • 05.07.2011, 13:58hBerlin
  • Gandhi ist tot..... und Indien weiter ein Land hinter dem Mond, gleich neben Europa und dem Rest der Welt....
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#5 userer
#6 Lapushka
  • 05.07.2011, 14:09h
  • "Das ist eine Krankheit, die von anderen Ländern zu uns gekommen ist", erklärte der 62-Jährige - [dessen Vorväter das zu Teilen schwule Kamasutra erfunden haben]

    Hat der keine Ahnung von der Geschichte und Kultur seines eigenen Landes?
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#7 babushkaAnonym
#8 Axel HaaseAnonym
  • 05.07.2011, 14:41h
  • Indien ist in erster Linie ein trauriges Kapitel der Menschheit. Seit jeher wird der Subkontinent von bekloppten und korrupten Idioten regiert.

    Leute wie Azad haben schlicht keine blasse Ahnung davon was sie reden. Dummheit kennt in Indien keine Grenzen. Azads glaubt auch, dass mehr Fernsehen ein Rezept gegen die Überbevölkerung sei. Leute wie Guru Baba Ramdev heilen dann auch mal gerne AIDS durch Joga. 1000 und eine Nacht lang könnte man von Indischen Führern erzählen, davon wie sie sich ihre eigenen Taschen füllen und das gemeine Volk weiterhin hungert.

    Da es in Indien aber dennoch mehr Schwule als Männer in Deutschland gibt, bleibt zu hoffen, dass sich die Zeiten auch irgendwann einmal bessern.
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#9 depp-watchAnonym
  • 05.07.2011, 15:11h
  • Antwort auf #8 von Axel Haase
  • Henryk M. Broder:

    "Zum Beispiel, dass der drittreichste Mensch der Welt Lakshmi Mittal heißt, aus Indien stammt und der Welt größter Stahlmagnat ist - weit vor ThyssenKrupp. Sie würden dann auch erkennen, dass Mittals Vater ein armer Teufel war, der als Schrotthändler begonnen hat und in einer Hütte ohne Strom und Wasser aufwuchs. Dass sein Sohn einer der reichsten Menschen der Welt wurde, ist eine sehr optimistische Geschichte, aber sie passt eben nicht zu den alten Klischees und Vorurteilen."
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#10 FloAnonym
  • 05.07.2011, 15:18h
  • Tja, was soll man bei Leuten sagen, die alle wissenschaftlichen Fakten ignorieren und ihre eigene Phantasiewelt aufbauen?!

    Da kann man nichts machen, weil diese Leute sich nicht für Fakten und Argumente interessieren.

    Gegen Wahnsinn kann man nichts machen, nur hoffen, dass er von genug Leuten erkannt wird.
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