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Vlatko Marković will Schwule aus der kroatischen Nationalmannschaft ekeln

Die europäische Fußballverband UEFA hat gegen den Präsidenten des kroatischen Verbandes ein Bußgeld in Höhe von 10.000 Euro wegen homophober Aussagen verhängt.

Vlatko Marković hatte in einem Interview im November erklärt, dass er in seinem Team keine Homosexuellen zulassen würde (queer.de berichtete). Bei den Ermittlungen kam die UEFA zu dem Schluss, dass Marković mit seinen "unangemessenen Aussagen" gegen die Statuten der UEFA verstoßen habe, die Diskriminierung untersagen. Der europäische Verband wies auch bereits einen Einspruch von Marković zurück. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Marković hatte erklärt, dass nur "normale Leute" Fußball spielen würden und er daher noch keinem schwulen Fußballer begegnet sei. Er würde Homosexuelle auch sofort aus dem Sport ausschließen: "Solange ich Präsident des Fußballbundes bin, wird kein Homosexueller in der Nationalmannschaft spielen", so Marković im November gegenüber einer kroatischen Tageszeitung.

In den 1950er und 1960er Jahren war Marković bei Fußballclubs in Jugoslawien, Österreich und Belgien aktiv. Von 1993 bis 1994 trainierte er die kroatische Nationalmannschaft. Er gilt in seinem Heimatland als Nationalheld. Dort stören sich auch nur wenige an seinen homophoben Ausbrüchen: So wurde der 74-Jährige im Dezember für vier weitere Jahre zum kroatischen Verbandspräsidenten gewählt - genau einen Monat, nachdem die Äußerungen gegen Homosexuelle veröffentlicht worden waren und die UEFA bereits ihre Ermittlungen eingeleitet hatte.

In den letzten Monaten sind bereits mehrere Strafen gegen amerikanische Profi-Basketballer verhängt worden, die sich auf dem Spielfeld zu homophoben Äußerungen hinreißen haben lassen: So erhielt Kobe Bryant eine Strafe in Höhe von 100.000 Dollar, weil er einen Schiedsrichter als "fucking fag" bezeichnet hatte. Joakim Noah musste 50.000 Dollar zahlen, weil er einem Fan der gegnerischen Mannschaft mit den Worten "fuck you, faggot" über den Mund gefahren war. Beide Sportler haben sich aber - anders als Marković - für ihren homophoben Ausbruch entschuldigt. (dk)



#1 FloAnonym
  • 05.07.2011, 15:19h
  • Endlich!

    Die Sprache des Geldes ist das einzige, was diese Leute verstehen und was wirklich Wirkung zeigt.
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#2 geronimo1Anonym
  • 05.07.2011, 15:33h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Traurig dabei bleibt aber, das diese Personen die Strafen bezahlen, das dies aber mitnichten deren Einstellung zur Homosexualität ändern wird, sondern sie noch mehr Hass (und wenn auch zukünftig nur unter vorgehaltener Hand oder im "engen Kreis" ) verbreiten.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.07.2011, 16:02h
  • Die Geldstrafe hätte viel höher ausfallen müssen, aber wir wollen nicht meckern! Strafe muß sein!
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#4 LoeweBoy1987Anonym
  • 05.07.2011, 19:45h
  • Ja, einerseits ist es gut, dass überhaupt eine Strafe verhängt wurde, andererseits hätte sie rhuig höher ausfallen können. Die 10.000 € können locker aus der "Portokasse" gezahlt werden, noch zwei oder drei Nuller mehr dran hätten schon eher weh getan und vielleicht mehr wirkung gezeigt.
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#5 FloAnonym
  • 06.07.2011, 10:38h
  • Antwort auf #2 von geronimo1
  • Dessen bin ich mir durchaus bewusst.

    Eine faschistische Grundgesinnung wird sich durch Strafe nicht ändern. Aber es ist ja auch schon was wert, wenn solche Gedanken nicht mehr verbreitet werden. Es gibt Menschen, für die solche Leute Vorbilder sind und die denen sowas glauben.

    Wenn die das dann nicht mehr öffentlich sagen, ist das schon ein großer Erfolg. Deren Privatmeinung wird sich eh nicht ändern. Weder mit noch ohne Strafe. Aber ihr Schweigen ist schon Erfolg genug.
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