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Denkt man an gewisse Oberbürgermeister, könnte man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass die Grünen in Baden-Württemberg nicht unbedingt zu den fortschrittlichsten politischen Kräften gehören. Diesen Eindruck versucht Landesvati Winfried Kretschmann jedoch nun zu zerstreuen: Deutschlands erster grüner Ministerpräsident geht nicht nur in der Öffentlichkeitsarbeit moderne Wege, sondern bekräftigt auch seine Wahlversprechen gegenüber Schwulen und Lesben.

So gibt Kretschmann in dem folgenden, am Dienstag veröffentlichten Video-Podcast "grünes Licht für die Gleichstellung homosexueller Paare":

In der Podcast-Reihe unter dem Titel "Nachgefragt bei Kretschmann" informiert der Ministerpräsident seit Anfang Juni über aktuelle politische Themen und Kabinettsbeschlüsse. Die Regierungsvideos - bislang gibt es insgesamt vier - sind offizieller Bestandteil des Internetangebots des Landes. Sie können u.a. auf baden-wuerttemberg.de angesehen, abonniert und heruntergeladen werden. Darüber hinaus hat die grün-rote Regierung auch einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet.

Schon schön, Herr Kretschmann! (mize)



#1 LorenProfil
  • 05.07.2011, 18:14hGreifswald
  • Nüchtern und klar formuliert leitet Herr Kretschmann das Gebot der Freiheit von Diskriminierung für Homosexuelle aus dem Grundgesetz (Art. 1) ab. Zur Nachahmung auch anderen Politikern empfohlen.
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#2 jojoAnonym
#3 chrisProfil
  • 05.07.2011, 23:04hDortmund
  • Endlich zieht eines der in Sachen Rechte rückständigsten Bundesländer mal nach. Freiheitlich, demokratisch, verfassungsgerecht. Top Interview.
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#4 FloAnonym
  • 06.07.2011, 10:27h
  • "Diesen Eindruck versucht Landesvati Winfried Kretschmann jedoch nun zu zerstreuen: Deutschlands erster grüner Ministerpräsident geht nicht nur in der Öffentlichkeitsarbeit moderne Wege, sondern bekräftigt auch seine Wahlversprechen gegenüber Schwulen und Lesben."

    Schadensbegrenzung?

    Wenn es den baden-württembergischen Grünen ernst ist, genügt es nicht, dies nur in Interviews zu sagen, sondern dann muss man auch Homophobie in den eigenen Reihen bekämpfen. Es kann doch nicht sein, dass einige grüne Homohasser in Baden-Württemberg ungestraft ihr homophobes Gedankengut loslassen können. Ohne Sanktionen. Ohne Entschuldigung.

    Würden Grüne wie Boris Palmer und Dieter Salomon noch auf ihrem Posten oder in den Grünen sein, wenn sie das, was sie gegen Schwule hetzen, gegen Ausländern sagen würden?

    Homophobes Gedankengut hat genauso wie rassistisches Gedankengut und jedes andere faschistische Gedankengut nichts bei den Grünen oder irgendeiner anderen politischen Partei zu suchen!

    Ziehen die Grünen keine personellen Konsequenzen (die sie bei solchen Aussagen über Ausländer längst gezogen hätten), sind sie für mich unglaubwürdig und unwählbar geworden!

    Ohne personelle Konsequenzen werde ich wohl die Linkspartei wählen.
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#5 LorenProfil
  • 06.07.2011, 13:18hGreifswald
  • Jetzt doch noch Wasser in den Wein, entnehme ich doch dieser Meldung, dass BaWüs grün-rote Landesregierung die Gleichstellung im (Landes)Beamtenrecht auch erst zum 01.09.2009 rückwirken lässt und somit die Rechtsprechung des BVG und des Europäischen Gerichtshofs in diskriminierender Weise missachtet. Schöne Worte, aber weniger schöne Taten, Herr Kretschmann.

    www.lsvd.de/index.php?id=1649
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#6 LorenProfil
#7 stromboliProfil
#8 MarekAnonym
  • 06.07.2011, 14:28h
  • Antwort auf #3 von chris
  • Das ist kein Interview, sondern ein Werbevideo, das nur wie ein Interview wirken soll.

    Bei solchen Videos überlegt sich die Partei Fragen, die man dann beantworten will. Das wird natürlich sehr genau überlegt und formuliert.

    Was ich mir eher wünschen würde, wäre eine Stellungnahme Kretschmanns, wieso einige baden-württembergische Grüne ungehindert und konsequenzenlos gegen Schwule und Lesben hetzen dürfen. So hat Boris Palmer z.B. wiederholt Schwule und Lesben als nicht geeignet zur Kindererziehung hingestellt.

    Und ich wüsste gerne von Herrn Kretschmann, wieso solche Äußerungen über Migranten sofort Konsequenzen hätten, über Schwule und Lesben aber folgenlos bleiben.

    Es ist ja schön, dass Baden-Württemberg ein paar Diskriminierungen endlich abbaut. Aber wieso bekämpfen die baden-würtembergischen Grünen nicht Homophobie in den eigenen Reihen?
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#9 MarekAnonym
  • 06.07.2011, 14:30h
  • PS:
    Wie Herr Kretschmann schon sagt:
    Schwule und Lesben können sich im Standesamt "quasi trauen lassen".

    Wir wollen aber kein quasi.

    Echte Gleichstellung kann nur eine Öffnung der Ehe bringen!

    Das kann B-W nicht alleine, aber dafür sollten sie sich einsetzen!
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#10 LorenProfil
  • 06.07.2011, 14:31hGreifswald
  • Antwort auf #6 von Loren
  • Wer Zeit und Lust hat, der zuständigen Ministerin eine Mail zu schicken, sollte es gleich über folgende Adresse tun, da das Wahlkreisbüro der Dame offenbar nicht in der Lage ist, sie selbst an das Ministerium weiterzuleiten:

    poststelle@sm.bwl.de

    SM dürfte hier nicht für sexuelle Präferenzen, sondern für Sozialministerium oder ähnliches stehen.
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