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Lising Pagenstecher (80): "Ich wußte, in München wartet das große Glück auf mich" (Bild: Barbara Stenzel)

Das Münchner Stadtmuseum zeigt die erste Ausstellung über lesbische Frauen und deren Leben in der bayerischen Landeshauptstadt.

Von Carsten Weidemann

Der heftige Streit um die einmalige Umbenennung in Christina Street Day scheint vergessen, München freut sich auf den CSD am kommenden Wochenende. Viele sind gespannt, wie sich das diesjährige Motto "Für ein solidarisches Miteinander: Lesben vor!" in der Politparade am Samstag wiederspiegeln wird.

Im Münchner Stadtmuseum ist der diesjährige CSD-Schwerpunkt bereits sichtbar: Dort wird am Mittwochabend die Ausstellung "Sie war ganz schlimm schön..." eröffnet - veranstaltet von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in Zusammenarbeit mit den beiden Münchner Künstlerinnen Barbara Stenzel (Fotografie) und Stephanie Gerlach (Text). Zehn persönliche Biografien zeigen berührende und sehr unterschiedliche Lebenswege von Münchner Lesben.

Die zehn Porträts stellen ganz verschiedene Hintergründe dar. Nicht nur in Alter, in Berufen, in Interessen und in ihren Lebensumständen unterscheiden sich die porträtierten Frauen; auch in ihren Ideen und individuellen Biografien wird deutlich, dass ein lesbisches Leben nicht einem bestimmten stereotypen Schema entspricht. Die Ausstellung soll anregen, sich einzulassen auf zehn persönliche Geschichten, die auch typische Aspekte einer lesbischen Biografie aufweisen.

Es sagt sich leicht, Lesben sollten sich zeigen...


Ina (37): "Ich war eine ganz normale Heterofrau..." (Bild: Barbara Stenzel)

"Immer schon wurden Lesben durch Ignorieren und Verschweigen in die Unsichtbarkeit gedrängt", heißt es in einer Pressemitteilung der Koordinierungsstelle zur Ausstellung. "Dass lesbisches Leben wenig öffentlich dargestellt wird und auch die Lebenslagen lesbischer Frauen oftmals nicht berücksichtigt werden, trägt zu deren vermeintlicher Nichtexistenz bei." Es sage sich leicht, Lesben sollten sich zeigen, so die Ausstellungsmacher: "In der Realität bedeutet dies, dass sich die Frauen mit den Folgen eines solchen Coming Outs auseinander setzen müssen. Das können neben sicher vielen positiven Reaktionen auch negative sein. Diskriminierung, verbale Angriffe oder Schlimmeres kennen viele Lesben."

Ganz bewusst werden keine Lebensläufe anhand biografischer Daten nacherzählt, sondern Geschichten mitten aus dem Leben der zehn Lesben. So soll die Ausstellung auch etwas Visionäres haben. In der künstlerischen Umsetzung werden Einblicke in das Leben der Einzelnen per Bild und Text gewährt. Die Bildtafeln bestehen jeweils aus einem Porträtfoto und einer Szene aus dem Leben. Auf den Texttafeln erzählen die zehn Frauen aus ihrem Leben, so dass sich ein ganzheitliches Bild ihrer jeweiligen Geschichte erschließt.

Um solche persönlichen Portraits zu schaffen, ist neben hohem künstlerischen Können ein guter Kontakt und viel Vertrauen zwischen Künstlerinnen und porträtierten Frauen nötig. Die zehn Werke von Barbara Stenzel und Stephanie Gerlach sind geprägt von einem hohen Maß an Wertschätzung und an Sensibilität. So berühren sie auch den schwulen Betrachter!

Die Ausstellung "Sie war ganz schlimm schön..." ist vom 7. bis 28. Juli 2011 im Münchner Stadtmuseum am St. Jakobs-Platz 1 zu sehen. Eröffnung ist am Mittwoch, 6. Juli um 19 Uhr.



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.07.2011, 15:57h
  • In München findet am kommenden Wochenende also der CSD statt, um dessen Namensgebung es soviel Wirbel gab! Hoffentlich zeigt sich auch das Wetter von seiner Schokoladenseite. Und sollte München heute Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 werden, dann kann ja nichts mehr schiefgehen!
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#2 HannibalEhemaliges Profil
  • 07.07.2011, 07:10h
  • "In der Realität bedeutet dies, dass sich die Frauen mit den Folgen eines solchen Coming Outs auseinander setzen müssen. Das können neben sicher vielen positiven Reaktionen auch negative sein. Diskriminierung, verbale Angriffe oder Schlimmeres kennen viele Lesben."

    Da haben wir Schwulen es natürlich viel, viel einfacher. Wir werden überall freudestrahlend begrüßt und zum Käffchen eingeladen. [Ironie aus]

    Es ist historischer Fakt, dass Lesben NIE offensiv verfolgt worden sind und aktuelle Tatsache, dass Schwule ganz sicher ÖFTER Opfer von Gewaltverbrechen werden als Lesben. Warum also diese obige dumme Geschwätz?
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