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Ein Dreier in der Nacht, doch wer bleibt bei wem? (Bild: Kool Filmdistribution)

Regie-Wunderkind Xavier Dolan präsentiert seinen zweiten anrührenden Spielfilm. Eine Dreierkiste mit vielen gelockten Haaren.

Von Carsten Weidemann

Beginnen wir mit der Story: Francis und Mary sind beste Freunde. Bis ihnen Nick begegnet, ein junger Mann und überirdisch schön. Beide verfallen seinem Locken und tun alles, um ihm zu gefallen. Er lässt sie niederknien ... und spielt mit ihrer Sehnsucht. Die Freunde lächeln säuerlich - und versuchen, sich heimlich auszustechen. Nick nimmt ihre Geschenke mit Handkuss - und bleibt hübsch ungerührt. Nichts gegen eine Nacht zu dritt in einem Bett. Nur geschieht dabei: wenig. Wird der Ausflug des Trios aufs Land die Entscheidung bringen?

Es ist das in queeren Filmen inzwischen übliche Dreieck: Zwei Männer, eine Frau. Im Mittelpunkt des Begehrens steht einer der Männer. Dennoch ist bei Xavier Dolan alles anders. Zum einen spielt der 22-Jährige wie bei seinem Debüt-Film erneut eine der Hauptrollen. Zum anderen will er in dieser Liebeskomödie nicht beweisen, wie denn so eine Konstellation funktionieren kann oder warum sie scheitern muss. Ihm geht es darum, die Trugbilder zu entlarven, denen wir seit der Erfindung der romantischen Liebe immer wieder auf den Leim gehen. "Es ist ein ‚seichter' Film", erklärt Dolan. "Diese Leute träumen von einer sehr konzeptuellen Liebe. Es gibt keine Tiefe - sie sind durch die Augen eines schönen Mannes regelrecht in sich verliebt. Und es wäre großartig, wenn er sie lieben könnte. Das ist es, worum es hier geht. Sie wählen ein unmögliches Ziel, um sich nicht auf etwas Wirkliches einlassen zu müssen. Sie sind sehr romantisch, doch der Grund dafür, dass es keine Tränen gibt, ist letztlich, dass diese Liebe sehr banal ist."

Youtube | Herzensbrecher - Offizieller Trailer

Das Drehbuch entstand während einer Zugfahrt

Xavier Dolan wurde am 20. März 1989 in Montreal geboren. Seinen ersten Auftritt hatte er als Vierjähriger in einer Reihe von Werbespots für eine Apothekenkette. Einige Jahre später spielte er in diversen Fernsehserien und mit kleineren Rollen in mehreren Spielfilmen mit. Sein erster Spielfilm J'AI TUÉ MA MÈRE / I KILLED MY MOTHER (2009), den er mit 17 Jahren schrieb und mit 19 drehte, gewann in Cannes 2009 in der Quinzaine drei von drei möglichen Preisen und elf weitere kanadische und internationale Filmpreise. LES AMOURS IMAGINAIRES / HEARTBEATS ist sein zweiter Spielfilm und wurde in Cannes 2010 gezeigt und mit dem Prix Regards Jeunes ausgezeichnet.

Ein Meisterwerk, das eigentlich nicht vorgesehen war. Doch ein anderes Projekt wurde verschoben, und die Aussicht, ein Jahr lang künstlerische Pause machen zu müssen, erschreckte den agilen Nachwuchs-Regisseur: "Im Zug zum Filmfestival von Toronto holte ich mein Notebook hervor und schrieb, während der Ontariosee glitzernd an mir vorbeizog, das Buch zu ‚Herzensbrecher'. Während des Festivals und der Rückreise überarbeitete ich es, und als ich wieder in Montreal eintraf, hielt ich meinen zweiten Spielfilm in Händen und musste nur noch 600.000 Dollar auftreiben, um ihn drehen zu können."



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Horst SchmidtAnonym
  • 06.07.2011, 19:56h
  • Die Franzen haben echt nen Dreier-Fetisch, wa?
    Wie wärs mal mit Gang Bang oder Swinger-Paare-Jeder mit Jedem, s´il vous plait!?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 CarstenFfm
  • 07.07.2011, 09:49h
  • Ich find das Goldlöckchen jetzt nicht besonders sexy und die Handlung nicht besonders interessant.

    Kling ehr nach Frauenfilm.
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