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  • 10. Juli 2011, noch kein Kommentar

Blondies neuntes Studio-Album: "Panic Of Girls" erscheint am 15. Juli 2011

Unverkennbarer denn je: das neunte Studioalbum "Panic Of Girls"der Band von Debbie Harry.

Von Carsten Weidemann

Das Cover von Blondies "Panic Of Girls", dem neunten Studio-Album der Band, ziert ein surreales, handgemaltes Bild des kultverdächtigen holländischen Künstlers Chris Berens, den Gittarist Chris Stein ausgesucht und mit dem Artwork der CD beauftragt hat. Die Darstellung, wie eine Art verzerrtes Wunderland, ist eine passende Metapher für Blondies momentanen Standort mit dem Blick auf ihre bemerkenswerte 37-jährige Karriere. Das Sextett aus New York City lebt tatsächlich in einer ganz eigenen Welt, verführerisch und ein wenig verdreht, mit einem Sound, der so unverkennbar ist wie eh und je, und seinen Glanz unter der Pop-Patina erfolgreicher Jahrzehnte zu verstecken scheint.

Auf "Panic Of Girls" wirft Blondie einen Blick zurück, doch die Band schreitet resolut vorwärts, bleibt eine genaue Beobachterin der Popkultur der Straße und lässt sich weiterhin vom aufwühlenden musikalischen Schmelztiegel New Yorks inspirieren. Das Kern-Trio, bestehend aus Sängerin Deborah Harry, Gitarrist Chris Stein und Drummer Clem Burke, hat jüngere Bandmitglieder aufgenommen, mit viel versprechenden jungen Produzenten zusammen gearbeitet und neue talentierte Songwriter entdeckt, ohne dadurch jedoch irgendwelchen Trends hinterher zu laufen.

Trommelwirbel, Untergangsstimmung & hymnischer Elektro-Pop


Das Kern-Trio, bestehend aus Sängerin Deborah Harry, Gitarrist Chris Stein und Drummer Clem Burke, hat jüngere Bandmitglieder aufgenommen

"Panic Of Girls" beginnt frech mit Clem Burkes typisch treibendem Trommelwirbel, bevor die Band sich ins atemlos rasante "D-Day" hineinsteigert. Die Band hält diesen Energie geladenen Ansatz und kompensiert eine gewisse Untergangsstimmung auf "What I Heard" mit schimmerndem Power-Pop, der für die Band vom neuen Keyboarder Matt Katz-Bohen und Laurel Katz-Bohen geschrieben wurde. Es gibt düstere Ecken auf einigen der neuen Songs, aber der Ton ist genau so oft voller Humor und kommt von Herzen - und selbst die härteste Nummer ist mit jeder Menge akustischem Spaß gespickt.

Mit dem hymnischen Elektro-Pop von "Mother" verbeugt sich Harry vor dem kultigen Nightclub CBGB in der West 14th Street, der die grellsten Nachtschattengewächse und selbsternannte Superstars in die damals total herunter gekommene, aber angesagteste Ecke Manhattans lockte.

Blondie hat einen erstaunlichen Weg zurückgelegt seit den Zeiten im CBGB. Mehr als 40 Millionen Alben verkaufte die Band weltweit und im Verlauf der vier Jahrzehnte führten sie immer wieder die Charts mit Hits wie "One Way Or Another", "Heart Of Glass", "Rapture" und "Maria" an. 2006 wurde Blondie in die Rock and Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Youtube | Die erste Single-Auskopplung aus dem Album: "Mother"