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Danke und Auf Wiedersehen

Medienmogul Rupert Murdoch schließt sein skandalträchtiges Boulevardblatt. Davon profitieren zum ersten und einzigen Mal Homo-Projekte.

Von Carsten Weidemann

Jahrelang haben Boulevardjournalisten in England heimlich Telefone abgehört, um aus den daraus gezogenen Informationen Profit zu ziehen. Der Medienskandal erschüttert seit Wochen die Briten, die nun von der schamlosen Spitzelei, bei der auch Polizisten mit Schmiergeldern bestochen worden sein sollen, die Nase voll haben. An der Spitze des Skandals steht die 168 Jahre alte "News Of The World". Doch jetzt ist Schluss mit dem Sonntagsblatt. Eigentümer Rupert Murdoch hat die Notbremse gezogen und das Blatt, dem in den vergangenen Tagen die meisten Anzeigenkunden davongelaufen waren, eingestellt. Die letzte Ausgabe erschien am 10. Juli.

Werbeplätze für soziale Einrichtungen für lau


Schwul-lesbische Kinderwünsche

Die Besonderheit dieser Ausgabe, in der sich die Redaktion von ihren Lesern verabschiedet: Sämtliche Anzeigenplätze wurden an soziale Einrichtungen verschenkt. Und davon profitieren nun zum ersten und einzigen Male auch Homo-Einrichtungen. Eine ganzseitige Anzeige wirbt um Schwule und Lesben, die daran denken, Kinder zu adoptieren. Eine viertel Seite erhielt die von der Elton-John-Stiftung geförderte Webkampagne MyHiv.co.uk. Bislang war "News Of The World" bekannt dafür, ohne Hemmungen Klischees zu bedienen, Promis zu outen oder Hetzjagden gegen Pädophile zu starten.


Werbung für ein Aids-Projekt

Daran erinnert auch das britische Szeneportal pinknews, dass einmal mit der Zeitung in Streit geriet. Das Boulevardblatt hatte im Februar 2006 ein verpixeltes Foto veröffentlicht und behauptet, dass ein National-Fußballspieler und ein bekannter DJ an einer schwulen Sexorgie teilgenommen hätten. Die Namen wurden nicht genannt, doch britische Blogger fanden schnell heraus, welches Foto die Zeitungsredaktion von einer Website genommen und retuschiert hatte. Darüber berichtete pinknews. Die beiden Männer, um die es ging, verklagten darauf hin "News Of The World", der Verlag wiederum drohte pinknews rechtliche Schritte an, sollte die Enthüllungsstory hinter der Enthüllungsstory nicht gelöscht werden. Pinknews hatte Glück, News Of The World Pech: Ein Gericht gestand den beiden Prominenten Schmerzensgeld zu.



#1 Iceman
  • 10.07.2011, 21:14h
  • Könnte man auch bei uns mal mit einem Medium aus dem Hause mit dem Pferd im Wappen machen - also schließen.
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#2 fcbrtngzmnuhmAnonym
#3 FelixAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.07.2011, 10:26h
  • Da mußten die LGBT-Initiativen ausgerechnet auf die definitiv letzte Ausgabe warten, um Anzeigen zu schalten! Dennoch bin ich gespannt, welches britische Boulevardblatt sich denn nun als nächstes verabschiedet! Vielleicht The Sun, was schade wär, denn dann hätten die Heten keine Onaniervorlage mehr!
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#5 Iceman
#6 daVinci6667
  • 11.07.2011, 12:15h

  • @ #4 FoXXXyness
    Was kümmern dich denn die Onaniervorlagen der Heten? Von daher können diese meist konservativen Schmierblätter gerne verschwinden!

    PS: Warum gibt's eigentlich immer noch keine Boulevard-Blätter mit nackten Männern?
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#7 NiklasAnonym
  • 12.07.2011, 11:33h
  • Da sieht man wieder mal, was passiert, wenn Medienkonzerne zu mächtig werden.

    Der Murdoch-Konzern, mit dem sich selbst Politiker nicht anlegen, weil sie dann weg vom Fenster sind, ist der beste Beweis dafür, dass Medien viel strenger reglementiert werden müssen als andere Wirtschaftszweige.

    Es darf bei Medien nicht noch mehr Konzentrationen geben. Und öffentlich-rechtliche Medien müssen unabhängig bleiben! Die Privaten sind es ja leider nicht.
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