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Einzelkommentar zu:
Kardinal Marx: Homosexuelle sind "gescheiterte Menschen"


#120 Kristian
  • 12.07.2011, 16:49h
  • @daVinci6667 (#23): Danke für die beiden an mich gerichteten Antworten hier und unter dem anderen Artikel.
    Jeder einigermaßen kritische Christ weiß um die Schuld, die die Kirche über die Jahrhunderte auf sich geladen hat. Daraus ergibt sich aber meines Erachtens wie auch als Deutscher betreffend des Nationalsozialismus kein Grund dieser Organisation den Rücken zu kehren, da ich an den eigentlichen Nutzen der Kirche und ihren eigentlichen Segensreichtum für die Menschen glaube und ihn teilweise auch schon alleine oder im gelebten Zusammensein erfahre. Die katholische Kirche (und da nochmal die Leute in Führungspositionen) hat gerade in gesellschaftspolitischen Fragen sicher noch einige Luft nach oben (vorsichtig ausgedrückt), aber es wird besser. Wenn auch nicht so schnell wie von vielen deutschen Katholiken an der Basis gewünscht.

    Und um es nochmals zu betonen: es frustriert mich, dass die Botschaft von Kardinal Marx (nur?) auf der Wort-Ebene kritisiert und nicht (auch?) auf der Sinn-Ebene begrüßt wird.

    @maaaaartin: "süß - "verändern"?!?!? das ist doch kein diskussions- oder demokratieclub."
    Putzig, die Veranstaltung auf der die Worte von Herrn Marx fielen war aber genau das - die Eröffnungsveranstaltung einer großangelegten (wenn auch innerkirchlichen) Dialog-Offensive. Schaut man sich die Forderungswünsche der Deligierten dieser ersten Veranstaltung an, klingt das Ganze recht vielversprechend, wie z.B.:
    5. Ein Ende der Ausgrenzung von -Frauen, - gleichgeschlechtlich Liebenden, -wiederverh. Geschiedenen, ev. Partner/innen
    18. Menschen mit unterschiedlichen Lebensformen und gebrochenen Biografien sind gleichberechtigter Teil unserer Gemeinschaft (wiederverheiratete Geschiedene, Homosexuelle)

    (-> klingt hier übrigens so, als ob sich die "gebrochenen Biografien" eher auf die wiederverheiratet Geschiedenen beziehen)

    21. Angemessener Umgang mit Dilemmata, - Homosexualität, - Sexualmoral, - Geschlechtergerechtigkeit
    Alle Forderungen hier:
    www.kath.net/detail.php?id=32293
    (dass die überwiegende Mehrzahl der kath.net-Leser die Forderungen für völlig inakzeptabel halten, sollte nicht überraschen, ich habe aber die offizielle Veröffentlichung von Regensburg nicht schnell genug gefunden).

    @Fred i.BBK (#35): Ich komme nicht aus Bloedbach, sonst müssten wir uns ja wohl kennen.

    @alle, die andauernd mit (diskriminierenden) Pädophilen- und Kinderschändervergleichen kommen: der größte Teil der Priesterschaft vergeht und verging sich nicht an Kindern. Die, die es taten, waren zu großen Teilen wohl nicht pädophil. Was soll dieser Dreck also in jeden fünften Kommentar...

    @bastapapsta (#54): Danke, mir reichts andauernd Prügel auf kath.net für meine menschenfreundlichen Einschätzungen zu bekommen, die Kirchennazis von kreuz.net werde ich weiterhin was Kommentare angeht ignorieren.

    @yomen (#60): Du willst dich als Homosexueller nicht wirklich mit Naziopfern, Vergewaltigten und vergewaltigten Kindern in eine Reihe stellen, oder?

    @jojo (#74 + #75): Kommt drauf an, wo man die Menschen abholen muss (und will). Als (Teil-)BL bin ich da in Online- und Offline-Diskussionen noch wesentlich härtere Kaliber gewohnt. Ich muss mir ja nicht jeden Schuh anziehen, den mir der Kardinal bereitstellt, sondern kann auch freundlich darauf hinweisen, dass gescheitert in Bezug auf Homosexualität in den meisten Fällen ein ziemlich dummes Vorurteil ist (wenn er es tatsächlich so formuliert hat).
    Mit der konservativen Presse ist es übrigens nicht mehr so weit her. Bis auf die erzreaktionäre Tagespost wird sich wohl niemand auf das Niveau herablassen aus Prinzip negativ gegen schwule Proteste zu berichten. Ich hoffe nur, dass die Proteste nicht zu niveaulos sind und negative Berichterstattung damit berechtigt wäre (siehe Gegendemo Marsch für das Leben 2009).

    @mizzi/alexander (#76 + #81): Ich halte deine Einschätzung, dass die Zeit gegen uns spielt, für eine Fehleinschätzung. Die Zeit spielt definitiv für uns, zu viele Leute kennen schon schwule Menschen persönlich und sind nicht mehr empfänglich für Hassklischees. Die "Fascho"-Kirchensituation siehst du auch (mehr als) ein kleines bisschen übertrieben, aber anscheinend schon so lange, dass ich mich frage, ob ein Dagegenargumentieren überhaupt Sinn macht...

    @alexalex (#90): Wie verblendet muss man eigentlich sein, um nicht einmal zu begreifen, dass es bei den Kommentaren von Kardinal Marx um eine Verbesserung der Situation von Homosexullen und Wiederverheiratet-Geschiedenen ging und sie nicht wie von dir phantasiert "aufs Korn genommen" werden sollen. Anstatt Klischees wiederzukauen solltest du es immer mal wieder auch mit Denken versuchen. Deine Verschwörungstheorietexte sind übrigens sowohl von der Länge als auch dem Inhalt (reihen wir mal Einzelfälle aneinander, dann wird sich schon eine fiese Strategie daraus ergeben) annähernd unlesbar.

    Betreffend #93: Klar, sinnvolle Argumentation warum jemand in der Kirche bleibt + persönliches Bekenntnis zum Glauben = rote Bewertungen satt. Das ist sooo Kindergarten (auf ne negative Art ).

    Und zum Schluss nochmal: Ziemlich alle, die im Thread hier zum Kirchenaustritt aufrufen, haben Kardinal Marx nicht einmal verstanden. Ein echtes Armutszeugnis.
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