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Einzelkommentar zu:
Kardinal Marx: Homosexuelle sind "gescheiterte Menschen"


#133 OlliBOAnonym
  • 12.07.2011, 21:38h
  • Das perfide an der Sache ist, dass sich die Herren Pfarrer, Kardinäle, Bischöfe etc. nie auf einen anderen Menschen einlassen müssen und daher gar nicht wissen können, wie schwer es manchmal ist eine Beziehung über mehrere Jahre hinweg zu pflegen. Dass dies harte Arbeit ist, kann dem Mann völlig egal sein. Kaum jemand verlässt mal eben schnell seinen Partner oder die Partnerin. Viele versuchen, die Beziehung zu retten. Wenn es aber nicht mehr geht, mag man in dieser Beziehung gescheitert sein. Deshalb aber einen Menschen an sich als gescheitert zu erklären, ist eine Frechheit und hat mit der Lehre von Christus gar nichts zu tun. Genauso können Homosexuelle nicht als gescheitert angesehen werden, wenn sie offen und ehrlich mit einer sexuellen Orientierung umgehen, die sich die allermeisten nicht ausgesucht haben. Von mir aus ist diese Orientierung "gottgegeben". Man kann aber als Homosexueller scheitern. Dann nämlich, wenn man den ewig gestrigen in der katholischen Kirche zuhört, ihnen auch noch glaubt und dann sein Leben lang sich selber belügt. Das ist echtes Scheitern. Gerade für mich als Gläubiger und ja, auch als Katholik, sind solche Worte eine echte Beleidigung. Und ich frage mich so langsam, warum ich überhaupt noch in dieser Kirche Mitglied bin. Vielleicht weil ich die Kirche vor Ort, mit sehr engagierten Priestern und Laien nicht mit der Amtskirche vergleiche? Die posaunt nämlich immer wieder diesen Schwachsinn à la Marx heraus und verprellt noch mehr Menschen. Alle Schwulen sollten sich mal outen in der Kirche. Diese würde verdammt alt aussehen, wenn sich alle Pfleger, Lehrer, Entwicklungshelfer, Ex-Zivis, jetzt BUFDIS und auch alle Pfarrer, die schwul sind aus dem Staub machen. Marx und seine Freunde könnten den Laden endgültig dicht machen. Was hier fehlt, ist eine Gleichstellung. Eine Gleichstellung der Kirche mit jedem anderen normalen Arbeitgeber. Dann sähe das anders aus. Aber darauf zu warten, kann ermüdend sein. Ich werde das auch nicht mehr lange mitmachen.
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