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Gordon Beckham und DeSean Jackson

Der Football-Spieler DeSean Jackson und der Baseball-Star Gordon Beckham mussten sich nach homophoben Kommentaren öffentlich entschuldigen.

Jackson, der in der National Football League für die Philadelphia Eagles spielt, beschimpfte vergangene Woche in einer Sendung des Satellitenradiosenders XM einen Anrufer aus Tennessee als "gay ass faggot". Der Sportler hatte sich von dem Anrufer zu Unrecht kritisiert gefühlt.

Beckham vom Baseballteam Chicago White Sox hatte scherzhaft bei einem Spiel mit seinem Schuh in den Sand gekritzelt, dass ein (mit ihm befreundeter) Spieler der gegnerischen Mannschaft schwul sei. Homo-Aktivisten kritisierten danach die zwei Sportler, weil sie Worte wie "gay" oder "faggot" abwertend benutzten und damit schwule Sportler und Fans beleidigten.

Daraufhin entschuldigten sich beide Spieler. Gordon Beckham erklärte gegenüber der "Chicago Sun-Times", dass er nichts Böses im Sinn gehabe habe und benutzte die Standardentschuldigung: "Ich habe viele schwule Freunde. Bei meiner Äußerung habe ich mir nichts gedacht".

"Mir tut es Leid, dass ich diese Worte in einem Radiointerview benutzt habe", erklärte auch DeSean Jackson am Samstag via Twitter. "Ich weiß, dass es beleidigend und inakzeptabel ist. Daher entschuldige ich mich bei jedem, den ich damit verletzt habe." Er bedauere seinen Fehler zutiefst und versicherte, dass er mit der Aussage keine Geringschätzung gegenüber der "Gay and Lesbian Community" ausdrücken wollte.

In den letzten Monaten sind immer wieder amerikanische Sportler wegen homophoben Ausbrüchen in die Kritik geraten. So wurde ein Baseballspieler wegen schwulenfeindlichen Fanbeschimpfungen suspendiert (queer.de berichtete). Die Basketballer Joakim Noah und Kobe Bryant erhielten dieses Jahr wegen homophoben Äußerungen Geldstrafen in Höhe von 50.000 bzw. 100.000 Dollar. (dk)



#1 seb1983
  • 11.07.2011, 16:33h
  • Das Problem hüben wie drüben ist, dass sich schwul und gay inzwischen völlig von ihrer eigentlichen Bedeutung gelöst haben und als pauschale Beleidigung und Abwertung genutzt werden.
    Immerhin ist die öffentliche Meinung sowohl in den USA wie auch in Europa soweit dass so etwas von Prominenten nicht geduldet wird.
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#2 eMANcipation*Anonym
  • 11.07.2011, 17:46h
  • Antwort auf #1 von seb1983
  • Soll das etwa eine Rechtfertigung dafür sein, dass dieser widerliche, sexuell begründete Rassismus inzwischen schon in der Alltagssprache von Frühpubertierenden "in Europa und USA", und ganz besonders auch bei uns, alle paar Minuten in eben der besagten Form kommuniziert wird?

    Hat das wirklich gar nichts mit dem allgemein herrschenden, immer aggressiverem Heterosexismus zu tun, der Jungs von kleinauf ein "Männlichkeits"bild einhämmert, bei dem man sich an erster Stelle von allem "Schwulen" abgrenzen muss, um "dazuzugehören"???

    Auf die Idee, dass da vieles zwar nicht voll bewusst, aber mindestens unterbewusst abläuft und dabei nicht weniger seine Wirkung in Sachen sexueller Freiheit entfaltet, bist du anscheinend noch nicht gekommen?

    Mit der generellen sexuellen Apartheid in Sportarten wie Fußball und Baseball/Basketball, wo es weiterhin keinen einzigen offen Schwulen geben darf (offenbar auch in der opportunistischen Wahrnehmung der schwulen Profisportler selbst, die hier nicht weniger in die Verantwortung zu nehmen sind) hat die "öffentliche Meinung sowohl in den USA wie auch in Europa" sowieso ÜBERHAUPT KEIN Problem. Schwule sollten sich fragen, woran das liegt und ob sie beispielsweise sexuelle Apartheid nicht auch so nennen sollten?!
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#3 Lapushka
  • 11.07.2011, 18:28h
  • Antwort auf #2 von eMANcipation*
  • "Hat das wirklich gar nichts mit dem allgemein herrschenden, immer aggressiverem Heterosexismus zu tun, der Jungs von kleinauf ein "Männlichkeits"bild einhämmert, bei dem man sich an erster Stelle von allem "Schwulen" abgrenzen muss, um "dazuzugehören"??? "

    Ja, das glaube ich.

    Im Übrigen tut die Queer "Community" da auch nicht wirklich viel gegen, wenn diese Begriffe teilweise selbst in ihrem Vokabular vorkommen.
    "FagHag" oder "GirlFag" und bei Gayromeo "Bitte keine Tunten und Schwuchteln. Nur Heterolike" in die Headlines geschrieben werden.

    Es ist glaube ich nicht so sehr das Problem, schwul zu sein.
    Man darf bloß kein Weichei sein. Damit kommen die meisten Männer nicht gut zurecht.
    Es geht nicht so sehr darum, sich von "Schwulem" abzugrenzen, es geht darum, sich vom "Weiblichen" abzugrenzen. Und das kommt auch bei Schwulen nicht selten vor.
    Zumindest kommen "Tucken" bei Schwulen oft genauso schlecht weg wie bei Heteros. Zumindest meine Erfahrung.

    Die meisten Menschen die du z.B in einem Fußballstadion "Ey, du schwule Schiri-Sau" brüllen hörst, wenn du die mal fragst, wieso sie homosexuelle Männer beleidigen, dann werden die dir sagen "Hä? Was schwule Männer? Hab ich nix gegen. Ich will bloß den Schiri beleidigen!"

    Ist zwar doof, hat sich aber so entwickelt. "Schwul" und "Schwul" haben völlig unterschiedliche Bedeutungen je nach Kontext.

    ich glaube auch nicht, dass sich Homophobie durch bloße Begriffs-Verbote abbauen lässt.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 SebiAnonym
  • 11.07.2011, 21:55h
  • Es muss endlich Geldstrafen gegen so was geben. Nur dann wird sich dauerhaft was ändern.
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