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  • 11.07.2011           114      Teilen:   |

Renate Künast glaubt an Reformfähigkeit des Papstes

Renate Künast will im September Klaus Wowereits SPD überholen - Quelle: arne.list / flickr / cc by-sa 2.0
Renate Künast will im September Klaus Wowereits SPD überholen
Bild: arne.list / flickr / cc by-sa 2.0

Die Grüne Renate Künast oder der Sozialdemokrat Klaus Wowereit? In Berlin liefern sich die beiden Spitzenkandidaten derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut einer Forsa-Umfrage von Ende Juni würden derzeit bei der Abgeordnetenhauswahl 27 Prozent für die Grünen votieren und 31 Prozent für die SPD. Die CDU und die Linkspartei sind mit 18 bzw. 11 Prozent abgeschlagen. Die Wahl findet am 18. September statt.

Im Interview mit queer.de-Redakteur Dennis Klein erklärt Renate Künast, warum sie sich als bessere Wahl für Schwule und Lesben sieht, was sie in Berlin ändern will und warum sie Hoffnung in die Wandlungsfähigkeit der katholischen Kirche hat. Am Freitag wird queer.de dann ein Interview mit Klaus Wowereit veröffentlichen, der Berlin bereits seit zehn Jahren in einer rot-roten Koalition regiert.

Was wollen Sie besser machen als Klaus Wowereit?

Ich will weitermachen, wo wir Grünen angefangen haben. 1989 haben wir in Berlin das Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen entwickelt, das von der grünen Senatorin Anne Klein umgesetzt wurde. Es war bundesweit das erste Referat dieser Art und steht heute in Koalitionsverträgen in Ländern, in denen wir mitregieren, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Wir Grüne stehen für Kontinuität, auch beim Thema Gleichstellung, das bei uns in der Geburtsurkunde steht. Aktuellstes Beispiel: Der Aktionsplan gegen Homophobie, der den Schutz im Alltag zum Ziel hat. Wir haben das in Berlin vorgeschlagen, Rot-Rot hat's umbenannt und eingeführt mit einem Budget von zwei Millionen Euro. Uns ärgert aber, dass der Senat das Geld nicht einsetzt. Damit ist Berlin nur eine scheinbar tolerante Metropole, in der es leider homophobe und transphobe Gewalt gibt sowie alltägliche Diskriminierung. Die Aufklärungsarbeit muss hier konsequent ausgebaut werden.

Wo wollen Sie ansetzen?

Wir wollen vor allem an Schulen beginnen, aber auch Staatsanwälte und Richter brauchen Angebote für die Fortbildung in diesem Bereich. Sie müssen für das Thema sensibilisiert werden, wie es in früheren Jahren schon beim Thema "Gewalt in der Ehe" nötig war. Auch in der Verwaltung und Wirtschaft brauchen wir mehr Aufklärung und eine sichtbare Vielfalt, das Stichwort lautet Diversity. Ein anderer wichtiger Punkt ist sexuelle Gesundheit: Wir haben in Berlin steigende HIV-Infektionsraten. Wir wollen an den Satz der Aids-Hilfe erinnern: "Vergessen ist ansteckend". Wir müssen es schaffen, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu erreichen. Außerdem ist unser Ziel eine wirkliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe, denn es gibt immer noch Diskriminierung im Steuer- und Adoptionsrecht. Dabei ändert sich in der Gesellschaft das Verständnis von der Ehe. Wenn sich Schwule und Lesben verpartnern, nennt das bereits heute jeder Hochzeit, obwohl es Pflichten, aber kaum Rechte gibt. Wir müssen die Ehe gesetzlich ins 21. Jahrhundert bringen und nicht auf Kategorien aus dem 19. und 20. Jahrhundert beharren. Im Bundestag haben wir einen grünen Antrag zur Gleichstellung in der Ehe auf den Weg gebracht.

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Renate Künast betont, dass der Tübinger OB Boris Palmer kein Teil der baden-württembergischen Landesregierung ist - Quelle: dustpuppy / flickr / cc by 2.0
Renate Künast betont, dass der Tübinger OB Boris Palmer kein Teil der baden-württembergischen Landesregierung ist
Bild: dustpuppy / flickr / cc by 2.0

Ihre Pläne für das klamme Berlin klingen teuer. Haben Sie sich schon Gedanken um die Finanzierung gemacht?

Der erste Ansatz ist: Es gibt homophobe und transphobe Gewalt, und das finde ich unerträglich. Deswegen müssen wir etwas dagegen tun, mit Leuten reden, für Aufklärung sorgen. Das ist nicht teuer. So groß ist Berlin nicht, als dass das unüberwindbare Summen verschlingen würde.

Die CDU beklagt in ihrem Wahlprogramm die Hassgewalt gegen Schwule und fordert, ein Augenmerk auf "Herkunft und kulturellen Hintergrund der Täter" zu achten. Würden Sie das unterschreiben?

Manches verstehe ich beim CDU-Programm nicht. Was meinen die damit?

Die Passage bezieht sich wohl hauptsächlich auf Muslime.

Wir wissen, dass es in manchen Teilen der Gesellschaft ein recht traditionelles Männerbild gibt. Wir erleben auch in der von Ihnen angesprochenen Gruppe mehr Gewalt. Das müssen wir offen diskutieren. Aber Beschimpfungen ganzer Bevölkerungsteile lösen das Problem nicht. Wir erreichen nichts, wenn wir keinen Respekt füreinander haben. Das Thema geht ja weiter: Wir müssen über die Gewaltfrage nicht nur in Bezug auf Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen sprechen, sondern auch in Bezug auf den Respekt von Jungs gegenüber Mädchen, von den Religionen untereinander.

In Baden-Württemberg zeigt sich, dass die Grünen als großer Koalitionspartner nicht unbedingt schwul-lesbische Rechte hochhalten. So hat Tübingens OB Boris Palmer die Forderung nach dem Adoptionsrecht in Frage gestellt und Grün-Rot will gleichgeschlechtliche Paare im Beamtenrecht nur ab 2009 gleichstellen.

Unser Engagement für die Rechte von Schwulen und Lesben ist ungebrochen. Gerade die Berliner Tradition - die erwähnte Einführung des Referats für gleichgeschlechtliche Lebensweisen - hat zu einem republikweiten Aufruhr geführt. Volker Beck kämpft auch schon lange für gleiche Rechte. Aktuell wollen wir, dass der Paragraf 1353 BGB verändert wird, damit Eheschließungen für Schwule und Lesben möglich werden. Dann haben wir insoweit gleiche Rechte. Nach zehn Jahren Lebenspartnerschaftsgesetz ist das ein überfälliger Schritt. Und zu Boris Palmer: Er ist kein Teil der Landesregierung, und seine Thesen sind eindeutig von der Partei zurückgewiesen worden.

Im September wird der Papst kurz nach der Abgeordnetenhauswahl Berlin besuchen. Es gibt eine Demo gegen die "menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik" des Vatikans. Werden Sie bei der Demo dabei sein?

Das weiß ich noch nicht, ich schaue mir auf jeden Fall den Aufruf an. Vielleicht finde ich andere Wege.

Es gab ja im Vorfeld einen Streit um die Einladung des Papstes in den Bundestag.

Er wurde ohne unsere Zustimmung eingeladen. Jetzt ist er als Staatsoberhaupt eingeladen und wir sollten ihm Respekt zollen - das gebieten die guten Umgangsformen. Ich erwarte vom Papst, dass er sich zu den drängendsten Problemen des Alltags äußert und die Vielfalt Berlins zur Kenntnis nimmt. Im Herzen habe ich die Hoffnung, dass auch er in seiner Rede andere Lebensweisen und sexuelle Orientierungen ausdrücklich respektiert. Im katholischen Katechismus steht ja, dass Gläubige Achtung und Respekt gegenüber Homosexuellen haben sollen. Bei diesem Thema finde ich den Kussmarathon eine gute Idee. Hier wird gezeigt, dass Schwule und Lesben füreinander Verantwortung übernehmen wollen. Ich weiß nicht, warum ein Papst das nicht respektieren sollte.

Künast erwartet vom designierten Bischof Rainer Maria Woelki, die "Buntheit und Vielfalt Berlins" anzuerkennen - Quelle:
Künast erwartet vom designierten Bischof Rainer Maria Woelki, die "Buntheit und Vielfalt Berlins" anzuerkennen

Auch an der Ernennung von Rainer Maria Woelki zum neuen Berliner Erzbischof gab es Kritik. Er gilt als Hardliner, der glaubt, dass Schwule und Lesben "gegen die Schöpfungsordnung" verstoßen.

Ich habe auch an ihn die Erwartung, dass er die Buntheit und Vielfalt Berlins anerkennt und mit allen Berlinerinnen und Berlinern das Gespräch sucht. Ich erwarte von der katholischen Kirche, dass sie ihre Position verändert. Dort wird man ja auch wahrnehmen, was in der Welt los ist, wie die Gesellschaft bunter und vielfältiger wird. Man nehme nur das Beispiel der Diskussion um das Recht auf Eheschließung.

Apropos Eheschließung. Ab wann, glauben Sie, können wir denn heiraten?

(lacht) Jetzt enden wir mit einer Glaubensfrage. Ich glaube, nach zehn Jahren Experimentieren ist es höchste Zeit, die vollständige Gleichstellung anzustreben. Das wird nicht über Nacht gehen. Aber ich verspreche, dass wir uns dafür einsetzen werden. Deswegen haben wir ja einen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der das Recht zur Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts vorsieht. Ich habe vor Jahren mal auf dem Motzstraßenfest in Berlin eine Eheschließung inszeniert. Das möchte ich gerne bald in Echt erleben.

Mehr zum Thema:
» Künast will Berlin zur queeren Hauptstadt machen (02.02.2011)
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Tags: renate künast, berlin, wahl
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Reaktionen zu "Renate Künast glaubt an Reformfähigkeit des Papstes"


 114 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
11.07.2011
17:25:34


(-4, 44 Votes)

Von Fiete_Jansen
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Und so wie Frau Künast glaubt, Herr Ratzinger wäre reformierbar, glauben immer noch einige, die Grünen wären fortschrittlich.

Es kann in Berlin für Lesben, Schwule, was fang ich an aufzuzählen? Für queer lebende Menschen nur eine Wahl geben!

DKP wählen!


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#2
11.07.2011
17:33:28


(+11, 15 Votes)

Von Fred i.BKK


...Reformfaehigkeit des Papstes,dass ich nicht lache...bevor der seine Einstellungen aendert laesst der Teufel sich taufen...


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#3
11.07.2011
17:36:52


(+16, 22 Votes)

Von pharmareferent


DIe grüne Pharma-Lobbyistin und überzeugte Katholikin Adrea Fischer erklärte in der TAZ, warum sie Gott auf lange Sicht doch besser fand als Marx [hier: Karl] und warum Kardinal Marx besser:

Im September will sie zur Bürgermeisterin im Bezirk Berlin-Mitte gewählt werden.
Die Grünen hätten eine bekannte Bewerberin gesucht, sagt sie.

Link zu www.taz.de

Link zu www.katholisch.de


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#4
11.07.2011
17:37:37


(+9, 13 Votes)

Von Iceman


Ihre Zuversicht möchte ich haben, Frau Künast!^^


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#5
11.07.2011
17:50:49


(+14, 16 Votes)

Von stephan
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Der Papst wird genau die eine oder andere Konzession machen, wenn er dazu gezwungen wird! Es gibt auch nicht einen einzigen Grund anzunehmen, dass er bereit zum Umdenken ist, denn die Angriffe gegen andere Lebensgestaltungen als die klassische Ehe sind immer genau so moderat, wie es der katholischen Clique gerade noch vertretbar scheint. Da ist kein Ansatz von echtem Umdenken, Toleranz, aufgeklärter Weltsicht - im Gegenteil!
Ich befürchte sogar, dass die rkK die Erste wäre, die unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen einer Initiative zur Wiedereinführung des §175 zustimmen würde - mit Freude und flatternden Fahnen. Alles andere ist Tarnung, um nicht noch mehr der Schäfchen zu verschrecken!

Frau Künast ist ohne jede Begründung viel zu optimistisch!


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#6
11.07.2011
17:57:45


(+14, 16 Votes)

Von Mister_Jackpot
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Der Papst? Reformfähig? Klar merkt man ander Haltung des Papstes zu Kondomen...sehr "reformfähig"!!! LOOOOOOOOOL In welchem Universum lebt Frau Künast eigentlich mittlerweile? Früher habe ich sie mal bewundert, aber so langsam wird sie mir immer unsympathischer. Grad als emanzipierte Frau hätte ich ne andere Position von ihr erwartet! Oder wie war das mit der Selbstbestimmung der Frau durch die Pille? Ist der Papst auch in dieser Frage "reformfähig"? Ein Schlag ins Gesicht nicht nur für alle Schwulen und Lesben, sondern auch für jede Frau!


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#7
11.07.2011
18:13:56


(-2, 14 Votes)

Von Kilian
Antwort zu Kommentar #1 von Fiete_Jansen


@Fiete_Jansen: So ein Quatsch! Mit Linksextremiusmus ist kein Staat zu machen.


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#8
11.07.2011
18:19:04


(+8, 10 Votes)

Von alexander
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nun kommt aber theaterdonner, pardon, das wahlkampfgewitter !!!
schön, dass sie sich wenigstens an fakten hält :
1989 haben sie das schwule referat entwickelt !!!
ja das stimmt, ich war damals auch schon schwul und 40 jahre alt und der mehr als irrigen meinung, es bewegt sich was ??? ...............................?
ausser spesen, nichts gewesen !(jetzt bin ich 60 j.!!!, das ich das noch erleben darf ???)
und DA ( 1989 ) will SIE jetzt weitermachen ?????

natürlich hat der papst nur auf ein grünes zeichen gewartet um seinen laden zu reformieren, verständlich, die zeit drängt nicht, schliesslich wurde die erde auch erst nach ein paar hundert jahren von der scheibe zum "ball" !

offensichtlich will sich renate alle seiten "warm halten", man weiss ja nie............................ ?
glaub würdiger macht sie sich damit nicht !
aber ist ja auch wurscht, zur zeit denken ja alle politiker, sie regieren ein volk von hornochsen !
lustig : das volk denkt genau umgekehrt !


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#9
11.07.2011
18:20:53


(+7, 9 Votes)

Von alexander
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Antwort zu Kommentar #5 von stephan


wenn renate in deinem sinne "optimistisch wäre, dann wäre sie mehr als saudumm !!!


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#10
11.07.2011
18:42:09


(+12, 16 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


"Im Herzen habe ich die Hoffnung, dass auch er in seiner Rede andere Lebensweisen und sexuelle Orientierungen ausdrücklich respektiert. Im katholischen Katechismus steht ja, dass Gläubige Achtung und Respekt gegenüber Homosexuellen haben sollen." (R. Künast)

Frau Künast stellt sich entweder unwissend oder versteht die "Feinheiten" in der Argumentation der RKK bezüglich Homosexualität nicht. Die Chefdogmatiker sprechen ja vom "Respekt" gegenüber dem Homosexuellen als Mensch, aber verurteilen ausdrücklich seine "Lebensweise" und finden es auch durchaus in Ordnung, wenn Staaten homosexuelle Handlungen -auch einvernehmliche- bestrafen, frei nach dem Motto: Du darfst ein Schwuler sein, aber nicht schwul sein.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass sie zwar einerseits den Einfluss der RKK auch hier in Deutschland unterschätzt, andererseits aber öffentlich so zahm und rücksichtsvoll mit der RKK verfährt, dass sie durch den Einfluss dieser Institution keinen Schaden nimmt. Dies gilt sowohl für ihre Rhetorik als auch für ihr Handeln ("Das weiß ich noch nicht, ich schaue mir auf jeden Fall den Aufruf an. Vielleicht finde ich andere Wege.").
Sehr polit-professionell, die Dame.


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