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Normalerweise berichten wir auf queer.de nur von christlichen, jüdischen oder muslimischen Glaubensführern, die ihrer Abneigung gegenüber queeren Identitäten freien Lauf lassen. Doch auch buddhistische Mönche sind nicht vor Homo- und Transphobie gefeit, wie ein AFP-Bericht über Männlichkeitskurse für Ladyboys in Thailand zeigt.

Im Tempel Kreung Tai Wittaya im nordthailändischen Chiang Kong werden solche Umerziehungsstunden für in einem Jungenkörper geborene Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren bereits seit 2008 angeboten. "Wir können nicht alle verändern, aber wir können ihr Verhalten kontrollieren, damit sie verstehen lernen, dass sie als Mann geboren wurden und nicht als Frau agieren dürfen", erklärte Oberlehrer Phra Pitsanu Witcharato gegenüber der Nachrichtenagentur.

Buddhaseidank zeigen die freitäglichen Sonderstunden für die jungen Ladyboys nicht immer den gewünschten Erfolg: "Manchmal geben wir ihnen Geld, um Snacks zu kaufen, doch dann geben sie es für Wimperntusche aus", schimpft Mönch Pitsanu. Und Novizin Pipop meint gegenüber dem AFP-Reporter: "Wenn meine Zeit im Tempel vorbei ist, werde ich als erstes laut schreien: Endlich kann ich wieder ich selbst sein."

Doch bei 50 Prozent der Novizinnen hätten die Kurse "Erfolge" gezeigt, preist sich der Tempel. Das System der Unterdrückung und Normierung funktioniert nicht nur aufgrund des Engagements besonders konservativer Mönche wie Pipop, sondern auch dank des Selbsthasses mancher Ladyboys: So erklärt die 28-jährige Atcha Apiwanno in dem Bericht, dass sie in den Tempel zog, weil die thailändische Gesellschaft angeblich keine Trans*Personen akzeptiert und sie ihre weiblichen Empfindungen deshalb unterdrückt.

Das erinnert nicht zufällig an das Verhalten vieler Klemmschwestern im Vatikan…

(Foto oben: Hanumann / flickr / cc by 2.0)



#1 GolemProfil
  • 16.07.2011, 12:42h-
  • Seine "Heiligkeit", der "Gottkönig" "Dalai Lama" über Homosexualität:

    “It’s part of what we Buddhists call bad sexual conduct. Sexual organs were created for reproduction between the male element and the female element – and everything that deviates from that is not acceptable from a Buddhist point of view.”

    Genau wie der Papst...
    Empfehlenswert ist auch das Buch "Dalai Lama: Fall eines Gottkönigs" von Colin Goldner.

    www.rundschau-hd.de/archives/2159/#more-2159
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#2 daVinci6667
  • 16.07.2011, 13:03h

  • "Manchmal geben wir ihnen Geld, um Snacks zu kaufen, doch dann geben sie es für Wimperntusche aus"

    LOL Recht hat sie!
    Dieser Bericht zeigt, dass es natürlich homo- und transphobe Buddhisten gibt, auch wenn der Anteil an Homohassern vermutlich kleiner sein dürfte als unter Moslems oder Christen!
    Der Glaube sich durch böse Taten oder Worte schlechtes Karma aufzuladen bedeutet eben nur einen gewissen aber keinen vollständigen Schutz für uns.
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#3 MedAnonym
  • 16.07.2011, 13:43h
  • Antwort auf #1 von Golem
  • Ich weiß gar nicht wo das Prolem liegt. Im Buddhismus gibt es verschiedene Ansichten und jede Weltreligion lehnt Homosexualität ab. Entscheidend ist doch vielmehr ob Religiose Führungspersonen sich aus der Alltagspolitik was die Förderung der Gleichsellung angeht raushalten oder versuchen Einfluss zu nehmen. Von Busshisten habe ich noch zu keiner Gesetzesänderung weltweit eine negative Meinung oder Beeinflussung wahrgenommen, Du etwa? Der Rest fällt unter Meinungsfreiheit, auch wenn ich zweimal schlucken muss, wenn ich eine solche Meinnpung höre. Wichtig ist mir der Respekt vor dem Menschen und dem Leben - und da könnten sich viele Weltreligionen vom Buddhismus eine Scheibe abschneiden.
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#4 inside outsideAnonym
  • 16.07.2011, 14:41h
  • Antwort auf #3 von Med
  • "30-jährige Kriege"

    "Die Geschichte des tibetischen Buddhismus war von Beginn an durch Kriege, Mord, Folterungen, soziale Unterdrückung, durch Sklaverei, Hass und Machtgier bestimmt. So verbreiteten die Erobererkönige der Yarlung Dynastie, die vom 6. Jh. bis 9. Jh. n. Chr. Tibet zu einem Imperium machten, mit ihrem brutalen und gnadenlosen Militarismus in ganz Innerasien Furcht und Schrecken. Dennoch werden die meisten von ihnen heute noch als „mitfühlende Bodhisattvas“ verehrt. Der aus Indien stammende Guru Padmasambhava, der seit dem Ende des 8. Jahrhundert n. Chr. im Himalaja den Buddhismus einführte, benutzte dazu Totschlag und Schwarzmagie. 842 n. Chr. wurde der letzte anti-buddhistisch eingestellte Yarlung Herrscher, König Langdarma, von einem buddhistischen Mönch ermordet. Seit diesem Königsmord lag die politische Herrschaft in den Händen des Lama-Klerus. 900 Jahre lang lieferten sich die unter einander zerstrittenen Sekten und Klöster unzählige Kleinkriege, die eine größere Staatenbildung verhinderten. Dabei war sich keine der sich bekämpfenden Richtungen zu schade, Fremde, insbesondere Mongolen und Chinesen, ins Land zu holen, um mit deren Hilfe die Gegenpartei zu vernichten. Im 17. Jh. fand ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den mächtigen Gelugpa- und Kagyüpa-Orden statt, aus dem der V. Dalai Lama als gefeierter Schlachtenheld und absoluter Monarch hervorging. In dieser Zeit wurden von einem chinesischen Reisenden die im Kampf erprobten buddhistischen Khampas aus Innertibet als „kriegs- und konfliktfreudig und jederzeit bereit zu sterben“ beschrieben. Der XIII. Dalai Lama versuchte nicht nur eine Armee aufzubauen, sondern hinterließ ein Testament, in dem er forderte, Invasoren des Hochlandes mit Gewalt entgegenzutreten. Daran hielten sich die schon erwähnten Khampa-Stämme und entfesselten Mitte des vorigen Jahrhunderts einen blutigen Guerilla-Krieg gegen die Chinesen."

    www.trimondi.de/Lamaismus/Krieg-4-Gewalt.htm

    "Gewalt und tödliche Intrigen beherrschten das Mönchssystem auch im Inneren. Zwischen dem 17. und 19. Jh. wurden insgesamt fünf Dalai Lamas, einige davon Kinder, aus machtpolitischen Motiven heraus ermordet. Auch während der Jugend des jetzigen XIV. Dalai Lama gab es blutige Gemetzel zwischen zwei verfeindeten Anwärtern auf den Regentensitz. Heillos zerstritten sind heute der tibetische Kirchenfürst und die so genannte Shugden Sekte. Im Verlauf dieses Konflikts kam es 1997 in Dharamsala zu einem Ritualmord an drei Mönchen.

    Somit ist die Geschichte des tibetischen Buddhismus nicht weniger blutig als die Geschichte anderer Religionen. Hinzu kommt jedoch, dass der Lamaismus ein erschreckendes Pandämonium von Kriegs- Mord- und Todesgöttern zur Schau stellt, das an Morbidität und Aggressivität seinesgleichen in den menschlichen Kulturen sucht. Der mexikanische Dichter Octavio Paz war nicht der einzige, der die lamaistischen Dharmapala (Schutzgötter) mit den Blutgöttern der Azteken verglich. Ein Beispiel unter Hunderten ist die persönliche „Schutzgöttin“ des Dalai Lama, Palden Lhamo mit Namen. In der Ikonographie reitet dieses weibliche Monster auf einem Maulesel durch einen Blutsee, in dem Leichenteile herumschwimmen. Weil er den buddhistischen Glauben nicht annehmen wollte, hat Palden Lhamo den eigenen Sohn ermordet und dessen Haut zu ihrem Sattel verarbeitet."
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#5 PaulAnonym
  • 16.07.2011, 15:00h
  • Ich hätte gern die Quelle des Zitats gewusst und die Jahreszahl, die dazugehört. Der D.L. hat sich in den letzten 20 Jahren nur zustimmend und unterstützend geäußert, wenn es um Homopolitik ging, auch und gerade bei seinen zahlreichen Besuchen in Deutschland.
    Die eigentliche Frage ist für mich aber, was der Unterton dieser Meldung soll? So sehr wie der moderne Buddhismus sich in den letzten 30 Jahren, auch Dank des D.L., zum Guten verändert hat, haben sich die christlichen Kirchen in 500 Jahren nicht bewegt.
    Hier Vergleiche zwischen dem Papst und dem D.L. oder einzelnen Betonköpfen in buddhistischen Klöstern und dem organisierten und gedeckten sexuellen Mißbrauch und der Homophobie in der katholischen Kirche zu ziehen, ist schlicht und ergreifend falsch und dämlich.
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#6 FloAnonym
  • 16.07.2011, 15:24h
  • Das zeigt nur mal wieder, dass ALLE Religionen im Kern diktatorisch, undemokratisch und totalitär sind. Sobald Glaube organisiert wird, geht es früher oder später nur noch um Macht und Geld. Und damit auch um die Missionierung, Beherrschung und Unterdrückung anderer Menschen.

    Eigentlich sollten alle Kirchen, Sekten, Religionen, etc. und jede Art von organisiertem Glauben verboten werden und Glaube reine Privatsache sein.
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#7 hankeat
  • 16.07.2011, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Golem
  • Dalai Lama verkörpert nicht ganzen Buddhismus. Er ist nur ein kleines Teil davon. Ausserdem sind seine Anhänger ziemlich amateur und seine Lehre sind auch meisten für Amateur. Es gibt noch viele bessere buddhistische Meister als Dalai Lama.
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#8 die pop ikoneAnonym
#9 schwulenaktivist
  • 16.07.2011, 15:32h
  • Transgenderismus ist nicht allein an Wimperntusche und Snacks festzumachen. Allerdings kann es für zierlich-asiatische Personen durchaus attraktiv sein, sich dem weiblichen Rollengeschlecht zugehörig zu "fühlen", denn - vor allem seiner Karikatur - wird in unseren Gesellschaften noch immer die grösste Aufmerksamkeit zuteil. Auch wenn das mit Entwertung und Diskriminierung "bezahlt" werden muss. Diese Motivation fällt meistens ausser Diskusionnen.
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#10 süperseksAnonym