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Es ist ein ungewöhnliches Coming-out im noch immer männlichen Metal: Keith Caputo, der Sänger von "Life of Agony", hat sich in den letzten Tagen über Twitter und Facebook als Transgender geoutet.

Der 37-jährige New Yorker, der mit seiner Band am Freitag auf einer vermuteten Abschiedstournee in Augsburg Halt machte, postete nach dem Konzert auf Twitter: "Ja, ich bin transsexuell und stolz darauf. Ich bin nicht darüber beschämt. Mit tiefsten Herzen danke ich allen, die mir in den letzten Tagen ihre Unterstützung haben zukommen lassen."

Zuvor hatte der Sänger, der sich auch als Transgender beschrieb, mit einem Foto und einem Spruch über den Übergang zwischen beiden Geschlechtern für Spekulationen gesorgt. Der genaue Stand der Transition ist zunächst unklar, so twitterte Caputo auch, dass er seinen Penis behalten will. Ein anderes Mal bezeichnet er sich als "Mann-zu-Frauen-Transsexuelle." Auf seiner Webseite schreibt er von sich mal als "er", mal als "sie".

Life of Agony waren besondern Mitte der Neunziger erfolgreich, das Debüt- und Konzeptalbum "River runs red" thematisierte die letzten Tage eines jungen Menschen, der sich das Leben nimmt. 2008 erschien das Solo-Album "A Fondness for Hometown Scars", das Video zur Single "Got Monsters" gab bereits Hinweise auf die Transgender-Identität Caputos. (nb)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 goldsenf
  • 16.07.2011, 15:06h
  • na, da bekommt "let's pretend" ja gleich eine ganz andere bedeutung. toller song, toller sänger oder von mri aus auch sängerin. scheiß egal, solange sich diese stimme nicht ändert.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.07.2011, 23:10h
  • Heavy, Speed und Death Metal sind nicht gerade meine bevorzugte Lieblingsmusik. Dennoch hat dieser Mann Mut bewiesen, zu seiner sexuellen Orientierung zu stehen, auch wenn es in dieser Branche absolut unüblich ist!
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#4 anonAnonym
  • 17.07.2011, 08:25h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Life of Agony machen auch weder Heavy, Speed noch Death Metal.
    Und seit wann ist trans* eine sexuelle Orientierung?

    Gratulation übrigens zur headline, das hätte die BILD nicht besser hinbekommen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 anonAnonym
  • 17.07.2011, 13:39h
  • Life of Agony mach(t)en grob Alternative Metal, Tendenz sogar eher Richtung Alternative Rock eigentlich.

    Aber hier solls ja nicht um musikalische Schubladen gehen.

    Ich find's erstaunlich und erschreckend wie auf einer Seite wie dieser, nach dem Outing einer Transfrau, systematisch weiter die männlichen Pronomen benutzt werden und sie nach wie vor als Mann bezeichnet wird, 'der das Geschlecht wechselt'.

    Dass dann Kommentare auftauchen à la 'schön, dass dieser Mann endlich seine sexuelle Orientierung auslebt' oder 'Mann, Frau, scheissegal, hauptsache an der Stimme ändert sich nix' kann einen auch nicht weiter verwundern.

    Wie unhöflich und respektlos kann man eigentlich sein?
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#7 xaggiAnonym
#8 KimAnonym
  • 17.07.2011, 20:10h
  • Tok. Tok. Jemand zu Hause? Nochmal zur Erklärung: Wenn jemand sich als homosexuell outet, dann heisst das noch lange nicht, dass er seine sexuelle Orientierung von hetereo zu homo gewechselt hat. Ein Outing ist kein Wechsel von links nach rechts, sondern eben das, was es ist: ein Outing.

    Warum schreibt ihr immer wieder, dass ein transsexueller Mensch sein "Geschlecht wechselt"? Das ist transphober Unsinn. Ein transsexueller Mensch kann sich als Frau outen, war aber vorher eben - irgendwie logisch, da er sich ja sonst nicht outen kann, kein Mann. Daher wechselt ein transsexueller Mensch auch sein Geschlecht nicht. Er outet sich höchstens, als der Mensch, der er ist.

    Wann kapiert ihr das denn endlich einmal?
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#9 Lapushka
  • 17.07.2011, 21:54h
  • Antwort auf #8 von Kim
  • Ein Transsexueller verändert seinen Körper und passt ihn seinem Geschlecht an.
    Er verändert nicht sein Geschlecht.

    Transsexualität ist ausserdem keine sexuelle Orientierung.
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#10 blaAnonym
  • 17.07.2011, 23:37h

  • @Kim, Lapushka & Co:

    "Life-of-Agony-Sänger outet sich als der Mensch, der er ist."

    Tolle Überschrift, erklärt alles! Und ist sco schön kurz. Aber im Ernst und bei allem Verständnis für vorsichtige Wortwahl: Der Sänger war vorher biologisch und auch sonstwie ein Mann und entwickelt sich zur Frau, die vor allem nüchterne Überschrift geht in Ordnung.

    Was "er" statt sie betrifft, scheint hier eine Unsicherheit durch (und wird auch erwähnt), was aktuell zu benutzen ist - und was gewünscht ist. Schließlich hat der Sängerin / die Sängerin sich bisher auch keinen neuen Namen zugelegt.

    Übrigens: Ein Outing ist etwas anderes als ein Coming-out.
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