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Stöpseln erwünscht: Die Prostata ist ungefähr fünf Zentimeter tief im Anus angelegt

Die Vorsteherdrüse gilt nicht nur als der männliche G-Spot, sie ist häufig leider auch Ort chronischer Erkrankungen.

Von Carsten Weidemann

Trotz Gleichberechtigung: Die Prostata, zu Deutsch: Vorsteherdrüse, hat nur der Mann. Sie ist nicht nur auf das so genannte starke Geschlecht des Menschen konzentriert: Alle männlichen Säugetiere haben diese eigenartige Drüse. Sie produziert ein Teil des Spermas - und wird vor allem von Schwulen als männlicher G-Punkt heiß verehrt. Mit ihr macht Analsex einfach viel mehr Spaß als ohne.

Die kleine Kastanie in jedem Männerpo


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Die Prostata ist ungefähr fünf Zentimeter tief im Anus angelegt, in Richtung des Bauchraumes. Selbst manche homosexuellen Männer schenken dem Organ oft nicht genügend Aufmerksamkeit: Denn nicht jeder Fick ist eine Prostata-Massage, da der Penis diese oft "links liegen" lässt. Allerdings hat die Sex-Toy-Industrie eine Reihe von Spielzeugen entwickelt, die genau dieser Prostata die Aufmerksamkeit schenken soll, die sie verdient.

Das gute Stück selbst ist völlig unspektakulär: In Form und Größe gleicht sie beim Mann einer Kastanie. Mit 30 Gramm wiegt sie zudem nicht viel mehr als ein Standardbrief der Deutschen Post. Sie grenzt an das Rektum - und kann daher leicht mit Fingern erfasst werden - bzw. mit anderen Körperteilen oder Gegenständen, die eben in diese Ecke gesteckt werden.

Eigentlich gibt es "die" Prostata gar nicht, sie besteht nämlich aus 30 bis 50 Einzeldrüsen. Ihre Hauptaufgabe ist es, zusammen mit dem Hoden für Nachwuchs zu sorgen, indem es Samenflüssigkeit in Hülle und Fülle produziert. In diesem Prozess ist auch noch die benachbarte, erbsengroße Bulbourethraldrüse verwickelt - sie ist hauptsächlich für das Präejakulat (den Lusttropfen) verantwortlich.

Die Prostata ist ein Sensibelchen


Begehbares Prostata-Modell in Berlin: ganz vorn der äußere Blasenschließmuskel mit der Harnröhre (Bild: Initiative Männergesundheit)

Das Sekret der Prostata für Farbe und Geruch des Spermas verantwortlich. Die Flüssigkeit ist leicht sauer (pH-Wert: ca. 6,4) und enthält zahlreiche Enzyme, die die Spermien für die Befruchtung benötigen. Außerdem sind in dem Cocktail Phosphatase, Zitronensäure, Cholesterin und Zink enthalten. Gesteuert wird das ganze - wie könnte es anders sein - vom männlichen Hormon Testosteron.

Die Prostata ist dabei leider ein Sensibelchen: Sie ist häufig Ort chronischer Erkrankungen. Am meisten kommt die gutartige Prostatavergrößerung vor, die besonders bei älteren Männern auftritt. Durch dieses Anwachsen entstehen Schwierigkeiten beim Wasserlassen - es kann sogar soweit gehen, dass man überhaupt nicht mehr sein Urin loswerden kann, was bei Nichtbehandlung lebensgefährlich sein kann (Harnstau). Glücklicherweise kann das aber recht einfach medikamentös behandelt werden. Leider sind auch bösartige Tumore bei Männern nicht selten - sie bilden die häufigste Krebsform bei Älteren, können aber auch schon Jüngere erwischen. In Deutschland erkranken daran jährlich ungefähr 30.000 Männer.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.07.2011, 19:54h
  • Kaum zu glauben, manche Männer denken bei dem Wort "Prostata" immer ans Saufen und denken, es ist das Gleiche wie "Cin Cin" oder "Prost"!
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#2 wanderer LEAnonym
  • 17.07.2011, 19:56h
  • Um der gutartigen Vergrößerung vorzubeugen - deren Operation allzu oft Inkontinenz und den Verlust der Ejakulationsfähigkeit zur Folge hat - kann man regelmäßig einen Löffel Kürbiskerne essen, aber bitte nicht mehr, die sind ölhaltig und führen ab.

    Das Prostata-Karzinom ist nicht so bösartig wie es klingt: Nur in den seltensten Fällen wächst es und macht Beschwerden. Das Risiko dafür beginnt erst, wenn man einem Urologen erlaubt, "zur sicheren Diagnose" hineinzustechen und eine Gewebsprobe zu entnehmen (Biopsie) - erst dadurch lösen sich Tumorzellen ab, werden im Körper verbreitet und können zu Metastasen führen.
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#3 Lapushka
  • 17.07.2011, 20:44h
  • Das kotzt mich an Heteros an. Die machen oft so Stress wenn man da mal ranwill

    Ich habe gelesen dass Prostatakrebs die zweithäufigste Todesursache bei Männern (vermutlich nach Herzinfarkt^^) ist. Ein Grund mehr, sich da drum regelmäßig zu kümmern.

    Ich versteh das nicht wieso Heteros das so oft nicht wollen.
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#4 beobachter-2Anonym
#5 Lapushka
  • 17.07.2011, 23:11h
  • Antwort auf #4 von beobachter-2
  • Das mit dem Prostatakrebs? Ne das hab ich irgendwo gelesen.
    Ich bin auch mehr beim Gynäkologen zu Gast als beim Urologen wenn überhaupt^^
    Könnte mir aber vorstellen, dass das stimmt.
    Also auf Krebserkrankungen bezogen zumindest.
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#6 RaphaelMUCProfil
  • 18.07.2011, 04:59hMünchen
  • Antwort auf #2 von wanderer LE
  • Hey, VORSICHT vor Halbwissen ! Wenn man sich nicht mit sowas auskennt sollte man nicht so einen Quatsch verbreiten !

    Du schmeisst hier das Prostataadenom und ein Prostatakarzinom zusammen ! Das im Volksmund "gutartige" Prostataadenom hat eine Hyperplasie (gutartige knotige vergrößerung des Drüsen- und Bindegewebes) zur Folge. Es "streut" nicht.
    Wenn ein tumorartiges Gewebe "streut" ist es IMMER bösartig. Der Begriff "bösartig" ist nur die umgansprachliche Beschreibung für streuen.
    Das andere, IMMER (!) bösartige Prostatakarzinom, entwickelt sich außerhalb der Prostata aus dem äußeren Bindegewebe welches im Alter eigentlich atrophiert. Dieses kann sehrwohl auch ganz von alleine streuen. oO ! Das Risiko beginnt sobald dort etwas wächst !!

    Wenn man also eine Hypertrophierte Prostata aufgrund eines Adenoms punktiert, besteht KEINE Gefahr das Tumorzellen sich irgendwo anders im Körper verbreiten und festsetzen.

    Bei einem Karzinom hingegen besteht schon die Gefahr das sich Tumorzellen bei einem Eingriff verbreiten, aber das geschieht auch von selbst ohne äußeren Einfluss! Die ableitenden Lymphbahnen transportieren die Zellen sowiso weiter. Da man aber davon ausgeht das in jedem Fall eine Chemotherapie bei positivem Befund einer Biopsie durchgeführt wird, braucht man sich darum weniger Sorgen machen. Schlimmer sind die "älteren" Zellen die schon unlängst durch das Lymphleitungssystem verteilt wurden und irgendwo fröhlich Metastasen gebilden haben.

    Ach und zu deinem Kürbiskernöl....man kann sich auch dreimal bei Vollmond im Kreis drehen und 'nen Kopfstand machen. Eine Störung des Steroidhormsystems und die aktivierung von Karzinogenen kannst du damit leider nicht verhindern.
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#7 PierreAnonym
  • 18.07.2011, 13:11h
  • Apropos Prostata-Karzinom. Leider nicht so selten.
    Und wenn es einen erwischt, dann kann es sein, dass durch die erforderliche OP dann sexuell gar nichts mehr läuft und dass man (vorübergehend oder dauernd) inkontinent wird.
    Erst dann zeigt sich, ob die Schwule Community (oder der eigene Partner - falls vorhanden) einen noch stützt oder fallen lässt wie eine heiße Kartoffel.
    Gilt übrigens auch für andere Erkrankungen (wie Analkarzinom, weswegen unter Umständen ein künstlicher Ausgang am Unterbauch die Aufgaben übernehmnen muss). Alles wirklich nicht sehr sexy.
    Aber... dann zeigen sich die wirklichen Freunde.
    Und... lieber einmal mehr zur Vorsorge, als zu selten oder gar nicht.
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#8 wanderer LEAnonym
  • 18.07.2011, 23:15h
  • Antwort auf #6 von RaphaelMUC
  • Fakt ist: In der Mehrzahl bleiben unentdeckte und deshalb nicht punktierte, unbehandelte Prostata-"Karzinome" klinisch stumm, man kann damit genau so alt werden wie ohne. Deshalb würde ich eine Biopsie und jegliche Therapie bei mir grundsätzlich ablehnen. Sollte ein Urologe sich daran nicht halten, würde ich ihn wegen gefährlicher Körperverletzung verklagen.
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#9 JadugharProfil
  • 19.07.2011, 04:41hHamburg
  • Ich hatte mal vor 48 Jahren Krebs gehabt, und wäre durch die Mediziner beinahe gestorben. Zuvor war ich 17 Jahre lang krank, wegen eines angeborenen Stoffwechselschadens, was zu diesen Krebs letztenendlich führte. 17 Jahre quälten mich die Ärte und hielten mich hin! Nachdem ich die Krebsdiagnose bei den Ärzten rauspressen mußte, fing ich an, meine Erkenntnisse umzusetzen, für die ich als Spinner galt. Seit 48 Jahren bin ich aus Rache nicht mehr krank geworden und habe etliche austherapierte Krebskranke zur Heilung veranlaßt. Sie wurden ALLE gesund! Als ich 46 Jahre später meine Erkenntnisse bei der Krebsforschung offenlegte, wollte man davon nichts wissen!
    Doch Erkenntnis ist nicht eine Frage der Bildung und der Zugehörigkeit eines Fachbereiches, sondern der Beobachtungsgabe! Meine Erkenntnisse sind durch die Auseinandersetzung meines eigenen Problems und auch einiger Anderer entstanden, sowie der Bewältigung derselben und führte zu völlig neuen Denkansätzen.
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#10 RaphaelMUCProfil
  • 19.07.2011, 06:55hMünchen
  • Antwort auf #8 von wanderer LE
  • Nein, Fakt ist das die Mehrzal der an aggressiven Prostatakarzinomen erkrankten Männer auch daran stirbt wenn keine Behandlung erfolgt.
    Ich kenne die Studie auf die du anspielst. Diese besagt das ein drittel der über 50 Jährigen Männer an unerkannten, klinisch stummen Karzinomen leidet. Weiter steigend mit zunehmendem Alter. Darin geht es allerdings um Karzinome die unter normal Bedingungen nicht erkannt werden, sondern erst bei einer Obduktion als solche identifiziert werden. Sobald ein Veränderung der Prostata aber entweder selbst Gespürt oder durch einen Arzt festgestellt wird, ist das IMMER pathologisch gefährlich! Und hat nichts mehr mit diesen "Zufallskarzinomen" zu tun.

    Viele Arten der Prostatakarzinome sind sehr aggressiv und sind fast immer mit einem schmerzhaften und qualvollen Krankheitsverlauf verbunden!

    Wenn ein Prostatakarzinom nicht schnellstmöglich entdeckt und behandelt wird, verbreiten sich Metastasen in umliegende Organe wie zb. der Blase, den Harnwegen und besonders gefährlich in umliegenden Knochen. Die aggressiven Zellen zerfressen einen Knochen regelrecht, befallen dabei häufig Becken und Wirbelsäule! Sobald das Rückenmark und die Nerven darin betroffen sind, kommt es zu Lähmungen und Schmerzen im ganzen Körper. Die Hüftknochen können in diesem Stadium schon bei kleinster Belastung brechen.
    Wenn man bis dahin noch lebt wird es bei weitem nicht angenehmer...Da sich im Knochenmark der Wirbelsäule und des Beckens die blutbildenden Zellen befinden wird auch irgendwann deren Funktion zum erliegen kommen.

    Grundsätzlich kann man niemanden zu einer Behandlung zwingen. Wenn du eine begründete Gewebeentnahme, aus welch dämlichen Grund auch immer, ablehnst, wird sich kein Arzt an dir zu schaffen machen. Da kannst du beruight sein.
    Wenn du dann aber nach wenigen Jahren ein schwerer Pflegefall bist, dich nicht mehr bewegen kannst, jegliche Aufnahme und Abgabe von Nahrung nur noch unter größten Schmerzen möglich ist, ist es zu spät sich noch über Behandlungsmöglichkeiten Gedanken zu machen.

    Natürlich könnte man Glück haben und man hat ein stummes kleines Karzinom was sich ein Leben lang nicht zu Wort meldet....
    Man kann aber auch Pech haben und einen elendigen und qualvollen Tod sterben. Das ist doch nun wirklich keine alternative! Warum sollte man also die Chance vertun dies von vornherein zu verhindern ??!!
    Und wie schon etwas weiter oben gesagt, wenn ein gutartiger Tumor punktiert wird besteht keine Gefahr das sich Metastasen bilden.

    Du musst das so sehen; Wenn man ein aggresives Karzinom hat was bei einer Biopsie streut, wird es auch von alleine mit aller höchster Wahrscheinlichkeit metastasieren und später schwerste Probleme verursachen.
    Wenn du im Gegensatz dazu ein Karzinom hast was sich dein Leben lang nicht weiter melden wird, ist auch die Chance bei einer Biopsie Metastasen zu verursachen verschwindent gering. Das entnommene Gewebe wird untersucht, und man kann einwandfrei festellen womit man es zu tun hat. Damit ist auch eine Behandlung möglich. Du kannst also in jedem Fall ausschliessen das sich im Laufe deines Lebens aufgrund dieses Tumors Beschwerden oder schlimmeres ergeben.

    Und man wird ganz sicher nicht wegen einem kleinen stummen Karzinom direkt die ganze Prostata oder auch nur einen Teil davon entfernen !
    Ich kann verstehen das die Angst davor, viele Männer davon abhält diesen Schritt zu gehen. Meistens reicht eine niedrig dosierte Chemo, als einfache Tablette oral eingenommen, schon aus um alle Tumorzellen abzutöten. Auch die die vielleicht bei einer Biopsie freigesetzt wurden.

    Und auch vor einer Biopsie braucht man keine Angst haben. Das Gewebe was dabei mit einer kleinen Nadel entnommen wird ist im Durchmesser weniger als einen halben Millimeter dick.
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