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Aaron Pace: Zu schwul für Chicago

Ein 22-jähriger heterosexueller Mann durfte in Chicago nicht Blut spenden, weil die Blutbank-Mitarbeiter ihn für schwul hielten.

Wie die "Chicago Sun-Times" berichtet, wollte Aaron Pace bei der privaten Blutspendezentrale Bio-Blood Components spenden, die Männern bis zu 40 Dollar (28 Euro) an Aufwandsentschädigung bezahlt. Beim Vorgespräch erklärte ein Mitarbeiter jedoch, dass Pace wegen seines schwulen Aussehens und Verhaltens kein Blut spenden dürfe.

"Ich wurde gedemütigt. Es ist nicht richtig, dass Obdachlose spenden dürfen, aber Homosexuelle dürfen das nicht. Dabei bin ich noch nicht einmal homosexuell", so Pace. Er erklärte, die Blutspendezentrale habe ihn lediglich wegen seines Äußeren abgewiesen, das nicht mit dem typischen Männlichkeitsklischees übereinstimme. Der 22-Jährige erklärte, er erfülle alle formalen Voraussetzungen für eine Spende. Die Blutspendezentrale hat zu den Vorwürfen bislang keine Stellung genommen.

In den USA darf kein Mann Blut spenden, der nach 1977 Sex mit einem anderen Mann gehabt hat. Diese Regel wurde 1983 nach dem Ausbruch von Aids eingeführt. Homo- und Aids-Aktivisten kritisieren das Verbot bereits seit Jahren, da es überholt sei. So könnte heute Blut viel besser auf Geschlechtskrankheiten untersucht werden als noch vor 30 Jahren. Im vergangenen Jahr forderten daher 18 US-Senatoren von der Gesundheitsbehörde, das Verbot aufzuheben (queer.de berichtete). Insbesondere die konservativen Republikaner blockieren allerdings eine Einigung.

Mehrere Länder erlauben Schwulen inzwischen das Blutspenden, allerdings müssen sie meist einige Jahre lang enthaltsam leben: So liegt diese Wartezeit in Neuseeland bei zehn Jahren, in Südafrika bei fünf und in Schweden bei einem Jahr (queer.de berichtete). In Deutschland gilt de facto ein Blutspendeverbot für Schwule, das aber laut Bundesregierung gelockert werden soll (queer.de berichtete). (dk)



#1 PierreAnonym
  • 18.07.2011, 17:01h
  • Also, wenn der auf dem Foto 'schwul aussehen' soll, dann bin ich der Kaiser von China. Die Mitarbeiter der Blutbank hatten wohl ihre Brillen nicht geputzt.
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#2 FloAnonym
  • 18.07.2011, 17:10h
  • Die Homophobie mancher Leute treibt immer seltsamere Blüten. Für ihren Hass nehmen die sogar in Kauf, wichtige Blutspenden abzulehnen.
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#3 David77Anonym
  • 18.07.2011, 17:10h
  • Wenn die Blutbanken kein "schwules Blut" wollen, dann sollten die endlich damit aufhören über zuwenig Blutspender zu jammern als auch mit dem Slogan zu werben "Blutspenden darf JEDER gesunde blablabla..."
    Auf den Plakaten steht nix von "...darf jeder HETEROSEXUELLE...", oder setzt man "gesund" mit "nicht schwul" gleich?!?
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#4 alexMucEhemaliges Profil
  • 18.07.2011, 17:30h
  • Mich würde mal interessieren, wie schwules Aussehen definiert wird. Im Fummel ist er offenbar nicht gekommen. Nein ernstlich, wie definiert man das.
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#5 Lapushka
  • 18.07.2011, 17:55h
  • Wenn man bedenkt wie heterosexuelle Männer heutzutage größtenteils aussehen, dann dürfte es langsam aber wirklich knapp werden mit den Blutkonserven, sollten alle Blutbanken so drauf sein^^
    Dafür müssten Bären eigentlich problemlos spenden können weil sie ja "hetero" aussehen XD

    Und das mit dem "Du darfst spenden, aber nur wenn du jahrelang enthaltsam lebst", ist so ziemlich das blödeste was ich je gehört habe.
    So gutgläubig kann doch keiner sein. Oder kriegen diese Spender eine kleine Kamera implantiert die jahrelang 24 Stunden ihr Verhalten dokumentiert? Wie will man denn nachweisen, ob jemand Sex hatte oder nicht?
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#6 hanckAnonym
  • 18.07.2011, 18:11h
  • ich frage mich bei dem thema immer, warum die kerle spenden dürfen, die in den puff gehen.
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#7 remixbeb
  • 18.07.2011, 18:16h
  • ähm.. was ist denn so unmännlich an seinem Aussehen? Kann es nicht ändern, aber manche Dinge werde ich an den USA wohl nie verstehen. Habe z.B. in ettlichen Foren gelesen, dass es als "schwul" gilt, wenn man eine engere Hose oder kein weites Shirt trägt oder gar am Strand keine Knielange Short trägt. Das ging sogar so weit, dass ein (heterosexueller) Mann einen anderen frägt, ob er im Urlaub in Florida eine Badehose tragen könne oder ob ihn das schon verdächtig machen würde oder er womöglich sogar blöd angemacht werden könnte. Lach!
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#8 yomenAnonym
  • 18.07.2011, 20:38h
  • jetzt kommts noch doller:

    ich werde immer, wenn ich sage, dass ich einen freund habe, mit großen augen angeschaut, folgend vom kommentar: das sieht man dir aber gar nicht an!!!

    ich weiss dann wirklich nicht, ob ich zuschlagen will (rein virtuell natürlich...) oder brüllen soll.

    scheiss schubladen!
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#9 Lapushka
#10 SchokiAnonym
  • 18.07.2011, 23:14h

  • Öhem... Also wenn das jetzt das neue "schwule" Aussehen sein soll, dann bin ich der neue Weinachtsmann -.-' Wenn man sich mal heutzutage alle Männer, die draußen auf der Straße rumrennen, anguckt, dann könnte man auch schön auf jeden einzelnen tippen und sagen: "Der is schwul, der is schwul, und der Bär da drüben ist zumindest bi! XD" Bloß sowas nannte man früher noch METROsexuell. Und der Typ auf dem Bild sieht noch nicht mal Metrosexuell aus. Ich hab das dumpfe Gefühl, der sieht genauso aus wie ein normaler Mensch. Woran DAS wohl liegen mag.
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