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  • 08. August 2004, noch kein Kommentar

Die dänische Hauptstadt hat mehr zu bieten als die kleine Meerjungfrau. Tipps für Shoppingfans, Designfreaks, Hippies und alle, die relaxen wollen.

Von Roberto La Pietra (Text und Fotos)

Um die dänische Hauptstadt mag nicht so ein Hype wie um so manch andere europäische Metropole gemacht werden. Zu Unrecht! Kopenhagen hat viel zu bieten. Schon bei der Ankunft am Flughafen Kastrup wird klar: die Metropole ist ein verkehrstechnisches Meisterwerk. Nur zwölf Minuten braucht der Zug zum Hauptbahnhof – bei einem sensationellen Preis von rund drei Euro rühmt er sich, der zentralste und am günstigsten angebundene Airport aller europäischen Großstädte zu sein.

An der "Central Station" angekommen, kann der Besucher sich zunächst auf die touristischen Highlights stürzen. Einkaufswütige zieht es auf die Shopping-Meile "Stroget" – dies ist der Oberbegriff für eine Aneinanderreihung von Fußgängerstraßen. Am östlichen Ende gelangt man schließlich zum bekanntesten Ort Kopenhagens – Nyhavn. Dieser "neue Hafen" zeichnet sich durch seine bunte Häuserreihe und den Ablegepunkt zahlreicher Ausflugsboote aus. Im Sommer sitzen hier alle gemütlich am Ufer und schlecken Eis.

Wer vom "Pflichtprogramm" der Stadt samt der kleinen Meerjungfrau und den vielen knipsenden japanischen und amerikanischen Besuchern nicht so viel hält, sollte sich den Geheimtipps von Kopenhagen widmen. So befindet sich zum Beispiel auf der Insel Christianshavn seit rund 30 Jahren die Hippie-Kommune "Christiania". Dieses Dorf muss man sich als lässige grüne Oase mitten in der Stadt vorstellen, in der heute neben Alternativen sogar Architekten und andere Großverdiener ein Häuschen besitzen. Da sich viele Bewohner allerdings ihren Lebensunterhalt durch den Handel mit Marihuana auf der so genannten "Pusher Street" verdienen und die Stadt sich im Zuge ihrer positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre so ein Viertel nicht mehr erlauben möchte, wird immer wieder über die Schließung oder zumindest über eine bessere Beobachtung des Geschehens diskutiert. Einen Besuch wert ist Christiana allemal.

Nach so viel Sightseeing bietet sich der nächste Tag dazu an, die Erholungsgebiete der Stadt aufzusuchen. Besonders interessant sind Kopenhagens Wohnviertel. Skandinavier sind ja bekanntlich in Sachen Wohndesign führend. So verwundern nicht die schnuckeligen Häuschen in so mancher Seitenstraße wie beispielsweise im Stadtteil Frederiksberg. Wenn das Wetter mitspielt, lässt es sich außerdem herrlich durch die zahlreichen Parks der Metropole spazieren. Wer einen Tag an der Ostsee bevorzugt, kann sich in einen der Nahverkehrszüge Richtung Süden setzen und die Seele an einem der vielen Strände der Umgebung baumeln lassen. Selbst in der Stadt findet sich immer wieder Zugang zum Wasser, denn in Kopenhagen ist das Meer allgegenwärtig.

Abends geht’s dann in die kleine, aber sympathische Szene. Dänemark ist so liberal, dass viele keine Notwendigkeit mehr darin sehen, sich speziell unter das Gay-Volk zu mischen. Dennoch gibt es ein paar nette Läden. So sind bei den Kopenhagenern gleichsam wie bei Besuchern vor allem die Bars "Oscars" und "Heaven" beliebt. An den Wochenenden stürzt man sich danach am besten in die bekannteste Disko "Pan Club".

Wer sich für eine Reise in die dänische Hauptstadt interessiert, findet unter Billig-Carriern wie V-Bird, Maersk oder Easyjet derzeit eine große Auswahl günstiger Fluganbieter. Hotelzimmer in Kopenhagen gibt es ab 80 Euro die Nacht. Bei schmaleren Budgets empfiehlt es sich, sich in eine der vielen Bed&Breakfast-Pensionen einzubuchen.