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Auf ihrer Website präsentiert die Materborner Schützengesellschaft stolz sein neues Königspaar (Bild: www.msg06.de)

Ein schwules Schützenkönigspaar hat in der Materborner Schützengesellschaft 2006 e.V. in Nordrhein-Westfalen das Ruder übernommen.

Cees Zeijseink und sein Prinzengemahl Jörn vertreten nun ihren Verein aus dem Klever Stadtteil Materborn ein Jahr lang nach außen, auch auf Treffen mit anderen Schützenvereinen. Der gebürtige Niederländer Cees, ein 46 Jahre alter ehemaliger Marineoffizier, lebt bereits seit 13 Jahren in Deutschland. Er hat seinen Partner vor vier Jahren in seinem Heimatland geheiratet. "So positiv hatte ich die Reaktionen gar nicht erwartet", freut sich Cees gegenüber dem "Bocholter-Borkener Volksblatt". Dabei sei Deutschland "ja doch konservativer" als Holland.

Offen schwule Schützenkönige gibt es bislang kaum in Deutschland. In Dormagen versuchte es vor zwei Jahren ein schwules verpartnertes Paar (queer.de berichtete). Einer von ihnen durfte zwar Schützenkönig sein; ihm war aber laut Vereinssatzung verboten, mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner aufzutreten. Lockerer war der Schützenverein "St. Wilhelmi" in Münster: Dort wurde im Juni diesen Jahres erstmals ein schwuler Mann zum Schützenkönig gewählt, der mit seinem Lebengefährten auftreten durfte. Offenen Widerstand gab es in Münster nicht, ebenso wenig wie in Kleve.

Dennoch gebe es noch einiges an Gegenwehr, erklärt Peter Hinze, SPD-Vizebürgermeister von Emmerich. Er lebt offen schwul und war bereits 2008 Schützenkönig im Stadtteil Vrasselt. Damals wählte er eine Frau zur Prinzgemahlin - einerseits, weil er keinen Lebenspartner hatte, aber andererseits auch, weil er "keine Provokation" wollte: "Glaube, Sitte, Heimat. Da trifft sich alte Tradition mit Realität", beschreibt er den Zwiespalt in den Schützenvereinen. Jetzt rät er aber dazu, das Versteckspiel zu beenden und Gesicht zu zeigen. Nur so könnten schwule Schützenkönige samt Prinzengemahl zur Normalität werden. (dk)



#1 Tim JohannesAnonym
  • 19.07.2011, 17:31h
  • Hat sich der jahrzehntelange Kampf der Community um gleiche Rechte doch gelohnt! Ist es nicht schön, wenn ein schwules Paar jetzt auch Schützenkönig und Schützenkönigin werden kann? Ich habe immer gesagt, dass unser Aussenminister Guido Westerwelle, der hier so oft von den Linken verschmäht wird, eine Signalwirkung erzielt, wenn er seinen Lebenspartner mit auf Dienstreisen nimmt. Dass wir nun Schützenkönig und Schützenkönigin werden können, haben wir allein ihm und seinem mutigen Auftreten zu verdanken, weil er aufrecht zu seinem Lebenspartner steht! Wenn ich überlge, wie er hier im Forum dafür angefitet wurde....! Und nun das: wir können auch SchützenkönigIn !
    ---> Wir schulden Guido Westerwelle und seinem Lebenspartner auf ewig Dank!

    Möge die FDP nunmehr die Gleichstellung bei der Einkommensteuer beschließen und die künstliche Befruchtung auf Krankenschein auch für schwule Paare!
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#2 ojeAnonym
  • 19.07.2011, 17:34h
  • Meine Meinung dazu: Das schlimmste was einem als Jugendlicher auf dem Land und in der Kleinstadt passieren kann ist in die Fänge von Kirchen oder Schützenvereinen zu geraten
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#3 seb1983
#4 mezzoAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.07.2011, 17:50h
  • Da kann man mal sehen wie fortschrittlich Münster (trotz Katholenmehrheit) und Kleve sind. Da sollte sich Dormagen einmal ein Beispiel nehmen!
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#6 PierreAnonym
  • 19.07.2011, 18:09h
  • Mutig...mutig. Von beiden Seiten. Schützenverein und Königspaar.
    Was sagt denn der Pfarrer dazu? Meistens sind doch Schützenvereine eng an die Kirchengemeinde gebunden.
    Aber...warum nicht. Wem's gefällt. Für mich wär's nichts.
    Ich denke, dass könnte ich nur im Suff durchstehen.
    Und ich müsste mich zu sehr verbiegen.
    Und genau das will ich nicht.
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#7 Diz!Anonym
#8 SchokiAnonym
#9 Lapushka
  • 19.07.2011, 18:57h
  • Antwort auf #6 von Pierre
  • "Ich denke, dass könnte ich nur im Suff durchstehen."

    Das geht da allen so
    War zwar erst dreimal bei sowas aber da wurde gebechert als gäbs kein Morgen mehr.
    Aber das war auch bei Feuerwehrfesten und Ringreitturnieren etc. nicht anders.

    Sehr schöne Meldung. Gerade Schützenvereine hatte ich bisher für das so ziemlich verstaubteste, ewig gestrige gehalten, was es in Deutschland gibt.
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#10 alexalexProfil
  • 19.07.2011, 19:23hmünster
  • Ach, Gottchen, Tim Johannes,

    als wenn man es nicht schon geahnt hätte - aber diesmal entblößt und entblödest Du Dich in einer Weise, die Dein kleinkariertes, dümmliches, ahnungs- und bildungsloses Sofakissenweltbild entlarvt.
    Was für ein Erfolg der Schwulenbewegung, daß es auch schwule Schützenkönige geben darf!
    Schützenkönige sind die Idole saufsüchtiger, geistloser Humtatamenschen, die in Nullkommanix ihr Fähnchen nach dem Winde hängen; die sich freuen, wenn sie wieder marschieren dürfen, denen Märsche lieber sind als Mozart, die auf die Befehle ihres Obristen oder des Pfarrers lauern, damit sie ihnen zwecks Ordenserlangung in den Hintern kriechen können.
    In diesen Schunkelvereinen feiert das faschistoide Kleinbürgertum fröhliche Urständ, da hört man noch immer die Geschichten, daß der Hitler nicht alles schlecht gemacht habe, immerhin habe er ja die Autobahnen gebaut und den Volkwagen erfunden!
    Und die Juden sollen sich doch nicht so haben, irgendetwas wird schon dran sein, was man ihnen da so nachsagt - und schwupp, sind auch wieder sie Schwuppen dran.
    Es ist jedenfalls keine Errungenschaft des Abendlandes, daß Schwule und auch noch Schützenkönige werden dürfen - da hat die katholische Kirche auch noch ein Wrtchen mitzureden. Ich kenne Orte, in denen nicht einmal Geschiedene Schützenkönige werden dürfen.
    Aber, daß Du, Tim Johannes, Freude an Verlogenheiten und Heimattümelei hast, ist kein Wunder! Ecrasez infame!
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